11.12.2020

anna-kauft.at hat nun Produktsuche in 2000 österreichischen Onlineshops

anna-kauft.at, die Suchmaschine für österreichische Online-Shops macht einen entscheidenden Entwicklungsschritt und bietet nun das, was sich die Öffentlichkeit von Kaufhaus Österreich erwartet hätte.
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Die Moonholding-Gründer Florian Bauer und Filip Zganjer stehen auch hinter engagemedia und der regionalen Suchmaschine anna-kauft.at
c) Moonholding: Die Moonholding-Gründer Florian Bauer und Filip Zganjer stehen auch hinter engagemedia und der regionalen Suchmaschine anna-kauft.at

Den Begriff „Kaufhaus Österreich“ verwendet die Wiener engagemedia GmbH (teil der Moonholding) in einer aktuellen Aussendung wohl bewusst nicht. Man lässt lieber eine Auflistung von Funktionen und Zahlen zu anna-kauft.at für sich sprechen – mehr dazu unten. Die regionale Suchmaschine war bereits im ersten Lockdown im März gelauncht worden – der brutkasten berichtete – und bot schon damals einen ähnlichen Funktionsumfang wie der kürzlich von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer präsentierte Versuch.

Kaufhaus Österreich war nicht zuletzt aufgrund von im Vergleich zum nicht gegeben Mehrwert horrenden kolportierten Kosten öffentlich heftig kritisiert worden. Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer dementierte allerdings klar, etwas mit der Sache zu tun zu haben – die Kammer habe nur eine Datenbank beigesteuert. Er schlug dagegen vor, Startups könnten im Rahmen einer Challenge Verbesserungen beisteuern und dafür „Preise“ gewinnen.

Starke Ansage statt warten auf unsichere Kaufhaus Österreich-Challenge

Auf einen derartigen Vorgang, der noch nicht fix ist und dann möglicherweise zahlreiche weitere Monate einnehmen wird und, wie die Vorbereitung zum „Runway-Fonds“, eventuell erst nach der akuten Coronakrise abgeschlossen ist, wollte man bei engagemedia offenbar nicht warten. Stattdessen wurde die regionale Suchmaschine, die in den vergangenen Monaten bereits hunderttausendfach verwendet wurde, in einem entscheidenden Entwicklungsschritt ausgebaut.

anna-kauft.at listet nun nach eigenen Angaben mehr als 43.000 Produkte von 2000 österreichischen Onlineshops. „Diesmal besuchen wir die Onlineshops direkt mit unserer Crawler-Technologie und geben die Daten tagesaktuell in die Suchmaschine. Händler haben keinen Mehraufwand in der Wartung der Daten, es passiert alles automatisiert und wir leiten die Besucherinnen und Besucher völlig kostenfrei auf den Onlineshop des Händlers weiter“, erklärt Geschäftsführer Florian Bauer.

anna-kauft.at soll bald „Idee eines österreichischen Amazon näher kommen“

Derzeit sei man auf der Suche nach Kooperationspartnern, um der Idee eines „österreichischen Amazon“ näher zu kommen. „Unser Ziel ist ein Warenkorb, den man mit österreichischen Produkten aus unterschiedlichen österreichischen Shops befüllen kann. Der Kunde kauft ein, die Herausforderungen im Hintergrund werden technisch gelöst“, so Bauer. Damit dieses Ziel erreicht werden könne, will man Medienpartner mit eCommerce Know How an Bord holen, die gesamte Technologie für die Unternehmung wurde allerdings bereits entwickelt.

Erste Partnerschaften wurden bereits geschlossen – mit bauernladen.at im Eigentum der Media.net und mit Vouchercube zur Nutzung dessen Gutschein-Technologie. Für das Kapital für die nächsten Entwicklungsschritte wurde berits gesorgt: anna-kauft.at  wird von privaten  Investoren, dem WAFF und dem Corona Hilfsfond des AWS unterstützt.

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SuperCycle Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia "Lilli" Hromatka © SuperCycle / Sigrid Mayer

Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.

Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.

Was hinter dem Konzept steckt

© SuperCycle / Sigrid Mayer

SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.

Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.

Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr

Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.

Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.

Vier Landeshauptstädte zuerst

Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.

Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl

Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.

Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.

© SuperCycle / Sigrid Mayer
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anna-kauft.at hat nun Produktsuche in 2000 österreichischen Onlineshops

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  • anna-kauft.at listet nun nach eigenen Angaben mehr als 43.000 Produkte von 2000 österreichischen Onlineshops.
  • Derzeit sei man auf der Suche nach Kooperationspartnern, um der Idee eines „österreichischen Amazon“ näher zu kommen.

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