07.04.2020

Rick Free: Erster alkoholfreier Gin aus der Südsteiermark

Master Destiller Patrick Marchl hat sich auf die Herstellung von Premium Bio Gin spezialisiert, der in Handarbeit im südsteirischen Gamlitz produziert wird. Mit einem neuen alkoholfreien Gin möchte der Unternehmer nun neue Käuferschichten ansprechen.
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alkoholfreier Gin
(c) Rick Gin

Rund um den Gin ist in den letzten Jahren ohne Zweifel ein richtiger Hype entstanden. Neben bekannten Marken wie Beefeater oder Hendrick’s Gin sind am Markt immer mehr Marken kleinerer Premium-Gin-Produzenten vertreten.

Einer dieser Produzenten ist in Österreich der Hersteller Rick Dry Gin. Produziert wird ausschließlich nach dem Qualitätsstandards – “London Dry” – in Handarbeit im südsteirischen Gamlitz.

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Biologische Zutaten: Zitronen aus Kärnten

Das Unternehmen rund den Gründer und Distiller Patrick Marchl hat sich auf einen Gin spezialisiert, der rein aus biologischen Zutaten gewonnen wird. Zudem wird darauf geachtet, dass die Produkte aus Österreich kommen.

Recht ungewöhnlich: Zum Einsatz kommen neben klassischen Wacholder aus Tirol, auch Zitronen aus Kärnten. Der Gin ist aktuell in drei Geschmacksrichtungen erhältlich.

Eine 500ml Flasche kostet im Webshop rund 40 Euro und spricht somit primär Käuferschichten im Premium-Segment an.

Alkoholfreier Gin

Zudem gibt es eine alkoholfreie Variante namens Rick Free. Damit möchte das Unternehmen verstärkt Käuferschichten ansprechen, die aufgrund von religösen Ansichten oder der Gesundheit zuliebe keinen Alkohol trinken.

Im Online-Shop wird der alkoholfreie Gin wie folgt beworben: „Rick Free ist ein komplexes zitruslastiges Destillat aus Orange, Zitrone, Grapefruit, Wacholder, Pfeffer und Ingwer.“ Am besten soll sich der Gin auf Eis mit Tonic und einer frischen Grapefruitzeste eignen. Die alkoholfreie Variante kostet rund 30 Euro.

World Spirit Awards

Im Gegensatz zum alkoholfreien Gin, sind die alkoholischen Varianten schon mehr als drei Jahren am Markt und in der gehobenen Gastronomie und im Handel vertreten.

Die mediterrane Variante „Rick Gin Feel“ eignet sich am besten in Kombination mit Oliven. Sie wurde bei den World Spirit Awards 2019 mit der begehrten Goldmedaille ausgezeichnet.

Für die beiden anderen Sorten „Rick Gin Brave“ und „Rick Gin Rich“ gab es übrigens die Silbermedaille. Damit reiht sich der Gin zu internationalen Top-Marken wie Hendrick‘s oder Monkey 47 ein.


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Sie soll den Gender Pay Gap verkleinern, indem Unternehmen etwa konkrete Auskünfte über Gehälter geben müssen: Bereits 2023 beschloss das EU-Parlament die Entgelttransparenzrichtlinie. Mit einer Frist von drei Jahren sollte sie von den Mitgliedstaaten bis 7. Juni 2026 umgesetzt werden. Weil es eine Richtlinie (und keine Verordnung) ist, hatten die Nationalstaaten dabei einen gewissen Gestaltungsspielraum.

Begutachtungsentwurf im Alleingang zu Frist-Ende

Dieser führte wohl auch dazu, dass Sozialpartner und Regierung in Österreich sich nicht zeitgerecht auf die konkrete gesetzliche Umsetzung einigen konnten – ähnliches passierte übrigens in mehreren EU-Staaten. Nachdem es ein Ultimatum gestellt hatte, legte das SPÖ-geführte Sozial- und Arbeitsministerium zum Ablauf der Frist im Juni einen in Eigenregie erstellten Begutachtungsentwurf vor – zum Ärger mehrere Sozialpartner, etwa der Industriellenvereinigung (IV), die eine “Bürokratielawine” befürchtet.

Öffentlich ist dieser Entwurf noch nicht verfügbar. IV, Wirtschaftskammer, Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Co., die ihn vorliegen haben, diskutieren aber längst per Presseaussendungen zu den Inhalten weiter. Während die konkreten vorgesehen Maßnahmen erst mit dem offiziellen Entwurf klar sein werden, steht bereits fest: Auf die eine oder andere Weise müssen die neuen Transparenzpflichten aus der Richtlinie von Unternehmen am Ende umgesetzt werden. Denn diese gibt klare Mindestanforderungen für die Nationalstaaten vor.

EU sieht Intransparenz als Ursache des Gender Pay Gap

Die EU will mit der Entgelttransparenzrichtlinie das bekanntlich in der Praxis nicht ausreichend umgesetzte Recht auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit sichern. Und bisher scheiterte die Bekämpfung der ungleichen Bezahlung von Männern und Frauen laut Analysen der EU-Kommission vor allem an der mangelnden Transparenz der betrieblichen Gehaltssysteme. Ziel der Richtlinie ist nichts weniger als ein grundlegender Kulturwandel in den Personalabteilungen: weg von historisch gewachsenen, intransparenten Gehaltsstrukturen hin zu nachvollziehbaren, geschlechtsneutralen Systemen.

Das sind die Eckpunkte der Richtlinie:

  • Gehaltstransparenz schon im Bewerbungsprozess: Arbeitgeber müssen Jobsuchenden das Einstiegsgehalt oder eine entsprechende Gehaltsspanne bereits vor dem ersten Gespräch mitteilen (z. B. direkt im Inserat). Die Frage nach dem letzten Gehalt beim vorherigen Arbeitgeber ist künftig gesetzlich verboten.
  • Individuelles Auskunftsrecht: Beschäftigte können schriftlich Auskunft darüber verlangen, wie viel Kolleg:innen im Durchschnitt verdienen, die eine gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten – aufgeschlüsselt nach Geschlecht. Unternehmen müssen diese Daten innerhalb von maximal zwei Monaten liefern und die Belegschaft einmal jährlich proaktiv über dieses Recht informieren.
  • Schluss mit Schweigeklauseln: Vertragliche Klauseln, die Mitarbeitenden verbieten, über ihr Gehalt zu sprechen, werden ungültig.
  • Offenlegung der Aufstiegskriterien: Die Maßstäbe für die Festlegung des Gehalts und die Karriereentwicklung müssen für alle Beschäftigten leicht zugänglich sein. Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten können von der Pflicht zur Offenlegung der Aufstiegskriterien ausgenommen werden.
  • Verpflichtende Gehaltsberichte (Gender Pay Gap): Größere Betriebe müssen regelmäßig Kennzahlen zum geschlechtsspezifischen Lohnunterschied berechnen und veröffentlichen. Dafür gilt ein gestaffelter Zeitplan:
    • Ab 250 Beschäftigten: Jährliche Berichterstattung, erstmals zum 7. Juni 2027.
    • 150 bis 249 Beschäftigte: Berichterstattung alle drei Jahre, erstmals zum 7. Juni 2027.
    • 100 bis 149 Beschäftigte: Berichterstattung alle drei Jahre, erstmals zum 7. Juni 2031.
  • Pflicht zum Lohnaudit: Weist dieser Bericht in einer Beschäftigtengruppe eine ungerechtfertigte Lohnlücke von 5 Prozent oder mehr auf, die nicht innerhalb von sechs Monaten korrigiert wird, muss der Arbeitgeber gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung eine formelle, tiefgehende Entgeltbewertung durchführen und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten.
  • Strengere Haftung und Beweislast: Werden die Transparenzpflichten verletzt, kehrt sich vor Gericht die Beweislast um: Dann muss das Unternehmen beweisen, dass keine Diskriminierung vorlag. Zudem haben Betroffene Anspruch auf ungedeckelten, vollständigen Schadensersatz (inklusive Nachzahlungen und entgangener Chancen), und es drohen empfindliche, umsatzbasierte Strafen.

Konträre Ansichten der Sozialpartner

Die österreichische Umsetzung könnte dann noch etwas strenger ausfallen – das legen zumindest Reaktionen auf den besagten Begutachtungsentwurf nahe. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer spricht in einer Aussendung etwa von „nationalem Gold Plating“ und ortet „ein Bürokratiemonster für die Betriebe“. Nachdem nicht nur Österreich, sondern die Mehrheit der EU-Staaten die Richtlinie noch nicht umgesetzt hätten, fordert Neumayer überhaupt eine Überarbeitung dieser. „Wer Einkommensunterschiede nachhaltig reduzieren will, muss an den tatsächlichen Ursachen ansetzen. Zusätzliche Berichtspflichten schaffen keine gerechtere Bezahlung“, meint der IV-Generalsekretär.

Gänzlich konträr beurteilt man die Richtlinie und deren geplante Umsetzung wenig überraschend beim ÖGB. Dort will man per Aussendung „Mythen“ (also die Argumentation der politischen Gegenseite) entkräften und meint abschließend: „Die innerstaatliche Umsetzung der Richtlinie bietet die Chance, gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, die gleiche und gleichwertige Arbeit im Betrieb verrichten, zu erreichen, ohne jemandem etwas wegzunehmen, der bisher mehr verdient hat.“

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AI Summaries

Rick Free: Erster alkoholfreier Gin aus der Südsteiermark

  • Neben bekannten Marken wie Beefeater oder Hendrick’s Gin gesellen sich am Markt immer mehr Marken kleinerer GIN-Produzenten dazu.
  • Einer dieser Produzenten ist in Österreich der Hersteller Rick Dry Gin.
  • Recht ungewöhnlich: Zum Einsatz kommen neben klassischen Wacholder aus Tirol, auch Zitronen aus Kärnten.
  • Im Online-Shop wird der alkoholfreie Gin wie folgt beworben: „Rick Free ist ein komplexes zitruslastiges Destillat aus Orange, Zitrone, Grapefruit, Wacholder, Pfeffer und Ingwer.“
  • Die mediterrane Variante „Rick Gin Feel“ eignet sich am besten in Kombination mit Oliven.
  • Sie wurde bei den World Spirit Awards 2019 mit der begehrten Goldmedaille ausgezeichnet.

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  • Neben bekannten Marken wie Beefeater oder Hendrick’s Gin gesellen sich am Markt immer mehr Marken kleinerer GIN-Produzenten dazu.
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