13.05.2022

Aivy: Startup bietet HR-Lösung per Gamification-Ansatz

Aivy entwickelt Game-based-Assessments, anders gesagt, spielerisch verpackte psychologische Testverfahren, die von Unternehmen zur besseren Vorqualifizierung von Bewerbern genutzt werden können.
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Aivy, HR, Personallösung, Anstellen, talent erkennen,
(c) Aivy - Das Aivy-Team setzt auf spielerische Elemente im HR-Bereich.

Florian Dyballa (Wirtschaftspsychologe), Boas Bamberger (Psychologe), David Biller (Medieninformatiker) und Arbnor Raci (Informatiker) haben die spielebasierte Karriere-App Aivy entwickelt, mit der User:innen auf individuelle Weise ihre Fähigkeiten und Talente entdecken können. Durch das Spielen von wissenschaftlich fundierten, psychologischen „Challenges“ werden ihre Potenziale ausgewiesen und anschließend in ein individuelles Stärkenprofil eingetragen.

Aivy mit Zeitersparnis beim Assessment

Die Spiele sind unterteilt in die Themenfelder Interessen, Persönlichkeit und Fähigkeiten. Ein Minispiel dauert jeweils zwei bis drei Minuten und sei als Vorteil deutlich zeitsparender als herkömmliche Testverfahren wie zum Beispiel langwierige Fragebögen, meinen die Entwickler.

Aivy erstellt nach der Auswertung ein wissenschaftliches Dokument, das den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden kann. Unternehmen wiederum können die App innerhalb weniger Minuten auf ihrer Karrierewebsite und im Auswahlprozess integrieren, sodass sie bereits mit der Bewerbung objektive Informationen über die Stärken potenzieller Mitarbeiter:innen gewinnen, so die Idee.

Chancengleichheit fördern

Mit ihrer App will das Gründer-Quartett die Chancengleichheit fördern, da mit ihrem Gamification-Ansatz Angaben wie Alter, Geschlecht oder Herkunft in den Hintergrund rücken, wie sie sagen.

Das in Berlin ansässige HR-Tech-Startup hat 2020 bereits eine Finanzierung, über das Business Angel-Netzwerk von Companisto in Höhe von einer halben Million Euro lukrieren können.


Aivy ist am Montagabend zu Gast in der „Höhle der Löwen“ weiters dabei: VapoWesp, Nivilli, Mijasi und Nice Tarts.

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Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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