29.07.2020

Zwei Millionen Euro für die Förderung von Drohnen in Österreich

Im Jänner 2020 wurde AIRlabs Austria gegründet, welches Drohnenprojekte in Österreich vorantreiben soll und mit zwei Millionen Euro gefördert wird. Eine neue Partnerschaft mit der WKÖ soll auch KMU und Startups in das Projekt einbinden.
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von links nach rechts: Hannes Hecher (CEO Schiebel), Andreas Perotti (Director Marketing & Communications FACC), WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, LH NÖ Mikl-Leitner, WKÖ-Präsident Harald Mahrer. © WKÖ/MAREK KNOPP

Sei es die Überwachung kritischer Infrastruktur, die Schadesprüfung für Versicherungen, die Agrar- und Forstwirtschaft oder die rasche Zustellung von Medikamenten: Die potenziellen Einsatzgebiete von Drohnen sind vielfältig. Und ebenso groß ist das Marktpotenzial. So wird in einer Studie von Goldman Sachs etwa von einem Markt ausgegangen, der 100 Milliarden Dollar schwer ist – und weiter stark wächst, wie Joachim Edel, Managing Director von AIRlabs Austria, betont.

Eine Drohne der Firma Schiebel aus Niederösterreich. (c) Stefan Mey

AIRlabs Austria (das ist die Abkürzung für „Aeronautical Innovation & Research Laboratories Austria“) wurde erst im Jänner 2020 gegründet und ist ein „gemeinwohlorientiertes Innovationslabor“, das diverse Stakeholder zusammen bringt, um unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) in Österreich zu fördern. AIRlabs wird dabei im FTI-Luftfahrtprogramm „TAKE OFF“ des Innovationsministeriums (BMK) gefördert und von der FFG abgewickelt. Das Fördervolumen des BMK beläuft sich auf zwei Millionen Euro.

„Dadurch ermöglichen wir Testungen unterschiedlicher Drohnen-Anwendungen und machen diese Zukunftstechnologie sicherer und wettbewerbsfähiger“, sagt Magnus Brunner, Staatssekretär im BMK: „Das stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich.“ Eigentümer der AIRlabs Austria sind laut Firmenbuch Unternehmen wie die Frequentis AG (18,00%) und FACC (18,00%) sowie Forschungseinrichtungen wie FH Joanneum (34,00%), FH Kärnten (10,00%), TU Graz (10,00%) und das AIT (10,00%).

Drohnen sollen in der Wirtschaft landen

Dabei soll es nicht nur beim Testen und Ausprobieren bleiben. Daher wurde am 29. Juli eine Kooperation zwischen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und AIRlabs Austria bekannt gegeben – medienwirksam auf dem Flugfeld Wiener Neustadt, unter Anwesenheit der Niederösterreichischen Landesobfrau Johanna Mikl-Leitner.

Johanna Mikl-Leitner und Harald Mahrer mit dem autonomen Lufttaxi von EHang und FACC. (c) Stefan Mey

„Es geht dabei darum, aus der Forschung heraus konkrete Anwendungen zu schaffen. So schaffen wir Wertschöpfung und Jobs im Inland und stärken Österreichs Präsenz im Ausland“, sagt WKÖ-Präsident Harald Mahrer. Dem pflichtet Mikl-Leitner bei: Man wisse nicht, wie sich die Luftfahrt in den kommenden Monaten entwickeln werde – klar sei aber, dass Drohnen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Und mit der Kooperation könne die Innovationskraft Österreichs und somit die heimischen Unternehmen gestärkt werden.

Startups und KMU sollen mitmischen

Harald Mahrer: Das WKÖ-Projekt „Neues Ermöglichen“ soll mehr Innovation in die Betriebe bringen. (c) Stefan Mey

Denn geht es nach Mahrer und Mikl-Leitner, dann sollen auch mittelständische Unternehmen (KMU) in das Drohnengeschäft eingebunden werden – und auch Startups, wie Mahrer dem brutkasten im Rahmen der Veranstaltung sagt. Hier wollen die Kooperationspartner gemeinsam die Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft, also zwischen Theorie und Anwendung, schlagen.

Dabei ist diese Kooperation Teil eines größeren Plans der WKÖ mit dem Namen „Neues Ermöglichen“: Diese Initiative soll Innovation in Betrieben erleichtern und anstoßen. Vor allem KMU sollen hier die nötige Umgebung bekommen, um innovative Ideen ausprobieren zu können. Ansprechpartner für Betriebe, die ihre Projekte erproben wollen, ist dabei die Wirtschaftskammer.

Österreich, die Luftfahrt-Nation

Hannes Hercher (re.), CEO von Schiebel: 300 Mitarbeiter in Österreich. (c) Stefan Mey

Einen guten Nährboden für die Drohnen-Strategie hat Österreich jedenfalls so oder so schon mal. Dies zeigt sich etwa bei FACC, welches gemeinsam mit dem chinesischen Anbieter EHang an einem autonom fliegenden Lufttaxi arbeitet. Andreas Perotti, Director Marketing & Communications bei FACC, erwartet sich dementsprechend einen weiteren Boost von der Kooperation.

Ähnlich sieht das Hannes Hecher, CEO des niederösterreichischen Drohnenherstellers Schiebel: Er sieht das Konsortium als „einen wichtigen Schritt für die unbemannte Luftfahrt in Österreich“. In den 1990ern gegründet, beschäftigt Schiebel mittlerweile 300 Mitarbeiter in Österreich, über tausend weitere Personen sind in Zulieferbetrieben tätig.

„Die Möglichkeit mit allen relevanten Stakeholdern in der Branche in engen Austausch zu treten, ist eine große Chance für die gesamte österreichische unbemannte Luftfahrtindustrie“, sagt Schiebel: „Vor allem die Erschließung weiterer Testgebiete unter Einbindung der Luftfahrtbehörden wird die Entwicklung der unbemannten Luftfahrt in Österreich weiter fördern.“

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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
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AI Summaries

Zwei Millionen Euro für die Förderung von Drohnen in Österreich

  • AIRlabs Austria wurde erst im Jänner 2020 gegründet und ist ein „gemeinwohlorientiertes Innovationslabor“, das diverse Stakeholder zusammen bringt, um unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) in Österreich zu fördern.
  • AIRlabs wird dabei im FTI-Luftfahrtprogramm „TAKE OFF“ des Innovationsministeriums BMK gefördert und von der FFG abgewickelt.
  • Das Fördervolumen des BMK beläuft sich auf zwei Millionen Euro.
  • Eigentümer der AIRlabs Austria sind laut Firmenbuch Unternehmen wie die Frequentis AG (18,00%) und FACC (18,00%) sowie Forschungseinrichtungen wie FH Joanneum (34,00%), FH Kärnten (10,00%), TU Graz (10,00%) und das AIT (10,00%).
  • Am 29. Juli wurde eine Kooperation zwischen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und AIRlabs Austria bekannt gegeben – medienwirksam auf dem Flugfeld Wiener Neustadt, unter Anwesenheit der Niederösterreichischen Landesobfrau Johanna Mikl-Leitner.
  • Geht es nach Mahrer und Mikl-Leitner, dann sollen auch mittelständische Unternehmen (KMU) in das Drohnengeschäft eingebunden werden – und auch Startups, wie Mahrer dem brutkasten im Rahmen der Veranstaltung sagt.

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Zwei Millionen Euro für die Förderung von Drohnen in Österreich

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  • Eigentümer der AIRlabs Austria sind laut Firmenbuch Unternehmen wie die Frequentis AG (18,00%) und FACC (18,00%) sowie Forschungseinrichtungen wie FH Joanneum (34,00%), FH Kärnten (10,00%), TU Graz (10,00%) und das AIT (10,00%).
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