18.07.2023

AI-Tool baut ganze Websites auf Basis von Prompts

Webdesign kann zu einer zeitintensiven Hürde werden. Mithilfe einer Anwendung soll die komplette Erstellung der eigenen Firmenwebsite größtenteils automatisiert werden.
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Foto: Unsplash/KOBU Agency

Praktisch jedes Unternehmen vom Startup bis zum Großkonzern muss im Netz mit der eigenen Webseite vertreten sein – sei es aus Marketing- oder Verkaufszwecken. Um den Prozess vom Konzept bis zur fertigen Webseite zu vereinfachen, hat Wix ein passendes AI-Tool entwickelt, wie TechCrunch berichtet.

Dieser AI Site Generator soll anhand von Angaben durch Nutzer:innen die optischen und funktionalen Vorstellungen erfüllen.  Somit sei für die Startseite, Unterseiten, Texte, Bilder aber auch geschäftsspezifsche Bereiche gesorgt – das Ganze auch SEO-optimiert.

Text zu Website

Durch ein Interface, das einem Chatbot ähnelt, nimmt das Tool prompts bzw. Aufforderungen entgegen. Mit einer Reihe von Fragen über die Art der Website und des Geschäfts versucht es die gewünschte Vorstellung mithilfe von internen und externe KI-Systemen zu realisieren.

Die eigene KI von Wix kümmert sich um das Design und die Bilder, ChatGPT um den Text. Abhängig von den Anforderungen der Kund:innen sollen automatisch Komponenten für E-Commerce, Terminplanung, Essensbestellungen oder Veranstaltungstickets eingebaut werden können. Dies unterscheide Wix laut eigener Angabe auch von der Konkurrenz.

Durch den Website-Generator soll die Website zum Inhalt passen und nicht der Inhalt zur Website, heißt es. Um einen echten Mehrwert für Unternehmen zu liefern, habe man laut Wix-CEO und Mitbegründer, Avishai Abrahami, viele Tests durchgeführt und einige Nutzer:innen befragt. Wann die neue Anwendung verfügbar ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Mehr zur Entwicklung von KI-Modellen und neuen Anwendungen finden Sie hier.

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Howie
© Suchart Wannaset - Ewa Lenart von Howie.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich (11.9.2026) nach Erhalt eines Statements von Gründerin Ewa Lenart ergänzt.

„Ein Unternehmen mit 300 Ingenieurinnen und Ingenieuren gibt im Durchschnitt zwischen 1,8 und 36 Millionen Euro pro Jahr für die manuelle Informationsbeschaffung aus“, erklärt Ewa Lenart, Gründerin des Wiener Startups Howie, vergangenes Jahr. Ihr Unternehmen könne helfen, die Kosten dafür zu halbieren.

„AI Copilot for the Built Environment“

Dazu positionierte Howie sich als „AI Copilot for the Built Environment“. Die KI-gestützte Plattform für die Bau- und Immobilienbranche bereitet unter anderem Texte, Bilder und Konstruktionszeichnungen mit großen Datenvolumina auf. Dabei nutzt sie LLMs, um Muster in den Daten, etwa auch aus Berichten, E-Mails, Bildern und Zeichnungen, zu erkennen.

Zwei Investmentrunden 2025

Mit dem Konzept konnte Howie vergangenes Jahr mehrere Investoren überzeugen. Im März und im November 2025 verkündete das Unternehmen jeweils eine sechsstellige Finanzierungsrunde. Dabei dürfte es sich um Wandeldarlehen gehandelt haben: In den öffentlich einsehbaren Firmenbuch-Daten sind die Finanzierungsrunden nämlich in den Beteiligungsverhältnissen nicht ablesbar. Zudem holte Gründerin Lenart vergangenes Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Startups beim brutkasten „Innovator of the Year“.

Konkursantrag – keine Details von Kreditschutzverbänden

Doch nun brachte das Startup einen Konkursantrag ein, wie die heimischen Kreditschutzverbände übereinstimmend berichten. Konkrete Informationen dazu liegen aktuell bei keinem der Verbände vor. Sollten die Investments tatsächlich in Form von Wandeldarlehen erfolgt sein, würde ihre Summe in die Passiva fallen.

Gründerin Lenart: Zwei Investments nicht rechtzeitig abgeschlossen

Auf brutkasten-Anfrage meldete sich Gründerin Ewa Lenart mit einem Statement zur Insolvenz. Man sei in einem „technisch sehr anspruchsvollen und noch relativ jungen Markt“ tätig, und habe in den vergangenen zwei Jahren ein starkes, wachsendes Interesse von weltweit führenden Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen verzeichnen können. „Gleichzeitig erwiesen sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in der Bau- und Immobilienbranche als länger und kapitalintensiver, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir waren daher auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die nächsten kommerziellen Meilensteine zu erreichen“, so die Gründerin.

Während der jüngsten Finanzierungsrunde habe man zwei Term Sheets mit etablierten Investoren unterzeichnet. „Letztendlich wurde jedoch keine der beiden Transaktionen innerhalb des Zeitrahmens abgeschlossen, den das Unternehmen benötigte“, schreibt Lenart. „Wir haben zudem ein deutlich schlankeres und stärker kundenfinanziertes Betriebsmodell geprüft, konnten die daraus resultierende Liquiditätslücke aber nicht rechtzeitig schließen.“

Weiterführung steht noch im Raum

Doch Lenart fügt an: „Die zugrunde liegende Marktthese ist aus meiner Sicht nach wie vor sehr stark. Als wir Howie gründeten, befanden sich KI-native Workflows für die Baubranche noch in einer sehr frühen Phase. In den letzten zwei Jahren haben sich die Investitionen und die Adaption in diesem Bereich deutlich beschleunigt.“ Man sehe weiterhin Interesse von Kunden und Branchenakteuren an Howie und seiner Technologie. „Ob und in welcher Form Teile des Unternehmens oder des Produkts fortbestehen werden, hängt nun vom Insolvenzverfahren ab“, so die Gründerin.

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