Webdesign kann zu einer zeitintensiven Hürde werden. Mithilfe einer Anwendung soll die komplette Erstellung der eigenen Firmenwebsite größtenteils automatisiert werden.
Praktisch jedes Unternehmen vom Startup bis zum Großkonzern muss im Netz mit der eigenen Webseite vertreten sein – sei es aus Marketing- oder Verkaufszwecken. Um den Prozess vom Konzept bis zur fertigen Webseite zu vereinfachen, hat Wix ein passendes AI-Tool entwickelt, wie TechCrunch berichtet.
Dieser AI Site Generator soll anhand von Angaben durch Nutzer:innen die optischen und funktionalen Vorstellungen erfüllen. Somit sei für die Startseite, Unterseiten, Texte, Bilder aber auch geschäftsspezifsche Bereiche gesorgt – das Ganze auch SEO-optimiert.
Text zu Website
Durch ein Interface, das einem Chatbot ähnelt, nimmt das Tool prompts bzw. Aufforderungen entgegen. Mit einer Reihe von Fragen über die Art der Website und des Geschäfts versucht es die gewünschte Vorstellung mithilfe von internen und externe KI-Systemen zu realisieren.
Die eigene KI von Wix kümmert sich um das Design und die Bilder, ChatGPT um den Text. Abhängig von den Anforderungen der Kund:innen sollen automatisch Komponenten für E-Commerce, Terminplanung, Essensbestellungen oder Veranstaltungstickets eingebaut werden können. Dies unterscheide Wix laut eigener Angabe auch von der Konkurrenz.
Durch den Website-Generator soll die Website zum Inhalt passen und nicht der Inhalt zur Website, heißt es. Um einen echten Mehrwert für Unternehmen zu liefern, habe man laut Wix-CEO und Mitbegründer, Avishai Abrahami, viele Tests durchgeführt und einige Nutzer:innen befragt. Wann die neue Anwendung verfügbar ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Mehr zur Entwicklung von KI-Modellen und neuen Anwendungen finden Sie hier.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle
Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.
Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.
Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße
Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.
(c) 2nd Cycle
„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.
Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.
Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“
Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“
Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.
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