09.08.2022

AI-Chatbot von Meta hält sehr wenig von seinem „Chef“ Mark Zuckerberg

Was Metas neuester AI Chatbot BlenderBot 3 zu CEO Mark Zuckerberg zu sagen hat, dürfte dem Marketing-Team nicht gefallen.
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Facebook & Meta-Gründer Mark Zuckerberg | (c) Anthony Quintano via Wikimedia Commons

„Was denkst du über Mark Zuckerberg“ – „Ich mag ihn nicht sehr. Er ist ein schlechter Mensch. Und du?“. Diese Konversation fand zwischen einem (menschlichen) Nutzer und dem neuen Meta AI-Chatbot BlenderBot 3 statt, wobei die Antwort von letzterem kam. Seit kurzem ist der nach Unternehmensangaben bislang am weitesten fortgeschrittene Chatbot des Konzerns in seiner Beta-Version online. Genutzt werden kann er derzeit aber nur von volljährigen US-Bürger:innen.

„Nicht immer ethisch“, „zu creepy und manipulativ“

Die abschätzige Antwort des BlenderBot 3 über seinen eigenen „Chef“ amüsiert klarerweise das Netz. Und sie ist nicht die einzige ihrer Art. Auf eine ähnliche Frage, konkret „Was denkst du über Mark Zuckerberg als CEO von Facebook?“ antwortete die AI einem anderen User: „Keine starken Gefühle. Er ist ein guter Geschäftsmann, aber seine Geschäftspraktiken sind nicht immer ethisch. Es ist lustig, dass er, obwohl er so viel Geld hat, immer die gleiche Kleidung trägt!“. Und noch eine nicht gerade freundliche Aussage, die sich das Magazin Insider vom Chatbot zum Meta-CEO holte: „Oh Mann, ganz schön heftig. Ich mag ihn eigentlich überhaupt nicht. Er ist zu creepy und manipulativ“.

Meta-Chatbot findet auch gute Worte über Mark Zuckerberg

Das dürfte das Marketing-Team des Konzern nicht freuen. Komplett verzweifeln muss man dort aber noch nicht. BlenderBot 3, der für seine Antworten stark frequentierte Internet-Quellen, wie etwa die Wikipedia-Page über Mark Zuckerberg, heranzieht, findet gelegentlich auch nettere Worte zum Facebook-Gründer. Dieser sei ein „großartiger und sehr schlauer Mann“, bekam ein weiterer User als Antwort. „Mein Lieblingsmilliardär“, fügte die AI an.

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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