10.09.2020

Was ist Affiliate Marketing und wie können Startups es nutzen?

Auch Startups können sich via Affiliate Marketing ein Vertriebsnetzwerk ohne Fixkosten aufbauen. Dabei helfen bestehende Affiliate-Netzwerke - oder man baut so wie das Startup Lifestylebox ein eigenes System.
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Affiliate Marketing
(c) Adobe Stock / VectorMine

Das Konzept von Affiliate Marketing gibt es schon seit über 30 Jahren, doch hat es erst in letzter Zeit auch in der Startup-Welt an Bekanntheit gewonnen. Das Prinzip von Affiliate Marketing ist simpel: Promoter bekommen einen Link, den sie auf verschiedene Arten teilen können – auf Blog Artikeln, durch Soziale Netzwerke oder als Links unter Videos. Jedes Mal, wenn ein Kunde den Link klickt und einen Kauf tätigt, bekommt der Affiliate Partner eine Provision. Der Vorteil für die Unternehmen: Sie können ein Netzwerk an Promotern aufbauen, ohne Fixkosten zu haben.

So finden Startups ein Affiliate-Netzwerk

Wer nun als Startup in das Business mit Affiliate Marketing einsteigen will, kann sich an ein schon existierendes Netzwerk anschließen. Hierbei sind Awin oder Adcell die bekanntesten. Grundsätzlich unterscheiden sich die beiden Netzwerke nur von der Größe der Unternehmen, die sie aufnehmen. Adcell hat eine große Bandbreite an Unternehmen, die beitreten können, wobei sich Awin eher auf größere Firmen spezialisiert und eine genauere Potenzialanalyse von jeder Firma macht, die beitreten will.

Einen Mittelweg schafft Webgains, sagt Thomas Dirnhöfer, Affiliate Manager bei der Digitalmarketing-Agentur Xpose360: Ein bestehendes Netzwerk habe den großen Vorteil, dass sich innerhalb des Netzwerkes schon Promoter befinden. Dabei bekommt das Netzwerk eine Provision von jedem Kauf, die im Normalfall 30 Prozent der Provision des Promoters beträgt.

Alternative: Das eigene Affiliate-Netzwerk

Die andere Möglichkeit ist, sich selbst ein Affiliate-Netzwerk aufzubauen. Dies ist weit verbreitet unter Konzernen, die schon am Markt etabliert sind und einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Zum Beispiel betreibt Amazon ein eigenes Affiliate-Programm. Da ein Startup noch einen geringen Bekanntheitsgrad hat, wollen meist nur wenige Promoter dessen Produkt vermarkten.

Das Startup Lifestylebox (ehemals Freebiebox), hat hier eine pragmatische Lösung gefunden, um das Interesse von mehr Affiliates zu wecken: Zusätzlich zu der Provision für jeden Kauf bekommen Affiliates ein Fixum. Lifestylebox verwendet dafür ein eigenes Affiliate Programm und fokussiert sich überwiegend auf Influencer Marketing. „Unsere B2B Kunden nutzen das Affiliate Programm, um deren Verkäufe zu tracken und zu sehen, wie gut ihre Produkte bei uns abschneiden“, so Christopher Pollak, Geschäftsführer vom Startup Lifestylebox: „Somit ist das Affiliate Programm eine gute Möglichkeit, unseren B2B Partnern mehr Transparenz zu bieten.“

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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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AI Summaries

Was ist Affiliate Marketing und wie können Startups es nutzen?

  • Das Konzept von Affiliate Marketing gibt es schon seit über 30 Jahren, doch hat es erst in letzter Zeit auch in der Startup-Welt an Bekanntheit gewonnen.
  • Das Prinzip von Affiliate Marketing ist simpel: Promoter bekommen einen Link, den sie auf verschiedene Arten teilen können – auf Blog Artikeln, durch Soziale Netzwerke oder als Links unter Videos.
  • Jedes Mal, wenn ein Kunde den Link klickt und einen Kauf tätigt, bekommt der Affiliate Partner eine Provision.
  • Der Vorteil für die Unternehmen: Sie können ein Netzwerk an Promotern aufbauen, ohne Fixkosten zu haben.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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  • Das Konzept von Affiliate Marketing gibt es schon seit über 30 Jahren, doch hat es erst in letzter Zeit auch in der Startup-Welt an Bekanntheit gewonnen.
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