11.08.2015

A,B,C… Google! Der Suchmaschinen-Konzern heißt ab jetzt „Alphabet“

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© Google: Larry Page und Sergey Brin

Mit dieser Nachricht haben wohl die wenigsten gerechnet: Google Inc. wird durch Alphabet Inc. ersetzt. Damit hat Google Co-Founder Larry Page für eine weltweite Überraschung gesorgt. Die US-Suchmaschine erhält eine neue Unternehmensstruktur, für die eine neue Dachgesellschaft namens Alphabet gegründet werde – dies meinte Page in einer Mitteilung.

„Unser Unternehmen läuft heute gut, aber wir denken, dass wir es klarer und verantwortlicher machen können“, begründete Page die Umstrukturierung auf der Unternehmenswebsite. „Ich freue mich wirklich darauf, Alphabet als Chef zu leiten“, fügte er hinzu. Google-Mitbegründer Sergey Brin wird als Präsident der neuen Dachgesellschaft fungieren. Chef der Suchmaschine Google wird der derzeitige Vize-Präsident Sundar Pichai.

Damit möchte man flexibler agieren: Unter dem Dach von Alphabet können laut Page Geschäftsbereiche von Google, „die nicht wirklich zusammenhängen“, besser unabhängig voneinander geführt werden. „Bei Alphabet geht es um Geschäfte, die durch starke Führer und Unabhängigkeit florieren“.

Google ist in der Vergangenheit um eine Reihe von Tochterunternehmen gewachsen wie etwa das Medizinunternehmen Calico. Der Konzern verfolgt mittlerweile so unterschiedliche Projekte wie den Drohnen-Lieferdienst Wing, selbstfahrende Autos oder intelligente Kontaktlinsen für Diabetiker. Zugleich betreibt Google das Videoportal YouTube und ist Anbieter des Smartphone-Betriebssystems Android.

Alle unterschiedlichen Unternehmensbereiche sollen nun eigene starke Chefs bekommen, denen Page und Brin nach Bedarf zur Seite stehen wollen. Die Suchmaschine Google wird eine hundertprozentige Tochter von Alphabet, zu der unter anderem Android, YouTube, die Kartendienste und Google-Apps gehören werden.

Wann genau die Umstrukturierung vollzogen wird, wurde nicht mitgeteilt. In der Ankündigung hieß es lediglich, dass bis Ende des Jahres alle Google-Aktien automatisch in Alphabet-Aktien umgewandelt würden.

Mit der Umstrukturierung reagiert der Konzern offenbar auf Befürchtungen, der Internetriese Google könne seinen Zenit überschritten haben. Nach einem Allzeithoch Anfang 2014 verlor die Google-Aktie deutlich an Wert. Nach der Ankündigung der Umstrukturierung legte die Google-Aktie am Montagabend nach Börsenschluss im elektronischen Handel um mehr als fünf Prozent zu. Der Branchenexperte Bob O’Donnell, Chef der Beratungsfirma TECHnalysis Research, sagte, die Umstrukturierung bedeute, dass künftig jeder Unternehmensbereich auf sich gestellt sei und Ergebnisse liefern müsse.

Das bleibt Teil von Google:

  • Google Search
  • Google Advertising, also die Werbefenster
  • Google Maps
  • Google Apps
  • YouTube
  • Android

Diese Unternehmen werden ausgegliedert und gehören neu (neben Google) zu Alphabet:

  • Calico (Biotech-Forschung)
  • Nest (Smart-Home-Produkte)
  • Fiber (High-Speed-Internet-Service)
  • Investitionsgeschäft
  • X-Lab (dazu gehört das selbstfahrende (Google)Alphabet-Auto beispielsweise, oder der Drohnen-Lieferdienst)

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CEO und Co-Founder Larry Page, Bildquelle: Google, Artikel: Quelle

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Loxone
© Loxone - Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH.

Das oberösterreichische Tech-Unternehmen Loxone sah sich am Wochenende einer Cyberattacke gegenüber. Am Sonntag, dem 18. Oktober wurde der Angriff auf interne Unternehmenssysteme festgestellt und eigenen Angaben zufolge schnell reagiert und Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Loxone: „Systeme uneingeschränkt verwendbar“

„Wir haben umfassende Untersuchungen vorgenommen: Kundeninstallationen und die für deren Betrieb relevanten Online-Dienste sind nicht betroffen. Nutzerinnen und Nutzer der Loxone-Technologie können ihre Systeme weiterhin uneingeschränkt verwenden“, heißt es laut Aussendung.

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor von Loxone sei das Cloud-free-Prinzip: Die Miniserver, die zentralen Steuerungseinheiten der Gebäudeautomation, arbeiten lokal und eigenständig im jeweiligen Gebäude. Für ihren Betrieb benötigen sie weder eine Verbindung zu Servern von Loxone noch zum Internet. In der aktuellen Situation habe sich das als großer Vorteil erwiesen, denn ein Angriff auf Unternehmenssysteme von Loxone erreicht die Steuerung in den Gebäuden nicht, heißt es.

Aufklärung des Vorfalls im Gange

„Allein in Österreich werden laut Bundeskriminalamt durchschnittlich mehr als 1.200 Fälle pro Woche angezeigt. Unser Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit endet nicht bei unseren Produkten. Er zeigt sich gerade in Momenten wie diesen, in denen unser gesamtes Team verantwortungsvoll, konsequent und transparent mit einer fordernden Situation umgeht“, hält Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH, fest.

Mittels interner IT-Spezialisten sowie externer Cybersecurity-Experten und IT-Forensiker arbeitet Loxone an der vollständigen Aufklärung des Vorfalls und der Absicherung der Systeme. Die betroffenen Systeme wurden umgehend isoliert und die zuständigen Behörden informiert. Personen, deren Daten nachweislich betroffen sind, werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben direkt verständigt.

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