18.06.2019

Payment-Service: A1 kooperiert mit NÖ-Krypto-Startup Salamantex

Ein erweitertes Payment-Service-Angebot für Geschäftskunden von A1 soll vor allem Touristen aus dem asiatischen Raum bedienen. Dazu kooperiert der Mobilfunk-Marktführer mit dem Payment-Anbieter Concardis, dem Bezahl-Terminal-Anbieter Ingenico und dem niederösterreichischen Krypto-Startup Salamantex.
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A1 Payment: Kooperation mit Krypto-Startup Salamantex
(c) A1: v.l.n.r.: Stephan Schmidt, Head of Sales Ingenico, Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing, René Pomassl, CEO Salamantex

Im Alltag, also etwa im Supermarkt mit Bitcoin und Co. bezahlen können – das ist, sehr grob umrissen, das Ziel des Krypto-Payment-Startups Salamantex. Erst vor wenigen Tagen kündigte man dazu eine Kooperation mit dem Regisitrierkassen-Spezialisten (u.a.) Fiskaly aus Wien an – der brutkasten berichtete. Zugleich zog das Startup mit Sitz in Moosbierbaum (NÖ), wie nun bekanntgegeben wurde, einen deutlich größeren Kooperationspartner an Land. Mobilfunk-Marktführer A1 kooperiert für die Erweiterung seines Payment-Services für Geschäftskunden unter anderem mit Salamantex.

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Entgegenkommen für Touristen aus Asien

Zusätzlich arbeitet A1 mit dem Payment-Anbieter Concardis und dem Bezahl-Terminal-Anbieter Ingenico zusammen, um fortan an den über A1 Payment betriebenen Bezahl-Terminals die Bezahlung mit Alipay, WeChat Pay und Kryptowährungen zu ermöglichen. „Während das Bezahlen mit Handy oder Uhr (zB. Apple Pay, Garmin Pay) sich langsam in Österreich etabliert, haben wir bei der Akzeptanz von digitalen Währungen dringenden Aufholbedarf. Am Beispiel Tourismus sehen wir, dass insbesondere Gäste aus dem asiatischen Raum primär mit Alipay, WeChat Pay oder einem Coin bezahlen möchten“, wird Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing, in einer Aussendung zitiert.

Salamantex: Kein Wechselkursrisiko durch direkten Umtausch

Blockchain-Fachwissen sei dabei für Kunden ebenso wenig notwendig wie das Aufsetzen von Wallets oder Exchange Accounts, heißt es von A1 weiter. Das ist dem Service von Salamantex geschuldet, das mit dem Bezahlvorgang einen direkten Tausch in Euro durchführt und Kunden damit das Wechselkursrisiko nimmt. Dieses Feature bietet das Krypto-Startup übrigens auch bei seiner eigenen Terminal-Lösung.

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© Tom Jackson via Pexels

Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten, dass die ÖBB Postbus beim Forum Alpbach einen autonomen Bus testen wird. Der Regelbetrieb mit bis zu 100 fahrerlosen Fahrzeugen ist hierzulande frühestens ab 2028 geplant. Was in Österreich also noch Zukunftsmusik ist, wird in Kalifornien gerade in einer ganz anderen Dimension Realität: Schwere autonome Lkw dürfen dort ab sofort auf öffentlichen Highways getestet werden.

Ein Heimspiel mit Verspätung

Die Situation hatte bislang etwas Paradoxes: Auf autonomes Fahren spezialisierte Firmen wie Aurora und Kodiak entwickeln ihre Technologie direkt im Silicon Valley, durften ihre schweren Trucks aber lange nicht auf kalifornischen Straßen erproben. Aurora wurde 2017 von drei Veteranen der Selbstfahr-Branche gegründet, unter anderem ehemals bei Tesla und beim Google-Ableger Waymo. Kodiak wiederum hat sich auf autonome Sattelschlepper spezialisiert.

Fahrzeuge ab 10.001 Pfund Gesamtmasse waren vom Testbetrieb ausgeschlossen. Mit neuen Regeln, die am 28. April beschlossen wurden, ist damit Schluss. Kodiak hat rund um seinen Firmensitz in Mountain View, mitten im Silicon Valley, bereits erste Fahrzeuge auf die Straße geschickt.

Von führerlosen Trucks kann trotzdem noch keine Rede sein. Die Genehmigungen gelten vorerst nur für Tests mit Sicherheitsfahrer:in am Steuer. Kalifornien will das Ganze stufenweise angehen: Auf begleitete Tests soll die fahrerlose Erprobung folgen, ein kommerzieller Einsatz ist frühestens danach denkbar.

Texas war schneller

Dass Aurora und Kodiak überhaupt schon so weit sind, liegt an Texas. Dort waren die regulatorischen Auflagen für autonomes Fahren von Anfang an niedriger, weshalb beide Unternehmen ihr operatives Geschäft zunächst dort entwickelten.

Aurora fährt seit 2025 kommerziell und fahrerlos zwischen mehreren texanischen Städten, Kodiak startete im wenig befahrenen Permian Basin und ist mittlerweile ebenfalls auf öffentlichen Highways unterwegs. Die kalifornische Zulassung erlaubt es nun vor allem Kodiak, seine Systeme erstmals auch im eigenen Heimmarkt unter anderen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln.

Gewerkschaft sieht Jobs in Gefahr

Weniger Begeisterung für die neuen Regeln gibt es bei den Lkw-Fahrer:innen selbst. Die Gewerkschaft Teamsters California hat das für die Zulassung zuständige DMV (Department of Motor Vehicles) verklagt und will die Zulassung wieder kippen. Ihr Vorwurf: Die Behörde habe mögliche Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht ausreichend untersucht.

Die Unternehmen argumentieren umgekehrt mit mehr Effizienz und langfristig höherer Sicherheit. Am Ende steht die Frage, wer die amerikanische Logistik von morgen kontrolliert und was das für Fahrerjobs und die Milliarden bedeutet, die bereits in die Technologie geflossen sind.

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