14.11.2018

9Weine verkaufte im Oktober Adventkalender um 64.000 Euro

24 Tage, neun Weine. Das erwartet KundInnen im Adventkalender des Burgenländer Startups 9Weine. Und damit man an den anderen Tagen auch etwas im Kalender hat, sind noch Delikatessen und "Accessoires" dabei. Der Vorverkauf über die Crowdfunding-Plattform 1000x1000 lief gut.
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(c) 9Weine-Adventkalender
(c) 9Weine: Der Adventkalender

Eine Flasche Wein am Tag fällt laut Medizinern nicht mehr in die Kategorie „gesund“. Vielleicht liegt es daran, das das burgenländische Startup 9Weine für seinen Adventkalender mit neun Weinen vorlieb nahm. Vielleicht liegt es freilich auch am Namen des Startups. Man biete damit den „ersten wirklich professionellen Wein- und Genusskalender weltweit“, heißt es in einer Aussendung selbstbewusst. Wie immer will das Wein-E-Commerce-Startup mit seiner Sommelier-Expertise punkten. „Die Chance sich mit dem falschen Wein als Geschenk zu blamieren, ist riesengroß“, heißt es da. Man leiste entsprechende Abhilfe.

+++ Der smarte Weínshop: 9Weíne im Intervíew +++

64.000 Euro im Vorverkauf

Die Gründer Herbert Zerche und Michael Prünner haben sich für den Kalender ordentlich ins Zeug gehaut, wie aus der Aussendung hervorgeht. „Ein halbes Jahr Vorbereitung und Entwicklung stecken in diesem Produkt“. Bereits im September und Oktober lief ein Vorverkauf über die Crowdfunding-Plattform 1000×1000.at, bei dem rund 64.000 Euro hereinkamen. Die Kampagne habe „durch eine Großbestellung aus dem Handel vorzeitig beendet werden“ können. Nun vertreibt man den Kalender über den eigenen Shop und über Partner.

Köstlichkeiten und Accessoires im 9Weine-Adventkalender

Und was bekommt man an jenen Tagen, an denen nicht einer der neun Weine drinnen ist? Acht „kulinarischen Köstlichkeiten“ und sieben „Accessoires für jeden Genuss-Affinen“ sollen die vorwiegend österreichischen Weine ergänzen. Den Kalender gibt es übrigens in einer Classic und einer Premium-Version. „Hinter Premium verbergen sich einfach noch hochwertigere Spitzenweine, bis hin zum edlen Winzer Champagner“, heißt es vom 2015 gegründeten Startup.

⇒ Zur Page des Startups

Archiv: 9Weine CEO Michael Prünner im Video-Interview

Michael Prünner, der CEO von Neun Weine, im Live Gespräch über ihren smarten Wein-Shop, die aktuellen Produkt-KPIs, Umsatzzahlen uvm!

Gepostet von DerBrutkasten am Dienstag, 12. Juni 2018

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb

Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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