Am 21. Juni ist es wieder soweit. Startups können am längsten Tag des Jahres beim dritten 7Ventures Pitch Day 25.000 Euro Mediavolumen gewinnen. Morgen ab 18 Uhr wird die Challenge LIVE auf www.derbrutkasten.com übertragen.
Ein kurzer, knackiger Pitch muss reichen, um die Jury zu überzeugen. Dafür können die Sieger der Challenge Werbevolumen der Pro7Sat1 PULS4-Gruppe im Wert von 25.000 Euro gewinnen. Motivation genug, für die teilnehmenden Startups am 21. Juni um 18:00 Uhr, wenn die dritte Runde des 7Ventures Pitch Day stattfindet. Vom Brutkasten gibt es dazu morgen ab 18 Uhr einen Livestream.
(c) PULS4: Die Jury vlnr.: Markus Breitenecker, Eveline Steinberger-Kern, Daniel Zech und Werner Wutscher
In der Jury findet man diesmal nicht nur altbekannte Gesichter. Neu im Team sind Eveline Steinberger-Kern vom Green-Tech-Inkubator The Blue Minds Company und Business Angel Werner Wutscher, der als Vorstandsmitglied von respACT ein Spezialist für nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility ist. Für Startups im Umwelt- und Sozialbereich könnte der Pitch daher besonders spannend werden. Zum wiederholten Mal sind 7Ventures-Chef Daniel Zech und Pro7Sat1 PULS4-Geschäftsführer Markus Breitenecker in der Jury.
Die teilnehmenden Startups:
GetByrd: Paket-Versand-Assistent
Nuapua: revolutionäres Trinksystem
Viracube: Intelligente Gestaltung von Bewässerungssystemen
True Boxers: nachhaltige Männerunterwäsche
Stabylizr: Halterung für GoPro Kameras
Wie viele Sieger werden es diesmal?
Vorgesehen ist bei der Show eigentlich nur ein Sieger. Schon beim ersten Mal wurden es dann aber drei – Cosmeterie und Alpensepp bekamen jeweils 25.000 Euro Mediavolumen, PowUnity immerhin noch 5.000 Euro. Beim zweiten Mal blieb man dann im Rahmen: Nur andmetics räumte ab, bekam aber gleich noch einen Fix-Startplatz in der Show „2 Minuten 2 Millionen“, die direkt im Anschluss begann. Ob die Jury sich diesmal wieder nicht entscheiden kann, bleibt spannend.
2 Minuten 2 Millionen-Aufruf
Bis Ende Juli läuft die Bewerbungsphase noch für Startups, die bei der nächsten Zwei Minuten Zwei Millionen Startup-Show von ProSieben Sat1 Puls4 dabei sein wollen. Hier geht es zum Bewerbungsformular
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?
Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.
Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China
Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.
Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.
(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.
Ein Champion, der nicht auswandern muss
Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“
(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).
Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt.
Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen
Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds.
Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.
Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.
Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.
Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht
Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.
Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.
Was es jetzt braucht
Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.
Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden.
Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.
Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.
Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.