20.06.2016

7Ventures Pitch Day: 25.000 Euro für zwei Minuten

Am 21. Juni ist es wieder soweit. Startups können am längsten Tag des Jahres beim dritten 7Ventures Pitch Day 25.000 Euro Mediavolumen gewinnen. Morgen ab 18 Uhr wird die Challenge LIVE auf www.derbrutkasten.com übertragen.
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(c) PULS4: Die Jury

Ein kurzer, knackiger Pitch muss reichen, um die Jury zu überzeugen. Dafür können die Sieger der Challenge Werbevolumen der Pro7Sat1 PULS4-Gruppe im Wert von 25.000 Euro gewinnen. Motivation genug, für die teilnehmenden Startups am 21. Juni um 18:00 Uhr, wenn die dritte Runde des 7Ventures Pitch Day stattfindet. Vom Brutkasten gibt es dazu morgen ab 18 Uhr einen Livestream.

+++ Was das Pitch Deck können muss, um Investor und Publikum zu überzeugen +++

Neue Jury – neues Glück

(c) PULS4: Die Jury
(c) PULS4: Die Jury vlnr.: Markus Breitenecker, Eveline Steinberger-Kern, Daniel Zech und Werner Wutscher

In der Jury findet man diesmal nicht nur altbekannte Gesichter. Neu im Team sind Eveline Steinberger-Kern vom Green-Tech-Inkubator The Blue Minds Company und Business Angel Werner Wutscher, der als Vorstandsmitglied von respACT ein Spezialist für nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility ist. Für Startups im Umwelt- und Sozialbereich könnte der Pitch daher besonders spannend werden. Zum wiederholten Mal sind 7Ventures-Chef Daniel Zech und Pro7Sat1 PULS4-Geschäftsführer Markus Breitenecker in der Jury.

Die teilnehmenden Startups:

  • GetByrd: Paket-Versand-Assistent
  • Nuapua: revolutionäres Trinksystem
  • Viracube: Intelligente Gestaltung von Bewässerungssystemen
  • True Boxers: nachhaltige Männerunterwäsche
  • Stabylizr: Halterung für GoPro Kameras

Wie viele Sieger werden es diesmal?

Vorgesehen ist bei der Show eigentlich nur ein Sieger. Schon beim ersten Mal wurden es dann aber drei – Cosmeterie und Alpensepp bekamen jeweils 25.000 Euro Mediavolumen, PowUnity immerhin noch 5.000 Euro. Beim zweiten Mal blieb man dann im Rahmen: Nur andmetics räumte ab, bekam aber gleich noch einen Fix-Startplatz in der Show „2 Minuten 2 Millionen“, die direkt im Anschluss begann. Ob die Jury sich diesmal wieder nicht entscheiden kann, bleibt spannend.

2 Minuten 2 Millionen-Aufruf

Bis Ende Juli läuft die Bewerbungsphase noch für Startups, die bei der nächsten Zwei Minuten Zwei Millionen Startup-Show von ProSieben Sat1 Puls4 dabei sein wollen.  Hier geht es zum Bewerbungsformular 

+++ So viele Minuten nehmen sich Investoren fürs Pitch Deck Zeit +++

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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