10.10.2017

ContentExchange: „Big-Data in vollem Ausmaß nutzen“

Das slowenische Startup ContentExchange möchte eine Revolution der Online-Kommunikation mit Big Data herbeiführen. Um das finanzieren zu können, hat das Startup ine Crowdinvesting-Campagne auf CONDA gestartet. Im Interview erzählt Gründer Marijan Jurenec über die Hintergründe.
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IoT Forum CE
Das Team von ContentExchange.

ContentExchange bietet eine Plattform zum Cross-Advertising für Unternehmen. Mithilfe seiner Big Data Innovation soll die Online-Kommunikation der Unternehmen mit seinen Kunden revolutioniert werden. Im Mittelpunkt steht dabei das Matchen von Nutzern mit dem für sie relevanten Content im Internet. Der Brutkasten berichtete bereits über den Start der Crowdinvesting-Kampagne auf Conda.

Wieso ist ContentExchange ein attraktives Produkt für eine Crowdfunding-Kampagne? Warum wurde Crowdfunding als Finanzierungsart gewählt?

Alle großen Unternehmen nutzen heutzutage die Big Data der Besucher ihrer Webseite und werten diese Daten aus. ContentExchange setzt genau hier an und möchte auch den Usern die Möglichkeit geben, von diesem Vorgang zu profitieren. Das funktioniert über CONDA ganz einfach: Man kann über die österreichische Crowdinvesting-Plattform CONDA in das Startup investieren und somit von der Wertsteigerung des jungen Unternehmens profitieren.

Warum hapert es derzeit innerhalb vieler Unternehmen noch bei der Nutzung von Big-Data?

Die meisten Unternehmen haben einfach nicht die Kapazitäten oder Ressourcen, um Big Data in vollem Ausmaß zu nutzen. Auch das technische Know-how stellt viele vor eine Herausforderung. ContentExchange bietet hier eine revolutionäre und bisher einzigartige Lösung mit seinem innovativen Algorithmus. Mithilfe dessen werden die Nutzerdaten analysiert und ausgewertet, was nicht nur für große Medienunternehmen ein großer Vorteil ist, sondern jedem Unternehmen nützt. So erstellt ContentExchange die verschiedenen Nutzerprofile, die dann den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Damit wissen die ContentExchange Partner genauestens über die Interessen, Vorlieben und Bedürfnisse ihrer User Bescheid und können dieses Wissen einsetzen, um ihre Kunden zu gezielt mit relevantem Content anzusprechen. Die einzelnen Internetnutzer profitieren auf der anderen Seite von Werbeanzeigen, die genau ihrem Geschmack entsprechen.

Redaktionstipps

Welche Erfahrungen hat ContentExchange bei der Erhebung von Big Data mit Datenschutzrichtlinien gemacht? Auch im internationalen Vergleich?

Die Nutzerprofile, die basierend auf den Interessen der Internetnutzer erstellt werden, sind komplett anonym. Zudem werden alle Daten, die gespeichert beziehungsweie genutzt werden, gemäß der GDPR EU Richtlinie (= Datenschutz-Grundverordnung) behandelt.

Gibt es tatsächlich so etwas wie erwünschte Werbung, oder ist sie den meisten einfach lästig?

Durch personalisierte Werbeeinschaltungen wird sichergestellt dass jedem einzelnen User nur das angezeigt wird, was ihn oder sie auch tatsächlich interessiert, insofern werden diese Anzeigen nicht als Werbung im negativen Sinn wahrgenommen.
Werbung wird dann als lästig empfunden, wenn sie nicht den Wünschen bzw. Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers entspricht. Dann ist man genervt und hat das Gefühl man wird regelrecht zugemüllt. Dieses Problem umgeht ContentExchange, indem nur diejenigen Werbungen angezeigt werden, die für den jeweiligen Nutzer relevant sind und somit bei den Internetusern ein positives Gefühl zurücklassen.
Währenddessen profitieren die Unternehmen von den High Quality Usern. Denn dadurch, dass sich die Nutzer von den Anzeigen tatsächlich angesprochen fühlen und gerne drauf klicken, zeichnen sie sich am Ende durch eine höhere Interaktivität und Verweildauer auf der Seite aus. Somit können die Unternehmen insgesamt eine höhere Reichweite und Popularität aufbauen.

Was sind die Perspektiven für die Zukunft?

In Zukunft wird diese Art der Kommunikation die einzige relevante Art für Unternehmen sein, ihre jeweilige Zielgruppe zu erreichen und zugleich positives Feedback von den Kunden zu erhalten.

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NovaLabs
© NovaLabs - Gründer von NovaLabs: Christian Gubik und David Schweiger (v. l.).

NovaLabs ist ein steirischer Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln und hat seit der Gründung vor rund fünf Jahren den Umsatz jährlich verdoppelt: Allein heuer sollen 25 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so das Ziel.

NovaLabs: Drei Millionen Euro in neue Anlagen

Das Wachstum veranlasste die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert.

„Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Graz-Rudersdorf. Auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang wird die Produktion erweitert: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige und optional auch flüssige Produkte automatisiert in Stickpacks. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue Standbodenbeutel-Linie für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie einen Pick-and-Place-Roboter. Damit soll vor allem die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Produkten, insbesondere Kollagen, abgedeckt werden.

„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Die neuen Anlagen werden dem Unternehmen zufolge sukzessive in den kommenden Wochen geliefert beziehungsweise in Betrieb genommen. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein.

Neue Mischhalle

Auch am Grazer Hauptsitz wird erweitert: In die bestehende Produktion wird eine neue Mischhalle mit drei Anlagen integriert. Dort werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Kugelmischer mit einem Fassungsvermögen von rund 2.000 Litern. Zwei gegenläufig arbeitende Wellen würden dabei für eine gleichmäßige Durchmischung sorgen. Der Mischvorgang soll dadurch von bisher bis zu 20 Minuten auf rund 90 Sekunden verkürzt werden.

Dabei gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sagt Schweiger: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“ Das Gründer-Duo sieht darin auch einen Beleg für eine sich immer stärker professionalisierende Branche: „Was vor wenigen Jahren mit klassischen Fassmischern ausreichend war, genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.“

NovaLabs-Umsatz genährt durch Export

Bemerkenswert ist zudem, dass rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes mittlerweile im Export erzielt werden. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik.

Der Expansionskurs macht sich bei NovaLabs auch bei der Beschäftigung bemerkbar. Anfang des Jahres verfügte NovaLabs über 76 Mitarbeiter:innen. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen. Weitere Neueinstellungen sind bis Jahressende geplant.

„Je automatisierter und größer wir werden, desto wichtiger werden Menschen, die Prozesse verstehen, Anlagen beherrschen und unsere Strukturen mitentwickeln“, erklärt Schweiger. Für ihn und Co-Gründer Gubik ist die Millioneninvestition daher weniger Abschluss der jüngsten Expansion als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe, so die Geschäftsführer: „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis.“

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