11.03.2026
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25.000 Euro für grüne Innovationen: Die 2030 Green Academy geht in die nächste Runde

Die Suche nach unternehmerischen Lösungen für die Klimakrise geht weiter: Die 2030 Green Academy bringt österreichische Unternehmen in einem praxisnahen On-the-Job-Training zusammen – mit den Schwerpunkten Open Innovation und KI. Am Ende steht ein ausgereiftes Projektdesign für nachhaltige Lösungsansätze. Die besten Konzepte werden mit 25.000 Euro prämiert.
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Die Siegerehrung von der 2030 Green Academy 2025 (l.n.r.): Franz Borkovec (2030 Green BeteiligungsGmbH), Christian Tesch (oecolution), Vera Amtmann (BeResilient), Prof. Henry Sauermann (ESMT Berlin) Irene Schulte (GF IV Salzburg), Magdalena Sattler (Sigl Mühle GmbH), Prof. Marion Poetz (Copenhagen Business School), Justus Reichel (WKÖ), Elisabeth Kloiber-Obereder (B&R Industrial Automations GmbH), Julia Kutter (B&R Industrial Automations GmbH), Elisabeth Mayerhofer (What's Next Institute) | © Manuel Horn

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit zum entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit geworden ist, braucht es mehr als nur gute Absichten. Es braucht methodische Kompetenz und Mut zur Zusammenarbeit. Genau hier setzt die 2030 Green Academy an. Als Initiative der 2030 Green BeteiligungsgmbH verfolgt die Academy die Mission, durch Innovation, Kreativität und Technologie den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren.

Open Innovation und KI als grüner Hebel

Das Programm richtet sich an Startups, Scaleups, KMU und Industriebetriebe sowie Organisationen aus dem öffentlichen Bereich und NGOs mit Sitz in Österreich. Im Zentrum steht das Training-on-the-Job mit ausgewählten Expert:innen: Die Teilnehmer:innen arbeiten an realen Herausforderungen ihrer eigenen Organisation – von der CO2-Reduktion über nachhaltige Lieferketten bis hin zu Kreislaufwirtschaft und grünen Energiesystemen.

Dabei lernen sie, wie sie Open-Innovation-Methoden und Künstliche Intelligenz (KI) nutzen können, um Ideen nicht nur zu generieren, sondern auch erfolgreich umzusetzen. „Die 2030 Green Academy war für mich als Startup-Gründerin im Bereich Kreislaufwirtschaft ein echter Innovations-Booster. Das individuelle Coaching hat mir geholfen das Problem, das wir lösen wollen, klar zu definieren und damit unsere Projektidee auf ein neues Level gehoben. Durch den Austausch mit der unglaublich vielfältigen Gruppe habe ich wertvolle neue Perspektiven gewonnen. Auch die Integration von KI in Innovationsprozesse war super spannend und eröffnet mir als Startup-Gründerin ganz neue Möglichkeiten“, sagt Vera Amtmann, Co-Gründerin von BeResilient und Green-Academy-Teilnehmerin 2025.

Stipendien verfügbar

Die reguläre Teilnahmegebühr beträgt 1.000 Euro. Besonders spannend für Gründer:innen und Organisationen: Es gibt die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben, wodurch die Teilnahmegebühr komplett entfällt. Interessierte können dazu bei der Anmeldung im Feld Rabattcode einfach das Wort „Stipendium“ eingeben.

„Der Pioniergeist ist entscheidend – nicht das Budget. Dank der 2030 Green BeteiligungsgmbH, die das Programm als Initiatorin trägt und ermöglicht, können wir Stipendien vergeben, damit Gründer:innen, Startups und Organisationen, die wirklich etwas bewegen wollen, kostenlos teilnehmen können. Offenheit und Mut zur Innovation sind für uns die zentralen Voraussetzung“, sagt Elisabeth Mayerhofer, die das Programm im Auftrag der 2030 Green GmbH umsetzt.

Die 2030 Green Academy sucht Menschen mit Pioniergeist – egal ob mit oder ohne Vorwissen im Bereich Innovationsmanagement. „Obwohl ich nicht an einer eigenen firmenspezifischen Herausforderung gearbeitet habe, war meine Teilnahme an der 2030 Green Academy unglaublich bereichernd. Ich konnte am Innovationsprojekt eines anderen Teilnehmers mitarbeiten und dadurch nicht nur neue Methoden und Tools anwendungsorientiert kennenlernen. Selbst als jemand mit Erfahrung im Innovationsmanagement habe ich enorm profitiert – eine Teilnahme ist nicht nur eine tolle Lernchance, sondern auch ein top Innovationsprojekt-Coaching“, so Wolfgang Aigner von Meiberger Holzbau.

Wichtige Termine

Die Academy kombiniert digitale Lerninhalte mit intensiven Präsenzphasen in Wien:

  • 19. Juni 2026: Kick-off in Präsenz (Wien)
  • September & Oktober 2026: Mehrdimensionale Präsenztrainings und individuelles Coaching
  • Finale am 14. Oktober: Präsentation der Projektdesigns vor einer Expertenjury

Die besten drei Open-Innovation-Projektdesigns erhalten ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro, um die weitere Umsetzung zu beschleunigen.

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Female Start-up Funding Index - vlnr.: Lisa Fassl, Natascha Fürst und Florian Haas | (c) Viktoria Waba/brutkasten / Martina Trepczyk / brutkasten
vlnr.: Lisa Fassl, Natascha Fürst und Florian Haas | (c) Viktoria Waba/brutkasten / Martina Trepczyk / brutkasten

Es ist wieder soweit: Die halbjährliche Trilogie der EY-Reports zur Startup-Finanzierung in Österreich wird mit der gewohnten Hiobsbotschaft komplettiert. Während die allgemeine Investment-Statistik Zyklen unterliegt, die sich in der langfristigen Betrachtung durchaus aufwärts bewegen, zeigt sich beim Female Startup Funding Index, den EY gemeinsam mit Female Founders und Fund F herausbringt, immer das gleiche Bild: Verbesserungen und Verschlechterungen passieren im Prozentpunkt-Bereich auf konstantem Keller-Niveau.

94,9 Prozent des Kapitals an rein männliche Teams

Die konkreten aktuellen Zahlen: Von den statistisch erfassten 472 Millionen Euro Risikokapital für österreichische Startups im ersten Halbjahr 2026 flossen 94,9 Prozent an rein männliche Founding-Teams, gemischte Teams erhielten 4,8 Prozent des Kapitals und rein weibliche Teams lediglich 0,3 Prozent; der Frauenanteil unter den Gründer:innen von Startups mit Investment im ersten Halbjahr liegt bei nur 13 Prozent; nur drei der 95 für den Index analysierten Startups mit Finanzierung haben ein ausschließlich weibliches Founding-Team; und bei Finanzierungen über zehn Millionen Euro gibt es kein einziges Gründungsteam mit weiblicher Beteiligung.

Fassl: „Der Aufschwung hat ein Geschlecht“

„2026 ist das Kapital zurück: 472 Millionen Euro Risikokapital für Österreichs Startups, mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr, und so viele Finanzierungsrunden wie nie zuvor. Bei Frauen ist davon nichts angekommen. Während rein männliche Teams fast das gesamte Volumen einsammelten, gingen 0,3 Prozent des Geldes an rein weibliche Teams – rund 1,4 Millionen Euro im gesamten Halbjahr. Damit ist klar: Der Aufschwung hat ein Geschlecht“, kommentiert Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F und Co-Gründerin von Female Founders.

Dass die Schieflage auch in einem starken Marktumfeld bestehen bleibt, habe mehrere Gründe, analysieren die Studienautor:innen: Große Finanzierungsrunden würden häufig von etablierten Venture-Capital-Fonds getragen, die auf bestehende Netzwerke, frühere Investmenterfolge und bekannte Muster zurückgriffen. Gleichzeitig zeige sich seit Jahren, dass Gründerinnen insbesondere beim Zugang zu Investorennetzwerken und großen Wachstumsfinanzierungen häufiger auf Hürden stoßen. Genau diese späten Finanzierungsphasen hätten jedoch den größten Einfluss auf die Verteilung des investierten Kapitals. „Das Problem beginnt nicht erst bei der Finanzierung, wird dort aber besonders sichtbar“, kommentiert Florian Haas, Head of Startup bei EY Österreich.

Fürst: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ“

Wie oben erwähnt, liegt der Frauenanteil unter den Gründer:innen jener Startups, die erfolgreich eine Finanzierung erhalten haben, bei rund 13 Prozent (31 von insgesamt 248 Gründer:innen). Eine weitere Aufschlüsselung: Von den insgesamt 95 erfassten Startups mit Investment im ersten Halbjahr, deren Gründungsteam bekannt ist, haben 72 ein ausschließlich männliches Founding-Team (76 Prozent), weitere 20 ein gemischtes Team (21 Prozent) und lediglich drei ein rein weibliches Gründungsteam (3 Prozent). Dabei handelt es sich um Factorymaker, Faund Social Dating Club und Recruitiverse.

Natascha Fürst, CEO von Female Founders, leitet daraus ab: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ: Es gründen genug Frauen – das Problem ist, wer von ihnen ans Kapital kommt.“ Die Studie zeige kein Problem an der Gründungsbasis, sondern ein strukturelles Versagen des Kapitalmarkts. „Und das lässt sich nicht wegdiskutieren“, so Fürst.

Lisa-Marie Fassl legt nach: „Noch nie saßen so viele Frauen in finanzierten Gründungsteams wie jetzt: 13 Prozent. Und trotzdem floss fast das komplette Kapital an rein männliche Teams. Mehr Frauen am Tisch heißt offensichtlich nicht mehr Geld für Frauen. Wer glaubt, dass das der nächste Aufschwung von selbst reguliert, hat die letzten vier Jahre die Augen zugemacht. Es wird Zeit, dass wir aufhören, eine rationale, wirtschaftliche Diskussion emotional zu führen. Denn als Standort lassen wir Rendite auf dem Tisch liegen, nachweislich, Jahr für Jahr.“

Keine Frau in Gründungsteams mit Investments über 10 Mio. Euro

Konkret lag bei Startups mit Finanzierungen bis zu einer Million Euro der Gründerinnenanteil bei 17 Prozent. Bei Finanzierungen zwischen einer und zehn Millionen Euro waren acht der insgesamt 75 Gründer:innen Frauen (11 Prozent). Bei allen analysierten Finanzierungen über zehn Millionen Euro bestanden die bekannten Gründungsteams ausschließlich aus Männern.

„Dass Gründerinnen bei kleineren Runden sichtbar sind, bei größeren Tickets aber praktisch verschwinden, zeigt sehr deutlich, wo die größte Herausforderung liegt: beim Zugang zu Wachstumskapital. Dort entscheidet sich letztlich, welche Unternehmen zu internationalen Champions werden“, analysiert Florian Haas.

Health-Sektor sticht positiv heraus

Deutliche Unterschiede beim Gender Investment Gap zeigen sich übrigens auch im Branchenvergleich: Hier sticht vor allem der Health-Sektor heraus, in dem insgesamt 17 Startups eine Finanzierung erhielten. Dort lag der Frauenanteil bei knapp 23 Prozent. Unter den insgesamt 48 Gründer:innen dieser Unternehmen befanden sich elf Frauen. Demgegenüber weisen mehrere technologieintensive Bereiche keine einzige Gründerin unter den finanzierten Startups auf, darunter SpaceTech/NewSpace, FinTech/InsurTech, Education, DefenseTech sowie ClimateTech/GreenTech/CleanTech.

„Gerade der Bereich Health zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven in Gründungsteams zusammenkommen“, kommentiert Natascha Fürst. „Vielfalt ist kein Selbstzweck, sondern ein Innovationsfaktor. Unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel führen zu besseren Produkten, neuen Märkten und nachhaltigeren Unternehmen.“

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