16.03.2021

„2 Minuten 2 Millionen“-Juror Rohla: „Der schlechteste Pitch, den ich je gesehen habe“

In dieser Folge von "2 Minuten 2 Millionen" musste sich ein Startup harte Kritik anhören, während ein anderes bei der Fülle an Angeboten den Überblick zu bewahren hatte. Zudem lockten andere Gründer die Investoren mit einer Beteiligung an einem Segelschiff.
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2 Minuten 2 Millionen, HolyRecipe,
(c) PULS 4/Gerry Frank - Das HolyRecipe-Team musst trotz guter Geschäftsidee Kritik einstecken.
kooperation

Die ersten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Robert Leder und Jan Raufeiser. Mit ihren Kochboxen von HolyRecipe können ihre Kunden online aus einer Auswahl an Gerichten von unterschiedlichen Lokalen wählen und erhalten mit der Bestellung neben allen erforderlichen Zutaten auch das passende Kochvideo zugeschickt. So soll der leidenden Gastronomie geholfen werden. Die Forderung: 160.000 Euro für 20 Prozent Anteile.

Speisenzubereitung abgedreht

Aktuell besitzt HolyRecipe sechs Restaurants als Kooperationspartner, von denen jeweils rund fünf Speisen mit dem jeweiligen Koch als Video abgedreht wurden. Die Restaurants befinden sich bisher alle in Wien, das Startup liefert die Kochboxen allerdings Co2-neutral österreichweit.

Nicht alle Geheimnisse verraten

Die Sorge von Hotelier Bernd Hinteregger, dass Kunden einmal eine bestimmte Speise bestellen und dann mithilfe des Videokochs wüssten, wie und mit welchen Zutaten man es nachkocht, zerstreuten die Gründe mit einem Beispiel. In ihrer Kochbox würden zwar alle Zutaten drinnen sein, die man für das Nachkochen der gewählten Speise braucht, jedoch würden die Köche ihre „Geheimnisse“ nicht verraten. Die Zubereitung der besonderen Sauce oder sonstige Kniffe bleiben das Wissen des Restaurantkochs, werden aber etwa als fertiges Produkt mitgeliefert.

Als das geklärt war, gab es zweimal Unruhe im Studio, als die Gründer sich weigerten zu erzählen, wie viel Eigenkapital im Startup stecken würde. Auch dass sie nicht sagen konnten, wie viel es sie kostet einen Kunden zu akquirieren, missfiel den Juroren. Man sei erst seit kurzem online, so die Erklärung von Leder und Raufeiser.

Ärger bei „2 Minuten 2 Millionen“

Hinteregger zeigte sich darüber verärgert und stieg aus. Mediashop-Chefin Katharina Schneider stellte kritisch die Frage, was sich die Gründer nun von den Investoren erwarten. Und auf welcher Basis sie sich vorstellen würden, dass sie oder ihre Kollegen nun investieren sollten. Die Grundlage würde fehlen. Auch sie stieg aus.

Zahlen wichtig

Alexander Schütz, Gründer und CEO der Wiener C-Quadrat Investment Group, deutete an, dass die Kochboxen unter den Restaurantpreisen liegen müssten. Zudem sollten die Gründer beim nächsten Mal Zahlen parat haben. Auch er ging ohne Angebot.

Misstrauen statt Vertrauen erzeugt

Nachhaltigkeitsexperte Martin Rohla fand es gut, dass man die Gastronomie unterstütze, das Projekt sei interessant. Nach diesem Lob folgte allerdings herbe Kritik. Er bezeichnete den Auftritt von Raufeiser als „den schlechtesten Pitch, den er je gesehen habe“. Das habe beim ihm statt Vertrauen, Misstrauen erzeugt. Er denke nicht daran, einzusteigen, obwohl die Idee eine gute wäre.

Medienunternehmer und Aufsichtsrat des SOS-Kinderdorfs Stefan Piëch gesellte sich zuerst zum Lob der Idee dazu. Meinte dann aber, die Gründer wären eventuell zu früh dran. Kein Deal für HolyRecipe.

Sprossen-Snacks bei „2 Minuten 2 Millionen“

Sebastian und Fritz Rauer sind der Meinung, dass die Natur mehr kann als jedes Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparat. Als zweite bei „2 Minuten 2 Millionen“ setzen sie mit Rauers Sprössling auf Sprösslinge und produzieren daraus lange haltbare und gesunde Snackprodukte. Von Brokkoli- bis Alfalfa-Sprossen bieten sie in ihrem Produktportfolio Sprossenshots, Sprossenjoghurts und -riegel an. Die Forderung: 100.000 Euro für 20 Prozent Beteiligung.

(c) PULS 4/ Gerry Frank – Mediashop-Chefin Katharina Schneider und ihre Kollegen konnten das Kosten von Rauers Sprössling nicht sein lassen.

Der äußerst souveräne Pitch beeindruckte die „2 Minuten 2 Millionen“-Juroren gleich zu Beginn, die man danach nur noch am Kosten sah, während die Gründer ihre Idee näher erläuterten und ein Sprossen-Plädoyer hielten. „Sensationell“ nannte Schneider den Geschmack, „Wahnsinn“ stieg Schütz ins Lob mit ein.

Bald ein Millionenumsatz?

Die Gründer rechnen für 2021 mit einem Umsatz von 900.000 Euro, das Jahr darauf mit 1,5 Millionen Euro, wie sie auf Nachfrage erklärten. Danach meldete sich Markus Kuntke zu Wort. Der Trendmanager zeigte sich sprachlos und meinte, das Vater-Sohn-Team erfülle alles, was er sich von einem Startup wünsche. Er übergab das Billa-Ticket.

Die Angebotswelle beginnt

Schneider eröffnete den Angebot-Reigen: Sie bot exakt die geforderte Summe für 20 Prozent. Hinteregger legte nach und offerierte zusätzlich 50.000 Euro für zehn Prozent Anteile. Dagmar Grossmann, CEO von Grossmann Jet Service, wollte auch „on top“ von Schneiders Angebot mitmachen und schlug 50.000 Euro für acht Prozent vor. Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner zog sich freudig zurück, die Gründer hätten bereits, was sie wollten.

Alexander Schütz übertraf seine Vorgänger und bot 150.000 Euro für 25,1 Prozent, als sich Daniel Zech von 7 Ventures zuschaltete. Seine Forderung: 20 Prozent Beteiligung für 350.000 Euro Medien-Budget.

Klarer Weg der Gründer

Bei dieser Fülle an Angeboten berieten sich die Gründer hinter der Bühne und kehrten mit einem „Ja“ für Schneider wieder. An Grossman gerichtet schlugen die Gründer eine Beteiligung von fünf Prozent für 40.000 Euro vor. Die Investorin sagte umgehend zu. Zech allerdings bekam eine Absage. Deal für Rauers Sprössling.

Keile bei „2 Minuten 2 Millionen“

Danach kam Andreas Wimmer auf die „2 Minuten 2 Millionen“-Bühne. Er hat mit Top Stop eine Keilvorrichtung zum Blockieren von Rädern entwickelt, die handlich sein soll und als einfache Kompaktlösung daherkommt. Die Forderung: 150.000 Euro für 15 Prozent Beteiligung.

(c) PULS 4/ Gerry Frank – Bernd Hinteregger beim Testen des Top Stops.

Nach Anfangsschwierigkeiten gelang dem Gründer ein souveräner Pitch. Auch die Demonstration des Unterlegekeils gelang und zeigte die Vorteile von Wimmers Erfindung. Durch Griffe an der Seite ist es nicht mehr nötig, seine Finger unter das Rad eines Gefährts zu schieben. Zudem ist es möglich durch ein Schienensystem Top Stop millimetergenau anzupassen. Auch wenn Hinteregger seine leichten technischen Probleme hatte, gefiel den Juroren besonders die einfache Handhabe der patentierten Keilvorrichtung.

Deals, Deals, Deals…

Nach einem kurzen Exkurs in die Keilriemenphilosophie machte Haselsteiner das erste Angebot. Er forderte 26 Prozent für 150.000 Euro. Grossmann hingegen stieg mit 50.000 Euro für 20 Prozent ins Bieten ein. Zusätzlich stellte sie eine Business Angel-Funktion in Aussicht, inklusive Hilfe beim weltweiten Marketing. Schütz hielt sich beim Bieten zurück und riet dem Gründer Haselsteiners Angebot anzunehmen. Hinteregger argumentierte wortgleich und überließ Schneider das Wort.

Das kann ich allein!

Jene lobte das Produkt in hohem Maße, umgarnte Wimmer mit ihren Möglichkeiten des Mediashops und bot 50.000 Euro für zehn Prozent. Dem schloss sich Schütz als Partner plötzlich an und ergänzte das Angebot: Konkret bedeutete das eine Forderung von nochmal 16 Prozent Beteiligung für weitere 100.000 Euro. Was summiert exakt das Angebot von Haselsteiner widerspiegelte. Schneider stellte aber subtil klar, dass ihr Angebot auch individuell annehmbar wäre.

Wimmer dachte kurz nach und machte seiner Wunsch-Investorin ein Gegenangebot von 70.000 Euro für zehn Prozent. Danach verhandelten er und Schneider und einigten sich auf zwölf Prozent für die 70.000 Euro Kapital. Deal für Top Stop.

Schiffsangebot an die „2 Minuten 2 Millionen“-Investoren

Die nächsten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Daniel Kravina und Katharina Schaller. Im Sinne des Umweltschutzes und ein wenig alter Kunst huldigend „segeln“ die beiden ihren Kaffee. Der faire Kaffee von Brigantes wird direkt bei den Bauern in Zentralamerika gekauft und emissionsfrei und ressourcenschonend mit zwei historischen Segelfrachtern transportiert. Das Startup selbst plant ein hauseigenes Segelschiff, die Brigantes, zu restaurieren, um die Logistik zu Wasser zu stärken. Die Bohnen werden in der Toskana geröstet und anschließend an die Kunden geliefert. Die Forderung für den Kaffee: 500.000 Euro für 20 Prozent, inklusive Miteigentum am Schiff, dass über rund 100 Tonnen Ladekapazität verfügt.

Jeff Bridges kennt Projekt Brigantes

Das Startup erwirtschaftete bisher einen Umsatz von 150.000 Euro. Und machte Eindruck bei den Investoren, als Schiffsbauer und zugleich der Bruder des Gründers Oskar per Live-Schalte das genannte Schiff zeigte. In dieser Art ging es weiter. Kravina erzählte, dass Hollywood-Schauspieler Jeff Bridges ihr Produkt kannte und sogar einen Social-Media-Beitrag mit einem „Like“ versah. Der Oscar-Gewinner von 2010 (Crazy Heart) hatte einst auf einem Schwesternschiff einen Film gedreht und kam so in Bekanntschaft mit dem heimischen Startup.

(c) PULS 4/ Gerry Frank – Die Brigantes-Gründer holten sich Unterstützung mit einer Live-Schaltung.

Danach ging es um alternative Nutzungsmöglichkeiten für das Segelschiff. Die Gründer erklärten, dass sie touristische Aktivitäten bereits angedacht hätten und über 30 Personen für Tagestouren zu diversen Festivals mitnehmen könnten. Auch die Idee von Rohla ein Cafe namens Brigantes zu eröffnen, war den Foundern bereits durch den Kopf gespukt. Haselsteiner nannte das Startup ein idealistisches Projekt, stieg aber dennoch aus. Ihm folgten Schütz und Schneider, die beide lobende Worte über hatten. Dann meldete sich Daniel Zech zu Wort. Er verschenkte eine Verkaufsfläche im Start-up-Village, konkret in der Shopping City Süd und im Donauzentrum.

Zwei Angebote, die…

Hinteregger wollte die Gründer nicht ohne Angebot gehen lassen. Er versprach den Kaffee in seine Hotels aufzunehmen und bot für zehn Prozent Beteiligung 100.000 Euro. Schütz wollte sich erneut bei einem seiner Kollegen anschließen und machte exakt das gleiche Angebot.

… keine Chance haben

Rohla als letzter Juror sprang fulminant dazwischen. Er bot die geforderten 500.000 Euro für 20 Prozent – wenn die Due Dilligence passe. Dem stimmten die Gründer ohne Zögern zu. Deal für Brigantes.

Wein aus dem Granitfass

Die letzten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Robert Binder und Tobias Margreiter von Granbarell. Dabei handelt es sich um einen Wein, der im Granitfass gereift ist. Beide Gründer wurden von ihrem nahenden Auftritt kurzfristig informiert, da der eigentliche Teilnehmer für diesen Aufnahme-Slot an Corona erkrankte. Somit mussten sie mit einer sehr kurzen Vorbereitungszeit im Studio um ein Investment kämpfen. Die Forderung: 400.000 Euro für 20 Prozent.

(c) PULS 4/ Gerry Frank – Das Granbarrel-Duo mit ihren Granit-Fässern für Weinhaltung.

Der Vorteil eines Granitfasses gegenüber einem hölzernen wäre es, dass es kein Fremdaroma an den gelagerten Wein abgibt, und laut Gründern Säurespitzen geglättet werden. Was den Wein weniger sauer mache. Das genaue Geschäftsmodell beinhaltet, dass das Startup seine Steinfässer bisher 25 Winzern zur Verfügung stellt, die für Granbarrell den Wein produzieren. Schneider stellte die Frage, warum die Winzer den Wein für Granbarrel und nicht für sich selbst erzeugen sollten. Nach einer weiteren Verständnisfrage von Runtastic-Gründer Gschwandtner erklärte Wein-Experte Leo Hillinger, dass die Gründer ganz einfach Händler wären. Und Weine verkaufen würden, wo es Winzer nicht könnten.

Problem Handelsmarke

Hillinger meinte, der Steinwein sei gut, aber er wäre unsicher, ob der Endverbraucher den feinen Unterschied wirklich schmecken könne. Er stieg aus. Auch Gschwandtner verabschiedete sich ohne Angebot. Haselsteiner warf einen Aspekt ein, der ihm wichtig war und fürs Startup zum Problem wurde. Das besondere Erlebnis des Weintrinkens sei es, dass man wisse, wo er herkomme. Das würde mit Granbarrel als Handelsmarke nicht gehen. Er und Schneider blieben ebenso ohne Investmentvorschlag. Schütz sah es genauso. Kein Deal für Granbarrell.

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Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.

Michael Dobersberger im Gespräch mit brutkasten-Redakteurin Ann-Kathrin Salmen vor der Bay Bridge in San Francisco. © brutkasten

Ein Ökosystem für den Aufstieg

Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“

Die Teilnehmer:innen des GOUSA Kickoffs im Silicon Valley. © Michael Dobersberger

Das Mindset: Ja, wenn … statt Nein, weil …

Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.

Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.

Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler

Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.

Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“

Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.

Ein Großteil von Dobersbergers Arbeit besteht darin, Menschen miteinander zu vernetzen. © brutkasten

Die Matrjoschka-Logik beim Pitchen

Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.

„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.

Menschen investieren in Menschen

Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.

Dobersberger mit seinem ehemaligen indonesischen Diplomaten-Kennzeichen. Vor seiner Zeit in Amerika war er in Indonesien, Serbien und England tätig. © brutkasten
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