25.09.2025
KRITIK

123-Transporter verliert nach Beschwerden Partner

Es gibt seit einiger Zeit Aufregung rund um das niederösterreichische Transporter-Sharing-Startup 123-Transporter. Zuletzt sorgte im Juni die Kritik der Arbeiterkammer für Aufregung beim Unternehmen. Nun beenden zwei Partner die Kooperation und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) reichte drei Klagen gegen das Unternehmen ein.
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Matthias Pajek, Co-Gründer und Geschäftsführer von 123-Transporter, freut sich über die Kooperation mit Obi © Sabrina Kisa Juhasz
© Sabrina Kisa Juhasz - Matthias Pajek, Co-Gründer und Geschäftsführer von 123-Transporter.

Das Ternitzer Startup 123-Transporter stand bereits mehrfach in der Kritik. Vorgeworfen wurden ihm intransparente Abbuchungen, versteckte Kautionen oder unklare Zusatzkosten. Im Juni warnte die Arbeiterkammer (AK) vor unzulässigen Kontoabbuchungen nach GPS-Überwachung – brutkasten berichtete. Nun beenden zwei Kooperationspartner die Zusammenarbeit, wie orf.at vermeldet.

123-Transporter: Growth

123-Transporter verspricht in seinem Geschäftsmodell seinen Kund:innen, zu jeder beliebigen Uhrzeit an jedem beliebigen Tag innerhalb weniger Minuten online einen Lieferwagen mieten und dank digitalem Schlüssel direkt losfahren zu können. Dabei arbeitet das niederösterreichische Startup mit Flottenpartnern zusammen, die das Branding nutzen und sich um die Pflege der Fahrzeuge kümmern. 123-Transporter übernimmt Standortbestimmung, Ausleihprozess und Abwicklung.

Das Unternehmen wurde schnell größer – und war innerhalb weniger Monate nach Deutschland, Tschechien und in die Slowakei expandiert. Partner des Startups wurden unter anderem die Baumärkte OBI und Hornbach.

Während das Unternehmen also wuchs, so stieg jedoch auch der Unmut über die Bedingungen bei manchen Kund:innen. So berichtete  etwa „Der Standard“ im Sommer 2024 über unklare Preisangaben des Unternehmens und irreführende Versprechen. Außerdem dauere die Rückzahlung der Kaution oft mehrere Monate – zudem müsse man selbst aktiv werden und die Rückzahlung einfordern, hieß es damals.

Obi beendet Kooperation – Hornbach lässt Testlauf auslaufen

Nun beendet der Baumarkt Obi die Zusammenarbeit mit dem Ternitzer Unternehmen: „Und zwar zum rechtlich frühestmöglichen Zeitpunkt, das heißt zum 30. November 2025. Die bisherige Kooperation entspricht nicht den Erwartungen von Obi in Bezug auf die Ausgestaltung der Serviceangebote“, heißt es in einem schriftlichen Statement gegenüber noe.ORF.at.

Ein weiterer Kooperationspartner, Hornbach, führte mit dem Transport-Startup einen Testlauf durch, „bei dem Fahrzeuge des Startups gemietet werden konnten. Der Baumarkt plane nun jedoch „die Zusammenarbeit über den Testlauf hinaus nicht fortzusetzen“. Diese Entscheidung sei das Ergebnis interner Auswertungen über den gesamten Testzeitraum, schreibt der ORF.

3 Verbandsklagen

Zudem gab es im August weitere Vorwürfe gegen das Unternehmen. Dabei ging es darum, dass Kund:innen, wie erwähnt, nicht ausreichend auf die zu zahlende Kaution hingewiesen wurden und diese aktiv rückgefordert werden müsse.

Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) sei das unzulässig, weshalb man drei Verbandsklagen gegen das Unternehmen eingereicht hat. Alle drei Klagen seien nach wie vor anhängig, wird Petra Leupold, Leiterin der Abteilung Klagen beim VKI, weiters beim ORF zitiert: „Jedoch verzeichne man in letzter Zeit weiterhin kontinuierlich hohe Beschwerdezahlen, hunderte Menschen hätten sich wegen der Firma gemeldet. Häufen würden sich zuletzt Beschwerden darüber, dass das Unternehmen eigenmächtig Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rauchen im Auto festgestellt und dafür Strafen unrechtmäßig abgebucht haben soll.“

123-Transporter: Buchung in Österreich nicht möglich

Aktuell schreibt 123-Transporter auf seiner Homepage: „Achtung: Aufgrund technischer Probleme ist eine Buchung in Österreich aktuell nicht möglich.“ Buchungen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei können unterdessen durchgeführt werden.


Hinweis von der Redaktion: Eine brutkasten-Anfrage bei der Geschäftsführung von 123-Transporter zu den Entwicklungen ist erfolgt und wird nach etwaiger Beantwortung im Artikel ergänzt.

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Graph Therapeutics
© Graph Therapeutics

Das Biotechnologieunternehmen Graph Therapeutics hat eine Finanzierungsrunde über fünf Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird sie von der Pariser Venture-Capital-Gesellschaft Daphni, die sich dem bestehenden Investorenkreis mit SquareOne, Merantix Capital und NAVEC Investment Management anschließt.

Graph Therapeutics: Gesamtfinanzierung auf über 10 Millionen

Darüber hinaus erhält das Unternehmen nicht verwässernde Fördermittel von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Austria Wirtschaftsservice (AWS). Einschließlich dieser Mittel beläuft sich die bisher eingeworbene Gesamtfinanzierung von Graph Therapeutics auf mehr als zehn Millionen US-Dollar.

Graph Therapeutics entwickelt eine KI-gestützte Plattform zur Erforschung neuer Medikamente gegen entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine eigene Pipeline an Wirkstoffkandidaten weiter ausbauen. Gleichzeitig sieht sich Graph dank der bereits in klinisch relevanten Modellen validierten Technologie gut positioniert, um strategische Partnerschaften einzugehen und seine Plattform über Lizenzvereinbarungen auch anderen Pharma- und Biotechunternehmen zugänglich zu machen. Der Einstieg von Daphni soll diesen Wachstumskurs beschleunigen und die Entwicklung neuer Präzisionstherapien auf Basis der Analyse echter Patientenzellen vorantreiben.

Gründerteam mit Erfahrung aus anderem Biotech

Graph Therapeutics nutzt dabei eine KI-gestützte Plattform, die Daten aus lebenden Patientenzellen mit modernen Analyseverfahren kombiniert, um die Ursachen von Erkrankungen des Immunsystems besser zu verstehen. Das Gründerteam bringt dabei Erfahrung aus dem Biotech-Unternehmen Allcyte mit, das später von Exscientia übernommen wurde. Ziel von Graph ist es, neue Angriffspunkte für Medikamente sowie Biomarker zu identifizieren und so die Entwicklung präziserer Therapien für entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen zu beschleunigen.

„Unsere Plattform hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Wir gewinnen heute biologisch relevante Erkenntnisse, die unmittelbar in unsere eigenen Programme zur Wirkstoffentwicklung einfließen“, sagt Gregory Vladimer, Mitgründer und CEO von Graph Therapeutics. „Das Vertrauen von Daphni in unseren Ansatz ist ein starkes Signal, während wir die Investitionen in unsere Wirkstoffprogramme ausweiten. Mit ihrer Unterstützung und der unserer bestehenden Investoren verfügen wir sowohl über die notwendige Rückendeckung als auch über den Antrieb, Präzisionsmedikamente für entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen zu entwickeln und der Branche zu zeigen, dass die systematische Entschlüsselung von Immunfehlfunktionen in echten Patientenzellen die tatsächlichen Krankheitsursachen sichtbar macht.“

Für Sofia Dahoune, Partnerin bei Daphni, steht Graph exemplarisch für die nächste Generation von TechBio-Unternehmen: „Ein Unternehmen, in dem tiefgreifende technologische Innovation untrennbar mit exzellenter Forschung und Entwicklung verbunden ist und das von einem Team mit nachgewiesener Expertise in der Präzisionsmedizin geführt wird. Die Komplexität immunvermittelter Erkrankungen erfordert genau einen solchen integrierten Ansatz.“

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