100.000 Dollar Preisgeld: Visa startet Wettbewerb für Startup-Gründerinnen
Der Kreditkartenanbieter Visa hat mit seiner Startup-Initiative Visa Everywhere anlässlich des Weltfrauentags einen globalen Wettbewerb exklusiv für Gründerinnen gestartet. In den Kategorien FinTech und Social Impact sind jeweils 100.000 US-Dollar zu holen.
Visa hat eine Women’s Global Edition seines weltweiten Start-up-Programms Visa Everywhere Initiative (VEI) gestartet. In diesem Wettbewerb sind Gründerinnen auf der ganzen Welt eingeladen, Herausforderungen in den Kategorien FinTech und Social Business anzugehen.
Je Kategorie winkt ein Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar, ein Mentoring-Programm sowie Zugang zum weltweiten Partnernetzwerk von Visa. Darüber hinaus bekommen die Gewinner Tickets für das Eröffnungsspiel der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019.
Die Themen des Wettbewerbs
Konkret können Unternehmen mit mindestens einem weiblichen Gründungsmitglied sich mit den folgenden Inhalten bewerben:
Challenge 1 (FinTech): Wie kann die Lösung Ihres Unternehmens dazu beitragen Bezahl- und/oder Einkaufserlebnisse zu verbessern (auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene)?
Challenge 2 (Social Impact): Wie können Unternehmerinnen auf der ganzen Welt den sozialen Wandel vorantreiben, indem sie helfen, nachhaltige und gerechte Lebensgrundlagen zu schaffen und die lokale Wirtschaft zu stärken?
Teilnehmende Unternehmen werden nach Herkunft in sechs Regionen kategorisiert: Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Afrika/Nahost, Europa (ohne Frankreich) und Frankreich (Gastgeberland des Final-Events).
Finale in Paris zur Fußball-WM
Aus jeder Region wird pro Challenge je ein teilnehmendes Unternehmen zum Finale nach Paris eingeladen, das in der Eröffnungswoche der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019 stattfinden wird. Dort erhalten die Finalistinnen die Möglichkeit zum Networking mit Partnerunternehmen aus dem globalen Netzwerk von Visa. Außerdem nehmen sie an einem Live-Pitching-Event teil, bei dem die Gesamtsiegerinnen der VEI ermittelt werden.
Der genaue Zeitplan des Wettbewerbs:
Einreichungsstart: 6. März 2019
Bewerbungsschluss: 14. April 2019
Auswahl der Finalisten aus allen Regionen: Mai 2019
Weltweites Final-Event: 7. Juni 2019
Die Visa Everywhere Initiative existiert seit 2015. Das Programm wurde seitdem in 75 Ländern durchgeführt und hat mehr als 70 führenden Startups Preisgelder, Mentoring-Programme und Zugang zum weltweiten Partner-Netzwerk von Visa verliehen. Während die bisherigen Programme einen regionalen Fokus hatten, ist die aktuelle Initiative weltweit ausgelegt. Dabei werden Millionen von unterrepräsentierten Unternehmerinnen sowie die Unterstützung von Visa für Kleinst- und Kleinunternehmen in den Fokus gestellt.
Fünf Jahre Polestar in Österreich: Warum die schwedische Marke nicht laut sein muss, um gehört zu werden
Drei weiße Polestar vor der schwedischen Botschaft in Wien-Alsergrund, drinnen die schwedische Fahne: Polestar Österreich hat sein fünfjähriges Bestehen im Schwedenhaus gefeiert. Managing Director Matthias Schabetsberger erklärte im Gespräch mit brutkasten, warum sich die Marke als Challenger der Autoindustrie versteht, was skandinavischer Minimalismus mit “Quiet Luxury” zu tun hat und wie Polestar mit Startups zusammenarbeitet.
Fünf Jahre Polestar in Österreich: Warum die schwedische Marke nicht laut sein muss, um gehört zu werden
Drei weiße Polestar vor der schwedischen Botschaft in Wien-Alsergrund, drinnen die schwedische Fahne: Polestar Österreich hat sein fünfjähriges Bestehen im Schwedenhaus gefeiert. Managing Director Matthias Schabetsberger erklärte im Gespräch mit brutkasten, warum sich die Marke als Challenger der Autoindustrie versteht, was skandinavischer Minimalismus mit “Quiet Luxury” zu tun hat und wie Polestar mit Startups zusammenarbeitet.
Der Ort war kein Zufall. „Wir sind eine schwedische Marke”, sagte Schabetsberger vor den Gästen in der schwedischen Botschaft, wo Polestar in Kooperation mit der schwedischen Handelskammer seit Jahren regelmäßig zu Gast ist. Neben Design, Performance und Nachhaltigkeit zahlten die Markenwerte stark auf gesellschaftliche Werte ein, die in Skandinavien hoch gelebt würden: Inklusion, Vielfalt, Gender Equality.
Wie schwedisch das Unternehmen ist, machte er an Zahlen fest: Von den etwas mehr als 2.000 Mitarbeitern arbeiten mehr als zwei Drittel in Schweden. Entwickelt, abgestimmt und designt wird in Schweden, wo die Verbindung zur Schwestermarke Volvo nach wie vor eng ist. Entstanden ist Polestar vor rund zehn Jahren aus einem schwedischen Rennteam, mit einem klaren Bekenntnis zum reinen Elektroantrieb. “So wollen wir als kleine schwedische reine Elektroauto-Marke der Challenger sein für die große Automobilindustrie”, so Schabetsberger.
Der stellvertretende schwedische Botschafter Anders Lindgren nannte Polestar ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation den Übergang zur Elektromobilität in praktische Lösungen übersetzt. Die Erfahrung Schwedens zeige, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit einander verstärken.
“Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup”
Im Gespräch mit brutkasten zog Schabetsberger eine Parallele zur Gründerszene. Polestar sei ein junges Unternehmen: “Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup.” Diese Dynamik habe man bewusst gewählt, ebenso den Anspruch, Dinge anders zu denken als klassische Mitbewerber. Einen typischen Polestar-Fahrer gebe es nicht, die Marke sei über alle Altersklassen hinweg beliebt, mit einem relativ ausgeglichenen Anteil männlicher und weiblicher Kunden. Was sie verbinde: die Einstellung zur Elektromobilität und zu gesellschaftlichen Werten. Als skandinavische Marke sei Polestar Europas einzige rein elektrische Automarke.
Polestar ist darüber hinaus eng mit dem schwedischen Innovationsökosystem verbunden. In Göteborg ist Polestar Partner von MobilityXlab, einem Innovationshub am Lindholmen Science Park, der Tech-Startups mit Unternehmen wie Ericsson, Volvo Group und Zenseact zusammenbringt. Ursprünglich auf Mobilität und Konnektivität fokussiert, öffnet sich die Plattform seit September 2026 auch für weitere Industrien. Ausgewählte Startups arbeiten eng mit Polestar an Proofs of Concept, etwa für digitale Customer Journeys und das Erlebnis im Fahrzeug.
Quiet Luxury statt noch mehr Touchscreens
Auf die Frage nach dem Design antwortete Schabetsberger mit einem Begriff aus der Mode: Quiet Luxury. Für Polestar heiße das: “wir brauchen aus unserer Sicht nicht mehr, sondern besser”. Während viele Premiumhersteller im Innenraum mit Holz, Alu, Leder, vielen Lichtvarianten und immer mehr Bildschirmen arbeiten, gehe Polestar einen anderen Weg: klare Linien, reduziertes, funktionales Design. “Wir finden immer mehr Kunden, die in einer aufgeregten Welt mit ständig neuen Produkten und ständiger Veränderung genau dieses reduzierte Design, diesen Quiet Luxury schätzen.” Das Prinzip gelte auch für den Auftritt der Marke: “Man muss jetzt nicht unbedingt immer laut schreien, um gehört zu werden.”
Weniger Bildschirme heißt dabei nicht weniger Technologie. Beim neuen Polestar 4 SUV zieht mit Google built-in der KI-Assistent Google Gemini ins Auto ein. Dank der engen Partnerschaft mit Google ist dieser sukzessive auch in weiteren Modellen verfügbar. Funktionen wie Vehicle-to-Load und ein Camping Mode kommen per Software-Update. Die Transparenz, die Schabetsberger betont, hat eine Zahl: Für den Polestar 4 SUV weist Polestar den CO2-Fußabdruck bis zum Werkstor aus, 20,2 Tonnen CO2-Äquivalent bei der Rear-Motor-Variante. Bis 2030 will Polestar die Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug halbieren, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Und Polestar Charge bündelt mehr als 1,25 Millionen Ladepunkte in Europa über ein Konto, inklusive Tesla Supercharger.
Von drei auf 13 Standorte
Gestartet ist Polestar in Österreich mit einem Direct-to-Consumer-Modell und einem Polestar Space in der Wiener Herrengasse, später kamen Graz und Linz dazu. Im Vorjahr wurde das Modell erweitert: Online bestellen geht weiterhin, zusätzlich können Kunden bei regionalen Partnern in einem Agentursystem Probe fahren, kaufen und das Fahrzeug ausgeliefert bekommen. Die Zahl der Standorte wuchs von drei auf 13, von Dornbirn bis Wien.
Dahinter steht eine Marktbeobachtung: Traditionell seien Flottenkunden die Early Adopter gewesen, in den vergangenen zwölf bis 24 Monaten komme das Wachstum aber vor allem von Privatkunden und Kleinunternehmen. Um sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg zu erreichen, brauche es regionale Partner. Fünf Jahre nach dem ersten Polestar Space blickt Schabetsberger nach vorne, auf “weitere Jahrzehnte in enger Kooperation”.
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