30.01.2026
KOOPERATION

0100 Conference DACH 2026 bringt Private-Equity- und VC-Branche nach Wien

Die 0100 Conference DACH bringt im Februar führende Private-Equity- und VC-Investoren nach Wien. Im Fokus stehen AI, Robotik, Halbleiter und Defence und ihre Folgen für Fondsstrategien und Renditen.
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(c) 0100 DACH

Vom 25. bis 26. Februar 2026 trifft sich die Private-Equity- und Venture-Capital-Branche erneut in Wien zur 12. Ausgabe der 0100 Conference DACH. Die Veranstaltung bringt Investor:innen, Fondsmanager:innen und Entscheidungsträger:innen aus dem gesamten DACH-Raum zusammen, um über die strukturellen Veränderungen in den privaten Kapitalmärkten zu diskutieren.

Private Märkte im strukturellen Wandel

Inhaltlich rückt 0100 DACH 2026 die Frage in den Mittelpunkt, wie AI-getriebene Geschäftsmodelle, Robotik, Halbleitertechnologien und steigende Verteidigungsausgaben Fondsstrategien, Eigentümermodelle und langfristige Renditeerwartungen verändern. Diskutiert wird unter anderem, welche Rolle Secondaries, längere Fondslaufzeiten und Evergreen-Strukturen dabei spielen.

Zu den angekündigten Speaker:innen und Teilnehmer:innen zählen unter anderem Daisy Cai, General Partner bei B Capital, Jeremy Brown, Investment Principal und Climate Lead bei Anthemis, sowie Roland Dennert, Managing Partner von Cipio Partners, und viele mehr. Zudem sprechen Technologieexpert:innen, die Einblicke zu den Fokusthemen rund um AI, Deep Tech, Halbleiter, Robotik und Defense geben.

Wien als Treffpunkt für den persönlichen Austausch

0100 DACH 2026 richtet sich an LPs, GPs, Family Offices und institutionelle Investor:innen und setzt auf ein kuratiertes Format mit Panels, Hintergrundgesprächen und strukturiertem Networking. Erwartet werden mehrere hundert Teilnehmende aus dem deutschsprachigen Raum.

Hintergrund der Diskussionen ist laut den Veranstaltern ein verändertes Marktumfeld: Beteiligungen bleiben länger im Portfolio, klassische IPO-Exits sind seltener geworden, während M&A-Transaktionen und Secondaries an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig steigt der Kapitalbedarf in technologieintensiven Bereichen wie AI, Halbleiter und Defense. Vor diesem Hintergrund stehen Fonds unter Druck, ihre Modelle und Investitionszyklen neu zu justieren.

„Während AI, Deep Tech und Verteidigungstechnologien die Private Markets neu prägen, brauchen Investor:innen vertrauenswürdige, fokussierte Räume, um Perspektiven auszutauschen, Annahmen zu hinterfragen und gemeinsam Überzeugungen aufzubauen“, so Pavol Fuchs, CEO von Zero One Hundred Conferences, im Vorfeld der Konferenz.

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Das energiedigital Team mit Investor Ali Siddiqui (7. v.l.) © energiedigital

Bislang war das 2022 gegründete Grazer Startup energiedigital rein aus Eigenmitteln, Förderungen und Cashflow gewachsen. Nun hat das Team rund um die Gründer Martin Moser, Andreas Zobl und Stefano Coss erstmals externes Kapital aufgenommen. Wie der ORF Steiermark zunächst berichtete, steigt Ali Siddiqui, Vorsitzender der JS Bank in Pakistan bei dem steirischen Unternehmen ein. Aus dem Firmenbuch geht hervor, dass der neue Gesellschafter 50 Prozent der Anteile übernimmt. Über die genaue Summe der Seed-Runde wurde Stillschweigen vereinbart.

Fokus auf Spanien, Frankreich und UK

Der Kontakt in die Vereinigten Arabischen Emirate kam vor ca. einem Jahr über NEOS-Mitgründer Veit Dengler zustande, der sowohl mit dem Investor als auch mit Co-Founder Coss vernetzt ist. „Dieser Investor hat schon sehr viele Green-Tech-Investments getätigt und ein sehr großes Netzwerk“, erklärt Mitgründer Martin Moser im Gespräch mit brutkasten. Man hätte sich über mehrere Monate hinweg angenähert und schussendlich beschlossen zusammenzuarbeiten.

Das frische Kapital fließt nun in die Weiterentwicklung der Produkte und vorrangig in den Vertriebsausbau. Im Visier hat das aktuell zehnköpfige Team, das bis Jahresende auf 20 Mitarbeitende anwachsen soll, Märkte wie Spanien, Frankreich und Großbritannien.

„Low-hanging fruits“ ernten

Entscheidend für den Markteintritt sind rechtliche Rahmenbedingungen, der lokale Smart-Meter-Ausbau sowie die Verfügbarkeit dynamischer Stromtarife. „Deswegen ist zum Beispiel Deutschland nicht ganz vorne auf unserer Liste, weil die leider mit dem Smart-Meter-Ausbau noch weiter hinten sind“, so Moser.

Die beauftragte Marktstudie identifiziert Spanien, Frankreich oder auch England als attraktive Zielmärkte. Dort will man nun im nächsten Schritt „die Low-hanging fruits ernten“, erklärt Moser im Interview. Eigene Büros im Ausland sind vorerst nicht geplant, das Startup operiert weiterhin vom Grazer Standort aus.

Zwei Säulen im Geschäftsmodell

Hinter energiedigital steht ein eingeschweißtes Gründerteam: Martin Moser und Andreas Zobl arbeiten bereits seit 2005 zusammen, als sie die heutige quadratic GmbH (ursprünglich snowreporter Telekommunikationssysteme GmbH) gründeten. Das anfängliche Kerngeschäft mit Wetterstationen unter anderem auf Skipisten verlagerte sich im Laufe der Jahre zunehmend in den Energiebereich. Aus diesem strategischen Wandel heraus entstand schließlich die Tochtergesellschaft energiedigital.

Energiedigital finanziert sich über zwei Standbeine: Einerseits bietet das Startup eine Software-Lösung für die Verwaltung und Verrechnung von Energiegemeinschaften an. Dabei werden ein bis zwei Cent pro ausgetauschter Kilowattstunde verrechnet. Andererseits optimiert das Unternehmen Stromlasten bei Endkonsument:innen. Über Kooperationen mit Herstellern, etwa von Warmwasser-Boilern, und ein B2C-Abonnement sorgt das Startup laut eigenen Angaben dafür, dass Hardware dann Energie bezieht, wenn der Strom günstig ist.

Mit dem frischen Kapital im Rücken bereitet sich energiedigital bereits auf das nächste Wachstumskapitel vor: Laut Moser soll spätestens in zwei Jahren eine Series-A-Runde folgen.

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