refurbed-Co-Founder Kaminski: Right to Repair droht sehr zahnlos zu werden

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Beim European Forum Alpbach absolvierte refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski sein Alpbach-Debüt. Im brutkasten Talk spricht er über das Right to Repair, das nun schlagend wird. Die Idee des Gesetzes sei super, die Umsetzung, wie sie Österreich aktuell plant, aber „sehr zahnlos“: Ersatzteile sollen laut Gesetz zu einem „angemessenen Preis“ verkauft werden, eine offizielle Definition von angemessen fehle jedoch. Hersteller könnten die Preise dadurch hoch ansetzen, womit Reparatur wieder zur teuren Alternative werde. Kaminskis Vorschlag: Das teuerste Ersatzteil eines Produkts soll maximal 20 Prozent des Produktpreises kosten dürfen.

Für diese Anliegen ist Kaminski als stellvertretender Vorsitzender der European Refurbishment Association (Eurefas) auch in Brüssel aktiv, wo er kommende Woche Vertreter:innen der EU-Kommission trifft. Zudem engagiert er sich im Board von AustrianStartups für die europäische Rechtsform EU Inc. Aus politischen Gesprächen in Brüssel höre man allerdings, dass Österreich sehr stark dagegen sei, getrieben von „gewissen Arbeiterkammern und Kammern“. Kaminski appelliert an die heimische Politik, das Parteigeplänkel zu beenden und das große Ganze zu denken.

Bei refurbed selbst läuft das Jahr 2026 laut Kaminski „extrem gut“: Das Unternehmen wächst nach eigenen Angaben schneller als erwartet, hat seinen Footprint im Februar von zwölf auf 24 aktive Märkte in Europa ausgebaut und erreicht damit über 400 Millionen Kund:innen. Eine Finanzierungsrunde steht aktuell nicht auf dem Plan. Jungen Gründer:innen gibt Kaminski mit, Dinge auszuprobieren: „Lasst uns mehr Success Stories machen.“


Um diese Themen geht’s im Talk:

  • Alpbach-Debüt: Warum Kaminski heuer erstmals beim European Forum Alpbach dabei ist und was er sich von den Gesprächen erwartet
  • Right to Repair: Warum die österreichische Umsetzung aus seiner Sicht „sehr zahnlos“ ist und wie ein 20-Prozent-Deckel für Ersatzteile Abhilfe schaffen könnte
  • Lobbying in Brüssel: Wie er mit Eurefas die Perspektive der Refurbishment-Industrie bei der EU-Kommission platziert
  • EU Inc.: Warum Österreich die neue europäische Rechtsform aus seiner Sicht blockiert und was dabei am Spiel steht
  • Wachstumskurs: Wie refurbed von zwölf auf 24 Märkte expandiert ist und warum die Chipkrise dem Refurbished-Geschäft in die Karten spielt
  • Message an Gründer:innen: Warum Österreich „deutlich relevanter und größer“ ist, als man denkt, und es mehr Success Stories braucht

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