04.03.2026
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Women in Health IT stellt Vorstand neu auf – Irene Fialka wiedergewählt

Drei Neuzugänge aus KI, Biotech und Corporate Finance verstärken den Verein für Chancengleichheit und Digitalisierung im Gesundheitswesen. Das Ziel bleibt, den Gender (Health) Gap in Österreichs digitaler Gesundheitsversorgung und in den zuständigen Entscheidungsgremien zu schließen.
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W-HIT
© W-HIT - Der W-HIT Vorstand.

Wer entscheidet, wie Künstliche Intelligenz künftig in Österreichs Gesundheitswesen eingesetzt wird? Der gemeinnützige Verein Women in Health IT (W-HIT) setzt sich seit 2019 dafür ein, dass Frauen bei diesen Entscheidungen mit am Tisch sitzen.

Women in Health IT: Siebenköpfiger Vorstand

Bei der letzten Generalversammlung wurde ein siebenköpfiger Vorstand gewählt: Präsidentin Irene Fialka und drei weitere Vorstandsmitglieder wurden bestätigt, drei neue Mitglieder, darunter eine KI-Strategin, eine Biotech-Gründerin und eine Corporate-Finance-Expertin wurden gewählt.

Gemeinsam wollen sie die Positionierung von Frauen im Gesundheitsbereich stärken, internationale Partnerschaften ausbauen und digitale Gesundheitslösungen fördern, die auch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Versorgung berücksichtigen.

Irene Fialka wiedergewählt

Präsidentin Irene Fialka, Mitgründerin von Women in Health IT und langjährige Geschäftsführerin von INiTS und dem Health Hub Vienna, wurde zum zweiten Mal wiedergewählt. Ebenso bestätigt: Vizepräsidentin Marta Haustein (Senior Commercial Specialist, US-Botschaft in Wien), Finanzreferentin Gisela Ernst (Haslinger/Nagele Rechtsanwälte und Universität Wien, Spezialistin und Forscherin für Medizin- und Gesundheitsrecht) und Generalsekretärin Katharina Proske (Vertriebsleiterin Digitalisierung Healthcare, CANCOM Austria).

Neu im Vorstand ist Ann-Sophie Brenk als stellvertretende Generalsekretärin. Sie ist AI Business Lead bei der AI Factory Austria und will KI-Kompetenz gezielt in die Strategie des Vereins einbringen.

Simona Neubauer, COO und Mitgründerin des Wiener Biotech-Startups LoopLab Bio, verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Pharma- und Biotech-Industrie. Sie soll die Brücke zwischen Life Sciences und digitaler Innovation stärken.

Doris Nöhrer, geschäftsführende Gesellschafterin der Panthera GmbH, komplettiert das neue Team mit 20 Jahren Corporate-Finance-Erfahrung, Startup-Beratung und -Finanzierung sowie ihren Aktivitäten im Bereich Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich.

„Gender Health Gap ist real“

„Ich freue mich sehr, dass sich die Vielfalt unseres Netzwerks auch im Vorstand widerspiegelt. Bei Women in Health IT kommen Wissenschaftler:innen, Gesundheitspersonal, Startup-Gründer:innen, Vertreter:innen der Pharmaindustrie, Telekommunikation, Medizintechnik, der öffentlichen Hand, von Patient:innenorganisationen und weitere Stakeholder des Gesundheitswesens regelmäßig zusammen. Genau diese unterschiedlichen Blickwinkel brauchen wir, um das Gesundheitswesen in seiner ganzen Breite zu verstehen und wirklich besser zu machen“, sagt Irene Fialka.

Und sie ergänzt: „Der Gender Health Gap ist real. Frauen werden in der medizinischen Forschung, in Diagnosetools und in digitalen Gesundheitslösungen nach wie vor systematisch unterrepräsentiert. Unser Ziel als Verein ist es, das Bewusstsein dafür zu stärken.“

Deshalb positioniert W-HIT gezielt Frauen als Expertinnen bei Konferenzen und in Publikationen, vermittelt Wissen zu aktuellen Themen der Gesundheitsdigitalisierung und baut österreichische und internationale Netzwerke auf, wobei auch bewusst Männer als Verbündete eingebunden werden.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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