30.06.2025
BRUCH

Fermify: Gründerin von Gesellschafter:innen als Geschäftsführerin abberufen

Eva Sommer, Gründerin des Wiener Vegan-Käse-Startups Fermify, erhebt in Zusammenhang mit ihrer Abberufung Vorwürfe. Das Statement der Investor:innen fällt knapp aus.
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Eva Sommer / Fermify
Eva Sommer im Labor | (c) brutkasten / Viktoria Waba

„Käse ohne Milch: Wie Eva Sommer den Weltmarkt erobern will“ – so lautete der Titel der Coverstory des brutkasten-Printmagazins im Mai 2024. Im Zentrum des Artikels: Fermify-Gründerin Eva Sommer und ihre außergewöhnliche Biografie. Nachdem sie mit 15 die Schule abgebrochen hatte und mit 18 Mutter geworden war, schloss sie ein Biotechnologie-Studium ab und schaffte mit 31 den Millionen-Exit mit ihrem ersten Startup Peace of Meat mit Sitz in Belgien. Mit dem Wiener Vegan-Käse-Startup Fermify trat sie ab 2021 an, noch größere Erfolge einzufahren.

Millioneninvestment im Jahr 2023

Dabei konnte sie mehrfach Investor:innen überzeugen: Bei der Seed-Finanzierungsrunde im Jahr 2023 kamen – inklusive einer Erweiterung – sechs Millionen Euro herein. 17 Gesellschafter:innen bzw. Investmentgesellschaften sind im Firmenbuch neben Eva Sommer eingetragen, die mit 48,26 Prozent knapp unter 50 Prozent der Anteile hält.

Bruch zwischen Fermify-Gründerin und Investor:innen vor einigen Wochen

Doch vor einigen Wochen kam es zum Bruch. Sie sei im Zuge einer Generalversammlung aus ihrem eigenen Unternehmen „gefeuert“ worden, schrieb Sommer auf LinkedIn und erhob dabei Vorwürfe zur Vorgehensweise der anderen Eigentümer:innen. Dabei beschrieb sie auch, dass sie nach einer fehlgeschlagenen Finanzierungsrunde einen „tiefen Burnout“ erlitten hatte. Es folgten weitere Postings im Laufe mehrerer Wochen, in denen die Gründerin weiter ins Detail ging.

„Die Abberufung erfolgte ohne Vorankündigung“

In einem Statement gegenüber brutkasten fasst Sommer die Geschehnisse aus ihrer Sicht noch einmal zusammen und schreibt unter anderem:

„Ich wurde im Mai 2025 gegen meinen Willen als Geschäftsführerin der Fermify GmbH abberufen – darüber informiert wurde ich am ersten Tag meines Urlaubs. Die Abberufung erfolgte ohne Vorankündigung, ohne vorherige Einigung über ein faires Ausscheiden, und bislang ohne vollständige Auszahlung meines vertraglich zugesicherten Gehalts in der Kündigungsfrist.

Die Entscheidung fiel kurz nachdem eine geplante Finanzierungsrunde nicht zustande kam. Ich hatte daraufhin einen konkreten Pivot-Plan erarbeitet, um Fermify strategisch weiterzuentwickeln – und hatte bereits einen geordneten Wind-down zur Ausgabensenkung eingeleitet. Die Investoren haben sich meine Vorschläge jedoch nie angehört. Stattdessen wurde ich zum Beginn meines Urlaubs informiert, dass ich nicht länger Teil der Geschäftsführung bin.“

Sie sei vom Verhalten einiger Investor:innen besonders enttäuscht, so Sommer weiter. Diese hätten sie „mit Unterstützung eines hochkarätigen Anwalts, der ursprünglich als Gesellschaftsanwalt für Fermify tätig war, so schnell wie möglich aus der Geschäftsführung“ entfernt.

„Erheblich divergierende Auffassungen bezüglich der weiteren Vorgehensweise“

Brutkasten konnte mehrere Investor:innen erreichen. Ein offizielles Statement der Gesellschafter:innen gibt es aktuell noch nicht, nur soviel: Eva Sommer sei tatsächlich in der Generalversammlung von sämtlichen Investor:innen sowie ihrem Co-Founder abberufen worden. Wie eine Person aus dem Investor:innenkreis brutkasten gegenüber sagt, sei dies „aus nachvollziehbaren Gründen“ passiert. Die Vorgeschichte sei komplexer, als von der Gründerin auf LinkedIn dargestellt. Eine andere Person aus dem Investor:innenkreis schreibt brutkasten, die Abberufung sei „aufgrund erheblich divergierender Auffassungen bezüglich der weiteren Vorgehensweise des Unternehmens in der gegenwärtigen Situation“ geschehen.

Ehemaliger Mitarbeiter als neuer Fermify-Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer wird laut Eva Sommer mit Mateusz Kurusz ein ehemaliger Mitarbeiter von Fermify. Er war laut seinem LinkedIn-Profil bereits von 2023 bis diesen April für das Unternehmen tätig. Im Firmenbuch scheint nach wie vor Eva Sommer als Geschäftsführerin auf. Das soll sich laut Investor:innen jedoch diese Woche ändern.

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Econetix, Rapid
(v.l.n.r.) Steffen Hofmann, Elisabeth Overbeeke, Friedrich Ludwig, Paul Nimmerfall, Catharina Ahmadi und Daniela Bauer. © SK Rapid | Ruschka

Nach der Seed-Runde von Econetix im Herbst 2025 in Höhe von 4.5 Millionen Euro ergatterte das Startup im März 2026 einen ORF-Auftrag und übernahm beim Eurovision Song Contest 2026 die CO₂-Bilanzierung und Kompensation – brutkasten berichtete.

Econetix mit ganzheitlicher ESG-Betreuung

Nun wird das österreichische Climate-Tech-Unternehmen (konkret ab der Saison 2026/27) offizieller Sustainability Partner von SK Rapid Wien – wie Econetix auf der eigenen Website mitteilt. Das Wiener Unternehmen für Carbon Asset Management begleitet Österreichs größten Fußballklub bis 2029/30 bei seiner Nachhaltigkeitsstrategie und übernimmt dabei die ganzheitliche ESG-Betreuung – von der CO₂-Bilanzierung über Reduktionspfade bis hin zu Offsetting und Impact-Kommunikation.

„Nachhaltigkeit ist für SK Rapid kein Randthema. Sie ist Teil unserer Verantwortung als größter Sportklub des Landes. Mit Econetix haben wir einen Partner an unserer Seite, der uns mit tiefer Expertise unterstützt – wie bereits beim Eurovision Song Contest. Unser Ziel ist es, den österreichischen Profifußball in Sachen Nachhaltigkeit anzuführen und zu zeigen, dass sportlicher Erfolg und Klimaverantwortung zusammengehören“, sagt Geschäftsführer und Ex-Profi Steffen Hofmann.

Rapid als Vorreiter

Im Detail umfasst die Zusammenarbeit die jährliche Analyse des CO₂-Fußabdrucks, die Entwicklung einer klaren Reduktionsroadmap sowie die Kompensation unvermeidbarer Emissionen über eigene, verifizierte Klimaprojekte von Econetix.

„Wir sind stolz, Österreichs größten Fußballklub als Partner zu unterstützen. Mit dieser Partnerschaft übernimmt SK Rapid eine klare Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit im österreichischen Profifußball“, sagt Jakob Zenz, CEO von Econetix. „Gemeinsam setzen wir den Standard dafür, wie professionelle Sportorganisationen ihren CO₂-Fußabdruck systematisch messen, reduzieren und kommunizieren.“

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