15.04.2025
CYPRUMED

Tiroler BioTech verkauft Technologie an MSD und erhält bis zu 493 Mio. US-Dollar

Das Tiroler BioTech-Unternehmen Cyprumed hat eine nicht-exklusive Lizenz- und Optionsvereinbarung mit dem US-Pharmaunternehmen MSD abgeschlossen und erhält dafür eine beträchtliche Summe.
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Die Cyprumed-Geschäftsführer Florian Föger und Martin Werle. © Cyprumed
Die Cyprumed-Founder Florian Föger und Martin Werle. © Cyprumed

Ursprünglich wurde Cyprumed als Startup bekannt, das eine Methode zur oralen Verabreichung von Peptid-Medikamenten entwickelte. Das Gründerteam, Florian Föger und Martin Werle, sicherte sich dafür eine Förderung in Höhe von einer Million Euro sowie 500.000 Euro an Venture Capital – brutkasten berichtete. Inzwischen hat sich Cyprumed als spezialisiertes Technologieunternehmen im Bereich der oralen Arzneimittelverabreichung etabliert.

Im Rahmen einer aktuellen Vereinbarung lizenziert das Innsbrucker BioTech seine Drug Delivery Technologie nicht-exklusiv an MSD (auch bekannt als Merck & Co.), einen großen Pharmakonzern mit Sitz in den USA. Als Gegenleistung kann Cyprumed mit Zahlungen von bis zu 493 Millionen US-Dollar rechnen.

Nicht-exklusive Lizenz

Durch die Vereinbarung erhält MSD von Cyprumed die Genehmigung, deren Drug Delivery Technologie zu nutzen. Diese Technologie dient dazu, Medikamente – insbesondere sogenannte orale Peptidtherapeutika (also schluckbare Medikamente auf Peptidbasis) – effektiver im Körper freizusetzen und ihre Wirksamkeit zu verbessern. Zusätzlich hat MSD die Option, künftig „die Verwendung einzelner Rezeptor-Targets zu lizenzieren“, wie in der Aussendung mitgeteilt wird.

Aktuell handelt es sich dabei jedoch um eine nicht-exklusive Lizenz. Das bedeutet, dass Cyprumed die Technologie auch weiteren Unternehmen zur Verfügung stellen kann. MSD hat also kein ausschließliches Nutzungsrecht.

„Diese Zusammenarbeit mit MSD (…) ist ein bedeutender Schritt für Cyprumed. Die Fortführung unserer Kooperation mit MSD zur Entwicklung unserer innovativen Tablettenformulierungen für weitere Zielmoleküle ist eine klare Bestätigung für den Wert unserer Technologie“, so Florian Föger, CEO von Cyprumed.

Bis zu 493 Mio. US-Dollar

Im Gegenzug erhält Cyprumed einen Anspruch auf bis zu 493 Millionen US-Dollar und zwar in Form von: “Vorabzahlungen, Entwicklungs-, Zulassungs- und Nettoumsatzmeilensteinen”. 

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Team von Cyprumed, um ihre Technologie gezielt zu nutzen und unsere Entwicklungsprogramme im Bereich makrozyklischer Peptide weiter voranzutreiben”, so Allen C. Templeton, Vice President Pharmaceutical Sciences bei MSD Research Laboratories. Das US-Unternehmen hat drei Standorte mit insgesamt rund 950 Mitarbeitenden in Österreich. 

Zusammenfassend gibt Cyprumed also dem Pharmaunternehmen MSD das Recht, ihre Technologie zu nutzen, und bekommt dafür eine bestimmte Summe. Die Höhe der Zahlung ist abhängig vom Erfolg der Zusammenarbeit – kann aber auf bis zu 493 Millionen US-Dollar ansteigen.

Über das Unternehmen

Cyprumed entwickelt Technologieplattformen für die orale Verabreichung therapeutischer Peptide. Ziel ist es dabei, “das Feld der Peptidtherapeutika durch die Bereitstellung patientenfreundlicher und einfach herzustellender oraler Darreichungsformen grundlegend zu verändern”, heißt es vonseiten des Unternehmens. “Unsere Technologie ist nicht nur hocheffizient, sondern auch einfach herzustellen und zu skalieren und erfüllt gleichzeitig wichtige regulatorische Anforderungen”, so Co-Founder Föger.

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froots CEO David Mayer-Heinisch und froots Investor & Advisor Andreas Treichl bei der Pressekonferenz im Café Landtmann © Roland Unger/froots
froots CEO David Mayer-Heinisch und Andreas Treichl bei der Pressekonferenz im Café Landtmann © Roland Unger/froots

“Die staatlich geförderte private Altersvorsorge in Österreich schrumpft“, heißt es in der jüngsten Aussendung des österreichischen Fintech-Unternehmens froots. Die Zahl der Verträge in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge hat sich seit ihrem Höchststand von 1,6 Millionen im Jahr 2012 laut Finanzmarktaufsicht mehr als halbiert. Parallel dazu ist das Prämienvolumen in der Lebensversicherung seit 2010 um rund ein Drittel zurückgegangen und lag laut den letzten verfügbaren Verbandsdaten im Jahr 2024 bei etwa 5,2 Milliarden Euro. Als wesentlichen Grund für diese Entwicklungen nennt das 2020 gegründete Wiener Startup die hohen Gebührenstrukturen traditioneller Produkte. Nun versucht das Unternehmen, mit einem veränderten Kostenmodell anzusetzen.

Trennung von Versicherungsmantel und ETF-Investment

Das Kernkonzept des neuen Produkts beruht auf der Trennung der rechtlichen Versicherungshülle vom eigentlichen Investment. Während ein Versicherungspartner den notwendigen Rahmen für die KESt-Befreiung stellt, übernimmt froots die Vermögensverwaltung auf Basis von ETFs.

Das Startup verzichtet dabei nach eigenen Angaben auf die branchenübliche „Zillmerung“ – bei der Abschlussprovisionen direkt von den ersten Prämienjahren abgezogen werden – sowie auf Kickbacks an die Vermittler:innen. „Alles, was den Kundinnen und Kunden keinen Mehrwert bringt, haben wir weggelassen“, erklärt David Mayer-Heinisch, Gründer und CEO von froots, der erst kürzlich die Zusammenarbeit mit Christian Teichmann als neuem CFO und COO startete. Stattdessen verrechnet das Fintech eine jährliche All-in-Fee von einem Prozent, zuzüglich der regulären ETF-Kosten und einer altersabhängigen Risikoprämie für die Versicherung.

Die Konditionen im Detail

Die Mindesteinlage liegt bei 100 Euro monatlich oder einem Einmalbetrag von 5.000 Euro, die gesetzliche Mindestlaufzeit beträgt 15 Jahre. Das Einsparpotenzial untermauert das Unternehmen mit einer Modellrechnung der Vergleichsplattform fynup: Wer 30 Jahre lang monatlich 300 Euro anlegt, soll mit dem froots-Modell am Ende rund 50.000 Euro mehr erhalten als mit einer durchschnittlichen fondsgebundenen Lebensversicherung – laut Berechnung 269.000 statt 219.000 Euro.

Die Modellrechnung basiert dabei auf einer angenommenen Wertentwicklung von 7 % p.a. vor Kosten und gilt für einen 35-jährigen männlichen Sparer. Bei einer Einmalveranlagung desselben Gesamtbetrags fällt der Unterschied laut fynup noch deutlicher aus und erreicht knapp 100.000 Euro.

Investoren fordern Reform der dritten Säule

Unterstützt wird das Fintech von prominenten Investoren wie Reinhold Baudisch (durchblicker), Georg Kapsch und dem ehemaligen Erste-Group-Chef Andreas Treichl, der sich bereits früh als Seed-Investor an froots beteiligte. Letzterer plädiert für strukturelle Änderungen: „Wir müssen die dritte Säule neu beleben, damit wir das Gesamtsystem wie in den skandinavischen Staaten entlasten und wieder in die Zukunft investieren können.“

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