Pair Finance Österreich: Jennifer Isabella Schimanko wird neue Geschäftsführerin
Jennifer Isabella Schimanko war 17 Jahre beim Versicherungskonzern Allianz tätig, zuletzt als Head of Sales Strategy. Und soll nun bei Pair Finance Wachstum und Weiterentwicklung des KI-basierten Digitalinkassos in Österreich vorantreiben.
Das deutsche Tech-Unternehmen Pair Finance ernennt Jennifer Isabella Schimanko zur Geschäftsführerin Österreich. Damit gewinnt das Fintech die 38-jährige Expertin mit rund zwei Jahrzehnten internationaler Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche als neue Leiterin seines Wiener Tochterunternehmens.
Jennifer Isabella Schimanko früher bei Allianz
Die gebürtige Österreicherin war 17 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen, zuletzt als Head of Sales Strategy bei der Allianz Österreich sowie leitend für Projekte in der Region Zentral- und Osteuropa tätig. Im Anschluss verantwortete sie bei Credi2 die Bereiche Personal und Strategie als Chief People und Strategy Officer.
Schimanko hat einen Abschluss der „University of Minnesota Carlson School of Management“ und erhielt den „Global Executive MBA“ der WU Executive Academy, Wien.
Digital-First-Ansatz
Zur Erklärung: Die KI-gesteuerte Plattform Pair Finance unterstützt Menschen bei der personalisierten und selbstbestimmten Lösung offener Forderungen. Dabei setzt das Fintech auf einen Digital-First-Ansatz per E-Mail, SMS und WhatsApp. Mithilfe von KI-Technologie, dem Einsatz eigener Algorithmen und intelligenter Datenanalyse.
„Ich freue mich, die Geschäftsführung von Pair Finance in Österreich zu übernehmen“, sagt Schimanko. „Man bekommt im Leben nicht oft die Chance, eine Branche zu revolutionieren. Stephan (Anm.: Stephan Stricker, Gründer und CEO von PAIR Finance) und Pair Finance geben mir mit dem KI-basierten kundenorientierten digitalen Business Modell, das sie geschaffen haben, die Möglichkeit, Teil einer solchen aufregenden Reise zu sein und darauf freue ich mich sehr. Für die kommenden Jahre haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Gemeinsam mit unserem leidenschaftlich engagierten Team werden wir das große Wachstumspotential von KI-basiertem kundenorientiertem Digitalinkasso nutzen, um die Beziehung zu unseren bestehenden Kunden weiter zu stärken und unsere Marktpräsenz in Österreich auszubauen.“
Mit Schimanko Marktposition stärken
Stricker ergänzt: „Österreich ist ein wichtiger Markt von Pair Finance. Wir freuen uns daher sehr, Jennifer als Geschäftsführerin in Österreich und neuestes Mitglied im Management-Team begrüßen zu dürfen. Mit Jennifers Leadership-Kompetenz und ihrem Erfahrungsschatz in Konzeption und Ausführung von Wachstumsstrategien und in der Organisationsentwicklung werden wir die Marktposition von Pair Finance in Österreich weiter stärken.“
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.
fluctus mit End-to-End
„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.
Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.
„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“
Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.
Wettbewerb steigern
„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“
Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.
„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“
Zielgruppen von fluctus
Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.
Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.
Hürden überwunden
Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“
Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.
Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt
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