16.05.2022

NiceTarts: Gründerpaar entwickelt Süßes um Liebe zu retten

Liebe geht durch den Magen - oder wie bei NiceTarts-Macher Markus Smarzoch und Andrea Schlumpp durch Törtchen.
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(c) NaschNatur - Markus Smarzoch und Andrea Schlumpp erfanden NiceTarts.

Früher hieß es oft, Gegensätze ziehen sich an. Diese Weisheit wurde oft in inhaltlich billigen Hollywood-Filmen zelebriert, wenn die High-School-Queen zum Beispiel den schrulligen, aber gutmütigen Nerd lieben lernte. In der Realität ist es aber verstärkt der Fall, dass sich Menschen mit ähnlichen Vorlieben doch besser verstehen. So erging es dem NiceTarts-Gründerpaar Markus Smarzoch und Andrea Schlumpp.

NiceTarts gegen Scheiterbeziehung

„Als wir uns kennenlernten, haben wir viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Unsere Ernährungsweise gehörte nicht dazu. Andrea liebt Süßes und bezeichnete sich selbst als zuckersüchtig“, erzählt Smarzoch, der ehemaliger Profi-Sportler ist und auf Zucker, Gluten und tierische Produkte verzichtet.

Schlumpp indes wollte aber ihr Back-Hobby nicht aufgeben. Eine ausgiebige Suche in (Bio-) Supermärkten blieb erfolglos. „Damit die Beziehung nicht zum Scheitern verurteilt war, fingen wir an, unser eigenes Naschzeug zu entwickeln, das uns beide glücklich macht“, erinnert sie sich.

Schlumpp bildete sich zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin aus, um sich tiefergehendes Wissen über gesunde Ernährung anzueignen. Und entwickelte mit ihrem Partner NiceTarts (das zugehörige Startup heißt NaschNatur).

Vitamine bleiben erhalten

Jene Törtchen bestehen aus einem Mandel-Dattel-Boden mit einer Cremefüllung aus natürlichen Zutaten wie Obst, Nüssen und Superfoods wie Kakao oder Datteln. Da die Cremes nicht gebacken werden, bleiben, laut den Founder:innen alle Vitamine und Nährstoffe erhalten.


Mehr über NiceTarts gibt es heute in der „Höhle der Löwen“ Weiters dabei: VapoWespAivyMijasi und Nivelli.

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Das Arivo-Gründerteam (v.l.) Dominik Wieser und Philipp Reitter © Arivo

Vor einem halben Jahrzehnt titelte brutkasten: „Nie mehr Parktickets“. Damals trat das 2017 gegründete Grazer Startup Arivo an, um die Schrankenanlagen dieser Welt ins digitale Zeitalter zu holen (hier geht es zum damaligen Artikel). Spult man fünf Jahre vor, hat das Gründer-Duo bestehend aus Dominik Wieser und Philipp Reitter laut eigenen Angaben dieses Ziel weitgehend erreicht und das Geschäftsmodell zusätzlich strategisch weiterentwickelt.

Vom Einzelsystem zum Parking Ökosystem

„Unser Ziel war immer, das Parken digital und einfach zu machen – das haben wir mittlerweile eigentlich schon erreicht“, blickt Wieser im Gespräch mit brutkasten zurück. Das Grazer Unternehmen versteht sich in der Zwischenzeit als Anbieter eines ganzheitlichen Park-Ökosystems. Dabei kombiniert man eigens entwickelte Hardware mit modularen Software-Anwendungen wie digitaler Kundenverwaltung oder Pre-Booking-Lösungen.

Dieser technische Ansatz ermöglicht es Betreiber:innen, vom Hotel bis zum Skigebiet, ihre Flächen effizienter auszulasten und durch datenbasierte Angebote Zusatzumsätze zu generieren. Laut Wieser verzeichnen Kunden dadurch teils bis zu 40 Prozent mehr Umsatz. Auf rund 1.500 Flächen ist die Technologie mittlerweile im Einsatz.

Die Arivo Hardware im Parkhaus der Messe Graz © Arivo

Zweistellige Millionenumsätze & der Schlüssel zum Erfolg

Arivo arbeitet laut eigenen Angaben profitabel und verzeichnet mittlerweile einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. 70 Prozent davon erwirtschaftet das Grazer Scaleup im Ausland, wobei Deutschland den mit Abstand stärksten Markt bildet.

Das Team ist auf knapp 100 Köpfe angewachsen und belegt im Grazer Headquarter inzwischen zwei Stockwerke. Für Wieser liegt genau hier der größte Lernprozess und der Schlüssel zum Erfolg: „Was sich schon immer wieder bestätigt ist, dass eigentlich alles an den Leuten hängt“. Trotz steigender Mitarbeiterzahlen habe man es geschafft die hands-on-Mentalität nicht zu verlieren.

„Wir suchen Leute, die nicht sagen: Das war immer schon so, sondern die auch hinterfragen und eigenständig Themen übernehmen, ownen und weitertreiben.“, erklärt Wieser. Aktuell hat Arivo einige Stellen im Softwaredevelopment ausgeschrieben und überlegt auch einen zusätzlichen, kleinen Standort in Klagenfurt aufzubauen.

Der bargeldlose Arivo Screen im Parkhaus der Messe Graz © Arivo

Bootstrapping statt VC-Millionen

Trotz des starken Wachstums bleibt Arivo weiterhin komplett eigenfinanziert. Anfragen externer Kapitalgeber schlägt das Gründerteam konsequent aus: „Ich glaube, es kommen jede Woche fünf Mails wo irgendwer sagt, er möchte investieren. Aber wir finden es sehr angenehm, nicht von Investoren abhängig zu sein“, gibt sich Wieser im Gespräch pragmatisch.

Die strategische Linie bleibt damit unverändert klar: Das Scaleup plant, den DACH-Raum vorerst aus eigener Kraft weiter zu durchdringen. Lediglich für eine spätere Internationalisierung über diesen Kernmarkt hinaus schließt der Gründer eine Finanzierungsrunde in der Zukunft nicht gänzlich aus.

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