09.05.2022

Green Finance Alliance geht mit neun österreichischen Finanzunternehmen an den Start

Die Green Finance Alliance ist eine Initiative des Klimaschutzministeriums (BMK), die künftig den Klimaschutz in der österreichischen Finanzindustrie etablieren soll. Am Montag wurden die ersten neun Finanzunternehmen vorgestellt, die sich der Allianz anschließen und für mehr Klimaschutz verpflichten.
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Frackingverbot Fracking ÖVP Gewessler
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: | (c) Cajetan_Perwein

Bereits im September 2021 präsentierte Klimaschutzministeirn Leonore Gewessler die ersten Eckpunkte zur Green Finance Alliance. Im Rahmen der freiwilligen Initiative sind Unternehmen aus der Finanzwirtschaft dazu eingeladen, ihr Kerngeschäft an den Pariser Klimazielen auszurichten. Im Herbst folgte die Ausschreibung zur Mitgliedschaft, die bis Ende Jänner 2022 dauerte. Heute, Montag, wurden nun die ersten Mitglieder offiziell vorgestellt.

Diese neun Finanzunternehmen beteiligen sich

Insgesamt wurden in einer ersten Tranche insgesamt neun österreichische Finanzunternehmen in die Green Finance Alliance aufgenommen. Dazu zählen Banken und Versicherungen sowie Pensions- und Vorsorgekassen aus Österreich. Sie verpflichten sich freiwillig dazu, ihr Kerngeschäft schrittweise klimaneutral zu gestalten und sich damit am Pariser Klimaziel (1,5-Grad-Ziel) auszurichten. Zu den ersten Mitgliedern zählen:

  • Allianz Österreich
  • BKS Bank AG
  • fair-finance Vorsorgekasse AG
  • Hypo Oberösterreich
  • Raiffeisenbank Gunskirchen
  • UniCredit Bank Austria AG
  • Uniqa Insurance Group
  • VBV Pensionskasse
  • VBV Vorsorgekasse

Die Eckpunkte der Green Finance Alliance

Die über die Portfolios verantworteten Treibhausgas-Emissionen sollen nun kontinuierlich reduziert werden. Als Zielvorgabe für „Treibhausgas-neutrale“ Portfolios nennt das BMK das Jahr 2050, obgleich sich Österreich bereits für das Jahr 2040 das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität gesteckt hat. Dazu heißt es von Seiten des Ministeriums: „Aufgrund der internationalen Ausrichtung vieler österreichischer Finanzunternehmen mit Schwerpunkt in Zentral- und Osteuropa sowie die internationale Zusammensetzung der Investment-Portfolios, wird auf das langfristige EU-Ziel der Klimaneutralität 2050 anstatt auf das österreichische Ziel der Klimaneutralität 2040 referenziert“.

Weitere Kriterien zielen zudem auf das klimafreundliche Verhalten der Mitglieder selbst ab. Stichwort: Betriebsökologie. Als Themen führt hier das BMK die Reise-Policy, die Beschaffung, der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energieträgern oder die Einführung eines betrieblichen Umweltmanagementsystems (EMAS) an.

Umweltbundesamt soll unterstützen

Eine zentrale Schlüsselrolle im Rahmen der Green Finance Alliance soll unter anderem dem Umweltbundesamt zu Teil werden. Demnach sollen künftig Expert:innen die Mitglieder auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen und zugleich eine Art Dialogforum bilden. Ein eigenes Label ist nicht geplant. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen der Präsentation unter anderem auf das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte verwiesen.


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© woom GmbH / Wolfgang Bohusch

Nach dem laut Unternehmensangaben bislang stärksten Geschäftsjahr 2025 habe man den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 19 Prozent auf 107 Millionen Euro gesteigert, verkündet der der Kinderfahrrad-Hersteller woom. Vor zwei Jahren sahen die Unternehmenszahlen noch anders aus: 2024 verzeichnete das Unternehmen 16 Millionen Euro Verluste. Nun sei man trotz eines laut woom „weiterhin äußerst herausfordernden Marktumfelds“ in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Internationalisierung als Wachstumstreiber

Insgesamt setzte woom im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben knapp 300.000 Fahrräder und mehr als 100.000 Helme ab; der Umsatz im Helmsegment sei um 17 Prozent gestiegen. Als wesentlichen Wachstumstreiber nennt das Unternehmen die Übernahme des Direktgeschäfts in Großbritannien, wo der Umsatz um 157 Prozent gestiegen sei. Weitere Zuwächse verzeichnete woom laut eigenen Angaben in der Benelux-Region (+72 Prozent), in den nordischen Ländern (+62 Prozent), in den USA (+18 Prozent) sowie in den DACH-Kernmärkten (+15 Prozent).

Zur Rückkehr in die Profitabilität meint CEO Bernd Hake: „Man kann wirtschaftlich diszipliniert handeln und gleichzeitig mit vollem Herzen die besten Kinder- und Jugendfahrräder bauen.“

Neues E-Bike für das zweite Halbjahr geplant

Für die kommenden Monate kündigt die Geschäftsführung eine Erweiterung des Produktportfolios an: Neben einem neuen Helm soll ein E-Bike-Modell auf den Markt kommen. Technische Details dazu nennt woom bislang nicht. Für das erste Quartal 2027 stellt das Unternehmen zudem einen weiteren, nicht näher spezifizierten Produktlaunch sowie den Eintritt in zusätzliche internationale Märkte in Aussicht.

Bereits im ersten Halbjahr erweiterte woom sein Sortiment: Mit „woom WOW“, einem Fahrzeug für Kleinkinder ab neun Monaten, stieg das Unternehmen erstmals in den Spielwarenbereich ein. Davon seien laut woom bislang mehr als 19.000 Stück verkauft worden.

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