Space X, das Weltraumunternehmen von Elon Musk zeigte nun erstmals Details seiner „Dragon Space Suits“. Die Raumanzüge haben ein stromlinienförmiges Design und können mit den Sitzen des Dragon-Raumschiffs verbunden werden. Dabei kommen diverse Funktionen, etwa Kommunikation, aber auch die Atemluft über eine „Nabelschnur“ zu den Astronauten.
NASA-Astronauten trugen Dragon Space Suits bereits
Chris Trigg, Manager für Raumanzüge und Crew-Ausrüstung bei Space X, und Maria Sundeen, leitende Spezialistin für Raumanzüge, führen in einem von Space X veröffentlichten Video durch das Konzept, das Design und den Produktionsprozess des Anzugs, den bereits die NASA-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley bei ihrem Start Ende Mai zur ISS trugen.
„Die Crew muss sich nur buchstäblich anschließen, wenn sie Platz nimmt. Dann kümmert sich der Anzug von dort aus um sich selbst“, so Trigg.
Neue Wege entwickeln
Der Anzug und die Kapsel als Ganzes sind Teil der Pläne der NASA, neue Wege zu entwickeln, um Menschen in den Weltraum zu schicken. Das „Commercial Crew“-Programm wurde gestartet, um die Lücke zu schließen, die nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 entstanden war.
Zurück in die Heimat
Seitdem hatte die NASA Sitzplätze für Sojus-Raketen gemietet, die von der russischen Agentur Roscosmos betrieben wurden. Der Erfolg der SpaceX-Kapseln helfe dabei, diese Starts ein wenig näher an die Heimat zu bringen.
Space X Space Suit Lab
Der Anzug wurde erstmals im August 2017 über den Instagram-Account von Space X-CEO Elon Musk enthüllt. Der Milliardär stellte zu diesem Zeitpunkt fest, dass der Anzug „bereits auf doppelten Vakuumdruck getestet“ wurde. Als Musk etwas später auf Twitter damit konfrontiert wurde, dass der Anzug Ähnlichkeit mit jenen Anzügen hatte, die in den Halo- oder Mass Effect-Videospielen verwendet worden sind, antwortete Musk lediglich, dass auch er jene Spiele bereits gespielt habe.
„Dragon Space Suits“ für zukünftige Missionen
Neben dem „Coolness-Faktor“ der „Dragon Space Suits“ soll das Design auch dazu beitragen, zukünftige Missionen zu unterstützen, wie etwa beim in der Entwicklung befindlichen Raumschiff, das die ersten Menschen zum Mars schicken soll.
Benji Reed, Director of Crew Mission Management bei SpaceX, sagte gegenüber Inverse im Mai 2020: „Wir werden das, was wir aus diesen Anzügen gelernt haben, nehmen und die Daten daraus abrufen und für zukünftige Missionen anwenden.“
MPC²: Warum Stahlkonzerne und Chemie-Riesen auf ein steirisches Startup setzen
Das Leobener Startup MPC² will mit seiner portablen Korrosionsprüfung den Weltmarkt erobern und wird dabei auch von der Austria Wirtschaftsservice (aws) unterstützt. Wir sprachen mit Gründer Manuel Prohaska.
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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²
Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.
Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².
Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen
Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.
Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.
„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“
Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.
(c) LA-Cinematics / MPC²
Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.
Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt
Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.
Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.
aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“
Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“
Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.
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Elon Musks Space X präsentiert seine „Dragon Space Suits“
Die Raumanzüge von Space X führen ein stromlinienförmiges Design und haben die Möglichkeit sich mit den Sitzen des Dragon-Raumschiffs zu verbinden.
In einer symbiotischen Art und Weise connected eine „Nabelschnur“ der „Dragon Space Suits“ die Astronauten mit diversen Funktionen wie der Kommunikation bis zur Luft zum Atmen.
Das „Commercial Crew“-Programm wurde gestartet, um die Lücke zu schließen, die bis zum Ende des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 entstanden war.
Der Anzug wurde erstmals im August 2017 über den Instagram-Account von Space X-CEO Elon Musk enthüllt.
Neben dem „Coolness-Faktor“ der „Dragon Space Suits“ soll das Design auch dazu beitragen, zukünftige Missionen zu unterstützen, wie etwa beim in der Entwicklung befindliche Raumschiff, das die ersten Menschen zum Mars schicken soll.
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Elon Musks Space X präsentiert seine „Dragon Space Suits“
Die Raumanzüge von Space X führen ein stromlinienförmiges Design und haben die Möglichkeit sich mit den Sitzen des Dragon-Raumschiffs zu verbinden.
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