20.05.2015

Zimmermann: „In der Pubertät der Investments haben wir 100 Business-Cases angeschaut, neun gemacht – fünf sind gestorben“

/zimmermann-in-der-pubertaet-der-investments-haben-wir-100-business-cases-angeschaut-neun-gemacht-fuenf-sind-gestorben/
Norbert Zimmermann, Bernhard Hoetzl und Russell E. Perry - letztere vom Kompany-Team
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Einen Gesamtumsatz von über 550 Millionen Euro hat die Berndorf Metallwaren AG im letzten Jahr erwirtschaftet. Der Geschäftsführer und dank eines Management-Buy-out im Jahr 1988, Miteigentümer sowie Vorstand Norbert Zimmermann wechselte im Jahr 2008 in den Aufsichtsrat der Industriegruppe, die 2700 Mitarbeiter beschäftigt. Man kann sich also vorstellen, dass der 68-Jährige bereits auf ein bewegtes Leben zurückblicken kann. Seine zwei Enkelkinder dürfen ihn vielleicht ab und zu ablenken, ansonsten denkt Zimmermann lange nicht daran, das Arbeiten sein zu lassen. Viel zu viele Ideen schwirren ihm im Kopf herum. An vier Startups hält der Unternehmer privat, aber auch über die Firma, Anteile. Dass er mit dem Titel Business Angel of the Year 2013 ausgezeichnet wurde, sei nur nebenbei bemerkt. Der Preis wurde ihm für seine Investition in das Wiener Startup Kompany verliehen. Dabei könnte er genau so gut unter Palmen liegen, oder das Nichtstun genießen. Wieso er das letztendlich nicht tut? Hier kommen wahrscheinlich mehrere Faktoren ins Spiel: Einerseits der finanzielle Aspekt, immerhin hält er an dem Startup, das er mit privaten Geld unterstützt hat, etwas mehr als 10 Prozent. Kompany ist übrigens ein Online-Portal für Firmenprofile und Bonitätsauskünfte. Zimmermann: „Es ist ein Innovationsthema, von dem ich mir viel Feedback für unser Kerngeschäft erwarte. Auch kann man von der modernen Arbeitswelt der vernetzten Zuarbeit viel lernen.“

Wie er denn zum erfahrenen Business Angel wurde? 1997 tätigte Zimmermann das erste Investment, und zwar an der Softwarefirma Imagination. An ihr ist die Berndorf AG nach wie vor beteiligt. Einige Engagements scheiterten. „In der Pubertät der Investments haben wir uns 100 Business-Cases angeschaut, neun gemacht und fünf davon sind gestorben“, erzählt er. Seither werde noch genauer geprüft. Worauf es ankommt? „Auf die Menschen.“ Es bedürfe eines kreativen Kopfes, eines guten Charakters sowie großen Fleißes. Fehle ein Asset, scheitere ein Projekt.

Mehr Interesse, innovative junge Unternehmen zu fördern, sollte laut Zimmermann auch der Staat haben. „Die Zeit nach den Seeds, also wenn AWS-Förderungen auslaufen, ist nach wie vor ­ungelöst“, sagt er. Es gehe ums Durchhalten, wenn eine Entwicklung länger dauere als gedacht oder eine Expansion anstehe. Findet sich in dieser Phase kein privater Investor, werde das Unternehmen meist wieder zurückgefahren, jeglicher Beschäftigungseffekt gehe verloren.

Zimmermann berät Gründer, „wenn ein Sparringpartner gebraucht wird“. Ähnlich hält er es bei der Berndorf AG. Er lasse den Vorstand in Ruhe arbeiten, doch mancher Kunde verlange „nach dem alten Indianer“. Heißt in der Praxis: Er habe zwar mehr Freiräume als noch in seiner Vorstandszeit, doch im April war Zimmermann immerhin auf einer Geschäftsreise in Deutschland und einer in Fernost.

Quelle: Wirtschaftsblatt

Deine ungelesenen Artikel:
vor 10 Stunden

Diese beiden österreichischen Krypto-Startups arbeiten jetzt zusammen

Durch die Kooperation der beiden Krypto-Startups werden die Bereiche Mittelherkunftsnachweise und Steuerreports erleichtert und miteinander verbunden. Für die Zukunft könnte man sich eine Zusammenarbeit mit weiteren Startups vorstellen.
/diese-beiden-oesterreichischen-krypto-startups-arbeiten-jetzt-zusammen/
Foreus-CEO Stefan Embacher und Blockpit-CEO Florian Wimmer © Foreus; Blockpit
Foreus-CEO Stefan Embacher und Blockpit-CEO Florian Wimmer © Foreus; Blockpit

Das Krypto-Forensik-Startup Foreus, rund um CEO Stefan Embacher, verkündet die Kooperation mit dem Kryptosteuer-Startup Blockpit. Nachdem sich der Co-Founder mit Blockpit-CEO Florian Wimmer bereits seit einem Jahr über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit austauschten, hätte sich nun ein Weg gefunden, der die beiden Schwerpunkte miteinander verbindet, erklärt Embacher im brutkasten-Gespräch. Dies hänge nicht zuletzt mit den jüngsten Entwicklungen der Finanzaufsichtsbehörden zusammen.

Steuerreports und Mittelherkunftsnachweise miteinander verbinden

“Wir haben erkannt, dass unsere Arbeit speziell im Bereich der Mittelherkunftsnachweise für Banken sehr große Synergien mit den Steuerreports von Blockpit ergeben. Blockpit-Kund:innen können von nun an Mittelherkunftsnachweise bei uns erstellen und umgekehrt können unsere Kund:innen Steuerreports von Blockpit erhalten”, meint der Foreus-CEO. Dabei betont er, dass in diesem Prozess keine Daten an Behörden weitergegeben werden.

Nächstes Ziel: Automatisierung

Im nächsten Schritt überlegen sich die beiden Unternehmen, wie man diesen Prozess in einem gemeinsamen automatisierten Report wiedergeben kann. Im Zuge dessen werde man auch auf das ein oder andere österreichische Startup zukommen, um hierzu eine genauere Lösung zu finden. “Zum aktuellen Zeitpunkt ist es noch sehr schwierig ein Tool anzubieten, mit dem ein Compliance-Officer den Mittelherkunftsnachweis automatisiert ausdrucken könnte. Außerdem möchten wir diesen automatisierten Nachweis zukünftig mit den Steuerreports von Blockpit verbinden”, meint Embacher.

Nachdem die Finanzmarktaufsichtsbehörden in Ländern wie Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz diese Nachweise für tauglich erachtet hätten, stand der Kooperation der beiden österreichischen Krypto-Startups letztendlich nichts mehr im Wege und ist bereits aktiv.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

Norbert Zimmermann, Bernhard Hoetzl und Russell E. Perry - letztere vom Kompany-Team

Zimmermann: „In der Pubertät der Investments haben wir 100 Business-Cases angeschaut, neun gemacht – fünf sind gestorben“

Summary Modus

Zimmermann: „In der Pubertät der Investments haben wir 100 Business-Cases angeschaut, neun gemacht – fünf sind gestorben“

Es gibt neue Nachrichten

Auch interessant