11.10.2018

WeXelerate öffnet Tore: Open House und Startup Fair

Am 4. Oktober fand im weXelerate das "Open House + Startup Fair-Event" statt, bei dem sich die Stakeholder im Haus vorstellten. Daran anschließend hatten 35 Startups in "one-minute-pitches" die Chance sich ebenfalls der Öffentlichkeit zu zeigen. Im Gespräch mit dem brutkasten erzählt WeXelerate-Program-Manager Sebastian Höfinger (Live-Video am Ende des Artikels) worum es beim Event ging und was es braucht, sodass Startups und Corporates zusammenfinden.
/artikel/wexelerate-oeffnet-tore-open-house-und-startup-fair
weXelerate
(c) Raphael Moser, Label4 - Beim Open House + Street Fair im weXelarate gab es die Chance für 35 Startups sich in einminütige Pitches vorzustellen.

Kurz gesagt: beim „Open House und Startup Fair“ geht es um Verschmelzungen zwischen Corporates und Startups. Für den Batch III des weXelerate gab es insgesamt 1.120 Bewerbungen aus 62 Ländern. 35 Startups pitchten nachmittags in „one-minute-pitches“ um sich anderen Startups und der Öffentlichkeit vorzustellen. Man sah „Orangen-jonglierende“ Gründer und CEOs, die einzelne Personen dazu animierten, zu Jubeln, als ob sie im Fußballstadion wären. Es gab auch Pannen – ein CEO vergaß ins Mikrofon zu sprechen und adressierte damit maximal die erste Sitzreihe; für den Rest blieben dessen Worte ungehört.

+++ Werner Wutscher über Dos & Don’ts in der Corporate Startup Collaboration +++

„Startups sind älter und reifer geworden“

Nach dem Pitching-Event stand der Startup Fair auf dem Programm, bei dem für Startups und Corporates Netzwerken und Austausch angesagt war. Besucher konnten etwas übers Service erfahren und Produkte der ausstellenden Startups ausprobieren. WeXelerate-Program-Manager Sebastian Höfinger ist bei diesem Event eins besonders aufgefallen. Die Startups sind älter und reifer geworden, wie er sagt. „Sie haben fertigere Lösungen und sind näher an der Übergangsphase in Richtung ScaleUp, Series-A oder Series-B“. Auch wenn die Pitches am Nachmittag etwas besser hätten sein könnten – und laut Höfinger auch beim Abschluss des Batch III, dem Investors Day im Jänner des nächsten Jahres, nach intensiven Trainingsphasen, auch besser sein werden – seien heuer viele geniale Ideen dabei.

weXelerate, Open House, Startup
(c) Raphael Moser, Label4 – Besucher konnten nachmittags ausstellende Startups und ihre Produkte nähen kennen lernen.

WeXelerate: „Bestes Format zum Netzwerken“

Darunter Leoni Mets, Operationsmanager bei Ondewo, einer „Conversational AI Platform“, die Maschinen ermöglichen soll, mit Menschen zu interagieren. „Bei diesem Event sind sehr viele aus dem Tech-Business hier. Für uns die richtigen Personen“, sagt sie über das Open House. Remy Tuvaerts von Lendflo, ein „peer-to-peer invoice Finanzmarktplatz“, der auf der Ethereum Blockchain gebildet wurde, erkennt beim Event eine „aktive Szene“, während Franz Haller von Dagopt (Lösung komplexer nichtlinearer Optimierungsprobleme) den Vorteil schneller Kontakte herausstreicht. Jürgen Lederer, Partner bei KPMG (unterstützen Startups bei Entwicklung), hingegen bezeichnet es gar als „bestes Format zum Netzwerken“.

Matchmaking zwischen Startups und Corporates

Für die Batch III Teilnehmer wartet in den kommenden Wochen ein intensives Training. „Es sind für die Verschmelzung von Startups und ‚Corporates‘ drei Dinge essentiell“, sagt Höfinger, „Symbiose, Mindset und Thinking outside the Box“. Den Unternehmen wird in Kleingruppen unter anderem, wie es der weXelerate Manager nennt, „business intelligence“ vermittelt werden. Auch „Media Training“ und der richtige Zugang, wie man sich bei Geschäftstreffen präsentiert, gehören hier ebenso dazu. Höfinger hat aus den bisherigen zwei Batches vor allem als Learning mitgenommen, die Startups intensiver auf Meetings vorzubereiten. „Da wollen wir mehr ins Detail gehen, da wir die Partner und deren Strategie kennen und wissen, was sie mit Startups machen wollen. Wir wollen ein noch besseres Matching betreiben, die Arbeit besser begleiten und ein besser Moderator sein – alles mit dem Ziel, dass wirtschaftlich sinnvolle Projekte herauskommen“, sagt er

Video-Interview  – Sebastian Höfinger, Programm Manager weXelerate, spricht über das Open House Event und die Startup Fair.

Über weXelerate
weXelerate ist das größte Startup- und Innovationszentrum in Zentral- und Osteuropa. Auf rund 9.000 m2 entwickelt weXelerate ein Ökosystem, mit dem Ziel, Startups und etablierte Firmen zu vernetzen. Im Rahmen des Multi-Corporate Accelerators werden rund 100 Startups pro Jahr – aufgeteilt in zwei Batches – bei der Skalierung unterstützt. Der Hauptfokus von weXelerate liegt auf fünf Industrien (Infrastruktur & Energie, Industrie 4.0, Medien, Versicherungen und Banken) und branchenübergreifenden Technologien wie Internet of Things, Mobilitiy, Artificial Intelligence, Bots, Blockchain und Cyber Security.


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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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