14.11.2022

Wastics: Wiener Startup digitalisiert Abfall-Entsorgungsprozess für Betriebe

Das Wiener Startup Wastics hat es sich zum Ziel gesetzt, das Match-Making zwischen Abfall-Erzeuger:innen und -Entsorgungsbetrieben zu digitalisieren. Zudem misst die SaaS-Plattform den Ecological-Footprint von Entsorgungswegen.
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Das Wastics Gründer:innen-Team (c) Wastics
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Viele Unternehmen sind mit den Problemen der betrieblichen Abfallentsorgung vertraut. Hoher Zeit- und Kostenaufwand, nicht transparente Entsorgungswege und viel ungenutztes Potential, um Abfälle möglichst gut zu recyclen und als wertvolle Sekundär-Ressourcen wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Genau aus diesem Grund haben Markus Himmelfreundpointner, Stefan Schott, René Heinrich, Matthias Thallinger und Kerstin Ortbauer das Startup Wastics gegründet. 

Ihr Ziel ist es, mit ihrer Online-Plattform ein digitales Ökosystem für Abfälle und Ressourcen zu bieten, das von der Beauftragung der optimalen Entsorgung bis hin zur Dokumentation und zum Reporting alles abwickelt. “In Österreich gibt es rund 1.600 verschiedene Abfallarten und für jede einzelne gibt es verschiedene Entsorgungsbetriebe. In Summe sind es über 2.000. Als Abfallerzeuger:in ist es sehr kompliziert sowie zeit- und kostenaufwändig, hierfür die passende Partner:in zu finden”, erklärt Stefan Schott, COO von Wastics. 

Wastics misst Ecological Footprint von Entsorgungswegen

Als All-in-One-Lösung möchte Wastics den Prozess der betrieblichen Reste-Entsorgung sowohl für Abfall-Erzeuger:innen, als auch für Abfall-Entsorger:innen so einfach wie möglich gestalten. Neben der digitalen Abwicklung fokussiert das Wiener Startup auch die Umweltauswirkungen unterschiedlicher Entsorgungswege. Um die Abfälle wieder zurück in den Kreislauf zu führen, werden zudem die Verwertungspotentiale der Abfälle erkannt. In drei Schritten können Kund:innen ihre Abfälle auf der Saas-Plattform registrieren. Dabei werden neben den Abfall-Merkmalen auch die Menge und weitere relevante Eigenschaften angegeben. Ist der Entsorgungsbedarf der Erzeuger:in eingetragen, können binnen wenigen Tagen Abfall-Entsorger:innen individuelle Angebote machen. 

Kommt es nach dem Angebotsvergleich zu einem Auftrag, wird der Abholtermin festgelegt. Neben der Nachverfolgungsfunktion stellt Wastics seinen Nutzer:innen auch digitale Lieferscheine und Rechnungen bereit. “Wir möchten ein SaaS-Tool zur Verfügung stellen, das in wenigen Klicks eine Impact-Analyse erstellt und verschiedenste Entsorgungswege – ganz egal wo in Europa man seinen Abfall entsorgen möchte – vorschlägt. Mit unserem Tool können wir den Ecological-Footprint der Entsorgungswege messen und somit die umweltfreundlichste Option ausfindig machen”, sagt Markus Himmelfreundpointner, CEO von Wastics.

Match-Making steht im Zentrum

Die Idee zum digitalen Ökosystem für Abfälle hatte der Geschäftsführer, als er sich im Entsorgungsunternehmen seines Vaters die Frage stellte, welche Auswirkungen ihre Entsorgungswege auf die Umwelt haben. Somit entschied sich Himmelfreundpointner, nachhaltiges Ressourcenmanagement zu studieren, um die Umweltauswirkungen verschiedener Entsorgung-Varianten bilanzieren zu können. Im Studium lernte er den COO Stefan Schott kennen und gründete letztes Jahr mit weiteren Co-Founder:innen Wastics. “Die Konkurrenz bietet teilweise schon Lösungen an. Jedoch wird die Umweltauswirkung bei denen nicht mitbilanziert, was uns von unseren Wettbewerber:innen stark unterscheidet”, erklärt der CEO.

Aktuell – im Oktober – mit Testkund:innen gestartet, möchten die Gründer:innen Anfang 2023 mit begleitenden Marketing-Kampagnen den offiziellen Launch der Plattform verkünden. “Aktuell steht für uns die ökologische Bewertung der Entsorgungsprozesse sowie das Match-Making und ihre Verwaltung im Zentrum. Wir sind noch selbstfinanziert, jedoch offen für Gespräche mit strategischen Investor:innen”, sagt Schott abschließend.

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23.11.2022

Living Standards Award 2023: Wer Standards smart einsetzt, kommt besser ans Ziel

Auf sie kann man sich verlassen: Standards sind das Fundament der meisten Innovationen. Beim Living Standards Award 2023 stehen jene, die sie smart einsetzen, im Zentrum. Derzeit läuft die Bewerbungsphase.
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Living Standards Award: das Siegerfoto 2022 - aktuell läuft die Bewerbungsphase für 2023
Living Standards Award: das Siegerfoto 2022 – aktuell läuft die Bewerbungsphase für 2023 | © Inge Funke
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Man muss das Rad nicht neu erfinden“, lautet ein bekannter Spruch. Dabei geht es nicht nur um mehr Effizienz bei der Produktentwicklung. Es geht auch darum, Innovation auf die Straße zu bringen – um beim Rad zu bleiben. Mit Standards kann die Lücke zum Markt geschlossen werden, der Roll-out schneller erfolgen.

Wer Standards als Fundament herannimmt, gelangt in Innovationsprozessen schneller ans Ziel. Und wer das besonders smart macht, hat die Chance auf den Living Standards Award 2023. Dessen Bewerbungsphase läuft noch bis 7. Dezember. Austrian Standards sucht innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups.

Die meisten Menschen nehmen Standards nicht bewusst wahr, dabei kommen wir alle täglich zigfach damit in Berührung. Standards machen unser Leben einfacher und sicherer. Und das gilt auch für wirtschaftliche Erfolge. Um sie zu erreichen, geben Standards ein Mehr an Planungshoheit und lösen Komplexität zugleich auf. Für vieles gibt es bereits Standards und damit Blaupausen, wovon gerade junge Unternehmer:innen profitieren sowie schneller und effizienter marktfähig werden„, sagt Valerie Höllinger, CEO bei Austrian Standards.

Living Standards Award wird in drei Kategorien vergeben

Vergeben wird der Living Standards Award in drei Kategorien, welche die von Valerie Höllinger angesprochene Bandbreite der Anwendung von Standards von technologischer Innovation bis zu wirtschaftlicher Expansion widerspiegeln sollen:

  • In der Kategorie „Enabling Solutions“ werden Entwicklungs- oder Anwendungsfälle von Standards gesucht, die durch intelligente Lösungen die Arbeits- und Lebensqualität verbessern oder Abläufe sicherer, einfacher und effizienter gestalten.
  • In der Kategorie „Reaching International Markets“ werden Beispiele von Produkten oder Dienstleistungen gesucht, die durch den Einsatz oder die Entwicklung von Standards auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähiger und erfolgreicher wurden.
  • Und in der Kategorie „Developing Future Technology“ werden Best-Practice-Beispiele für die Entwicklung oder Anwendung von Standards gesucht, durch die auf dem Gebiet der Forschung und Innovation neue Wege und Lösungen auf den Weg gebracht wurden.
Living Standards Award Trophäe
So sehen die begehrten Awards aus | © Inge Funke

Österreichs bedeutendste Auszeichnung für Standardisierung und Innovation

Der Living Standards Award wird 2023 bereits zum neunten Mal vergeben und gilt als Österreichs bedeutendste Auszeichnung für Standardisierung und Innovation. Dieses Jahr waren mehr als 200 Teilnehmer:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei der Verleihung dabei. Unter den bisherigen Preisträgern sind Startups und Tech-Unternehmen wie AQT (Alpine Quantum Technologies), cortEXplore, TTTech Group, Viewpointsystem und Purency.

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Das Wastics Gründer:innen-Team (c) Wastics
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