Gäste: Jörg Krämer (Chefökonom Commerzbank), Gerald Resch (Generalsekretär Bankenverband)
Krieg im Iran, hartnäckige Inflation, erratische US-Zollpolitik und ein KI-Boom, der an die Dotcom-Zeit erinnert: Die makroökonomischen Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen verschieben sich 2026 gleich an mehreren Fronten. Jörg Krämer und Gerald Resch ordnen ein, was davon für den Euroraum und Österreich real wird und wann sich das Fenster für Börsengänge wieder öffnet.
Take-aways für Innovationsverantwortliche
- Der Iran-Konflikt wirkt über Energiepreise direkt auf die Inflation im Euroraum. Wer Innovationsbudgets für 2027 plant, sollte mit Energiepreisszenarien statt mit einem Basisfall rechnen.
- KI senkt die Inflation nicht automatisch. Laut Krämer und Resch neutralisiert sie bestenfalls strukturelle Kostentreiber wie Demografie und Dekarbonisierung. Produktivitätsgewinne aus KI sind also kein Puffer, sondern ein Ausgleich.
- Europa braucht eine Kapitalmarktunion, um Risikokapital und Scale-ups im eigenen Raum zu halten. Für Corporates, die mit Scale-ups als Lieferanten oder Partnern arbeiten, ist deren Finanzierungsrisiko ein eigenes Lieferkettenrisiko.
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