21.04.2021

Music Traveler: US-Akteur John Malkovich unterstützt Wiener Startup

Music Traveler wurde 2017 von Julia Rhee und Aleksey Igudesman als Marktplatz gegründet, der Räume und Veranstaltungsorte mit Musikinstrumenten und Ausrüstung für die Kreativwirtschaft zentralisiert. Nun hat das Wiener Startup eine P2P-Plattform namens MusicTraveler.TV gelauncht, auf der Künstler ihre Konzerte streamen können. Und hat dabei prominente Unterstützung in petto.
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(c) Philip Anders - Schauspieler John Malkovich (r.) mit Music Traveler-Gründer Aleksey Igudesman und Julia Rhee.

Bereits vor einem Jahr machten sich Aleksey Igudesman und Julia Rhee Gedanken darüber, wie man die Musikindustrie in der Pandemie unterstützen will. Der brutkasten berichtete. Damals spürte Music Traveler, genauso wie viele andere Unternehmen, die Auswirkungen der Coronakrise. Künstlern brachen Einnahmen weg. Die Lösung: Ein neues Feature, um Musikern einfaches Ticketing und Stream-Konzerte zu ermöglichen. Was damals „Music from Home“ hieß, hat sich über ein Jahr später zur neuen P2P-Plattform MusicTraveler.TV entwickelt.

Ergänzung zu Music Traveler-Marktplatz

Hierbei handelt es sich um eine „natürliche Ergänzung des aktuellen Marktplatzes und eine Online-Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln, kreative Inhalte anzubieten, freizugeben und zu vergleichen, Veranstaltungen zu organisieren und zu vermarkten, Performances zu monetisieren und Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln“, heißt es laut Aussendung.

Expansion in über 20 Ländern

„Es ist eine großartige Möglichkeit für Künstler Werbung zu machen, wobei Musiker wie Daisy Jopling, Tristian Schultz, Iskandar Widjaja, Hyung-Ki Joo, Jacob Bunton und Julian Rachlin die Initiative bereits unterstützen“, sagt Gründer Igudesman. „Wir haben unsere iOS- und Android-App neu überarbeitet und planen, in den nächsten zwölf bis 24 Monaten in mehr als 65 Städten in über als 20 Ländern zu expandieren. Darüber hinaus hat Music Traveler vor kurzem eine dynamische Online-Streaming-Plattform und ein interaktives Social-Networking-Portal mit Fokus auf die Kreativbranche gestartet.“

Prominente Ambassadors für Music Traveler

Zu den Botschaftern von Music Traveler zählen Musiker und Interpreten wie Oscar-Gewinner Hans Zimmer, Yuja Wang, Billy Joel oder Adrien Brody, der 2003 den Oscar für „Der Pianist“ gewonnen hat und auch aus der Serie „Peaky Blinders“ bekannt ist. Ein weiteres Schwergewicht der Hollywood-Riege, das das Musik-Startup schon länger unterstützt, ist US-Schauspieler John Malkovich (bekannt aus Filmen wie R.E.D., Being John Malkovich).

„Es ist eine großartige clevere Idee und ich denke, es besteht auch große Nachfrage, auch für Menschen, die nicht unbedingt professionelle Musiker sind“, sagt Malkovich dazu. „Auch für Amateur-Musikliebhaber ist es eine fantastische Erfahrung. Das Potenzial von Music Traveler ist global. Es ist fantastisch, dass das Startup aus der weltoffenen Stadt der Musik kommt, nämlich Wien.“

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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