13.10.2021

Matthias Strolz wird Advisor und Werbe-Testimonial bei Eddi Bike

Das Wiener Startup Eddi Bike gewinnt Matthias Strolz als Advisor und Werbe-Testimonial. Zudem plant das Startup mit seinem Abo-Modell für Fahrräder im Frühjahr 2022 nach Graz zu expandieren.
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Eddi Bike
Matthias Strolz bei Dreharbeiten für den Eddi Bike Werbespot | (c) Eddi Bike

Prominente Unterstützung erhält das Wiener Startup Eddi Bike, das im Frühling 2021 in der Bundeshauptstadt Wien mit einem Abo-Modell für Fahrräder an den Start ging. Wie auf den Social Media Kanälen von Eddi Bike zu sehen ist, wirbt in einem Werbespot kein geringerer als Ex-Neos-Chef Matthias Strolz für das junge Mobilitäts-Startup.

Matthias Strolz als Advisor und Testimonial

Auf Rückfrage von Brutkasten Earth bestätigt Eddi Bike Co-Founder und CEO Stephan Ziegler, dass Strolz als Werbetestimonial für Eddi Bike auftritt. Zudem fungiert Strolz laut Ziegler als Advisor für das junge Startup und soll zudem mit seinem Netzwerk aushelfen.

Eine Beteiligung als Privatperson bzw. über seinen Venture Builder ThePixelBeat steht allerdings aktuell nicht im Raum. Strolz kommentiert sein Engagement wie folgt: „Nachhaltige Mobilität spielt eine zentrale Rolle in der Klimawende und deswegen bin ich sehr happy mit Eddi Bike ein Impact Startup zu unterstützen, dass sich dem verschrieben hat.“

Eddi BIke setzt bei der Auslieferung seiner Bikes auf einen vollelektrischen VW e-Up | (c) Eddi Bike

Strolz liefert sich wildes Wettrennen

Seine schauspielerischen Fähigkeiten als Werbe-Testimonial beweist Strolz aktuell in einem acht Minuten langen Werbespot des Startups. Dabei liefert sich der Ex-Politiker, der auf’s Auto angewiesen ist, im Wiener Großstadtdschungel ein Wettrennen mit einer Eddi-Bike Radlerin. Im Rahmen der sogenannten “Fahrrad vs. Auto Challenge” müssen die beiden Protagonist:innen unter Zeitdruck eine Reihe an Challenges an bekannten Wiener Plätzen meistern – angefangen von einem Selfie beim Stephansdom bis hin zum Stiegen zählen auf der Strudhofstiege im 9. Bezirk. Kleiner Spoiler: Strolz ist mit dem Auto immer einen Tick zu spät.

Nächster Schritt: Graz und greenstart

Eddi Bike ist als erstes Fahrrad-Abo Österreichs im Feber 2021 in der Bundeshauptstadt gestartet. Wie Ziegler bestätigt, konnte das Startup mittlerweile eine dreistellige Anzahl an Fahrrädern auf Wiens Straßen bringen. 

Das Konzept ist simple: Über ein monatlich oder jährlich kündbares Abo können Nutzer:innen dauerhaft ein Rad mieten – inklusive Wartung, Reparatur und Ersatz bei Diebstahl innerhalb von 48 Stunden. Zudem konnte das Startup auch im B2B-Bereich Fuß fassen und die ÖBB als Kooperationspartner gewinnen. Österreichs größter Mobilitätsdienstleister bietet dabei das Eddi Bike seinen Mitarbeiter:innen zum vergünstigten Abopreis an.

Wie Ziegler bestätigt, sind bereits weitere Städte in Planung. Als nächstes soll Graz in Angriff genommen werden. Der Launch in der steirischen Landeshauptstadt ist für Frühling 2022 geplant. Zudem befindet sich das Startup aktuell auch im greenstart Inkubatorprogramm des Klima- und Energiefonds und wurde ins Finale gewählt, für das aktuell das Voting der Top 3 läuft.


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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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