10.05.2021

Marée: Deutsches Fisch-Startup aus Angelburg macht Laberl aus Welsfilet

Andreas Tatzel hatte die Idee zur Fischdelikatessen, die wie Fleisch schmecken sollen, als ihn ein Bekannter fragte, ob er denn nicht Wurst aus Fisch machen könne. Einige Experimente später und Marée war geboren.
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Marée, Fischwurst,
(c) Marée/FB - Andreas Tatzel, Gründer des Fischwurst-Startups, möchte, dass Menschen mehr Fisch essen.

Andreas Tatzel ist gelernter Fleischermeister und nebenberuflicher Busfahrer. Mit seiner alten Metzgerei ging er einst bankrott. Vor kurzem hat er seine Leidenschaft wiederbelebt und bietet nun mit Marée ein Wurst-Sortiment aus Fisch an. Dabei kommt Welsfilet aus afrikanischen Claresse-Welsen zum Einsatz, welches schonend zu Bratwurst, Burger-Pattys, Laberl, in Salami- und in Fleischkäse-Art verarbeitet wird. Nach eigenen Angaben haben die Fischwürste von Marée einen hohen Eiweißgehalt und Omega-3-Fettsäuren, wenig Fett und nur wenig Kohlenhydrate. Auf Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker wird sogar komplett verzichtet.

Marée: Fisch der nicht nach Fisch schmeckt?

Die Idee dabei ist es, starke Fleischesser zu mehr Fischkonsum zu bewegen. Durch die besondere Art der Zubereitung sollen die an Fleischwaren angelehnten Fischdelikatessen nämlich mehr nach den fleischlichen Vorbildern als nach Fisch schmecken, wodurch sie für Fischliebhaber gleichermaßen ansprechend sein sollen, wie für Fleischliebhaber und -verweigerer.

Aus der Liebe zweier Welsarten geboren

Der verwendete Fisch ist ausschließlich der Claresse-Wels, eine Kreuzung zweier afrikanischer Welsarten, der vom Laich über die Befruchtung und Aufzucht bis zum Jungtier aus kontrollierter Aufzucht aus EU-Zuchtanlagen stammt. Lagerbar sind die Fischprodukte in Kühlschrank oder Tiefkühltruhe und auch in der Zubereitung ähneln sie der fleischhaltigen Wurst. Der Gründer rät zum schonenden Anbraten bei niedriger Temperatur, da die Garzeit geringer ist.

Andreas Tatzel ist heute Abend zu Gast in der „Höhle der Löwen“ und versucht die TV-Investoren von seiner Fisch-Idee zu einem Investment zu bewegen. Weiters dabei sind GreenBill, zanadio, Udo und Badesofa.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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