03.05.2021

Lidl Österreich setzt auf klimaneutrales Sortiment

Der Diskonter Lidl Österreich erweitert sein Sortiment um klimaneutrale Produkte und trägt damit einem aktuellen Konsumentenbedürfnis Rechnung.
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Lidl klimaneutrales Sortiment
© Lidl Österreich
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Im Zuge einer umfassenden Klimastrategie ist Lidl Österreich nicht nur langjähriger Partner von Mutter Erde, sondern treibt auch konsequent den Ausbau eines klimaneutralen Sortiments voran. 2019 startete der Diskonter mit der dauerhaften Listung des klimaneutralen, veganen „Next Level Burger“ sowie kurze Zeit später mit dem „Next Level Faschiertem“. Ende 2020 entschloss man sich dann dazu, das Sortiment der Bio-Eigenmarke „Ein gutes Stück Heimat“ umzustellen. Nun folgt der nächste Schritt mit den Produkten der Eigenmarke „Vemondo“ und den Reinigungsmitteln von „W5 Eco“. Ebenfalls klimaneutral sein werden Couscous, Reiswaffeln, Haferflocken, Ketchup und Ingwer-Shot von „Bio Organic“ sowie aktionsweise erhältliche Beauty-Produkte von „Cien Nature“.

Die durch den Anbau, die Produktion, den Transport und die Entsorgung entstehenden Emissionen werden durch das Unternehmen Climate Partner erhoben; Lidl Österreich gleicht diese dann in Folge durch die Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte (erneuerbare Energien in Indien, sauberes Trinkwasser in Eritrea, Aufforstung in Uganda) aus. „Unsere Kunden können sich durch die klimaneutral gekennzeichneten Produkte bewusst für klimafreundlichere Alternativen zu herkömmlichen Produkten entscheiden und tragen damit aktiv zur Ressourcenschonung und Biodiversität bei“, so Karsten Kremer, Geschäftsleiter Einkauf und Marketing bei Lidl Österreich. Für die Bio-Eigenmarke „Ein gutes Stück Heimat“ werden bereits zwei österreichische Alpenprojekte unterstützt.

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Gewessler: „Bis 2026 investiert Österreich eine Viertel-Milliarde Euro in klimaneutrale Industrie“

Im Zuge ihrer USA-Reise kündigte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler an, dass Österreich bis 2026 rund 250 Millionen Euro in die Dekarbonisierung der Industrie investieren wird. Zudem gab sie mit dem australischen Energieminister Chris Brown den Startschuss zur Mission "Net-Zero Industries".
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Gewessler
(c) Facebook-Page Leonore Gewessler

Pittsburgh gilt in den USA als die ehemalige Stahlmetropole und war letzte Woche zudem auch Schauplatz des „Global Clean Energy Action Forum“, einer der weltgrößten Konferenzen für Klimatechnologien. Neben Unternehmer:innen, Wissenschaftler:innen und Investor:innen waren auch zahlreiche Energieminister:innen aus aller Welt vertreten. Unter den angereisten Entscheidungsträger:innen war auch die österreichische Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die im Zuge ihrer USA-Reise ebenfalls am Forum teilnahm.

Österreich mit Australien Co-Lead für Mission „Net-Zero Industries“

Gemeinsam mit ihren australischen Amtskollegen Chris Brown gab Gewessler im Zuge des „Global Clean Energy Action Forum“ den Startschuss zur sogenannten Mission „Net-Zero Industries“ bekannt. Dabei handelt es sich aktuell um einen Verbund von 22 Ländern und der Europäischen Union, die gemeinsam die Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben wollen. Österreich und Australien sind sogenannte Co-Leads im Verbund. Die Initiative verfolgt laut eigenen Angaben das ambitionierte Ziel, bis 2050 die energieintensive Industrie vollständig zu dekarbonisieren. Aktuell ist die Industrie weltweit für rund ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich – angefangen von den Bereichen der Stahlerzeugung bis hin zur Zementindustrie.

Investition von 250 Millionen Euro

Zudem sollen bis 2030 eine Reihe von technischen Lösungen zur Verfügung stehen, die ausreichend erprobt sind, um die vollständige Dekarbonisierung zu ermöglichen. Im Rahmen der Mission „Net-Zero Industries“ verpflichten sich teilnehmenden Staaten daher in Forschungsprojekte zu investieren. Wie Gewessler im Zuge ihrer USA-Reise bekannt gab, wird Österreich bis 2026 rund 250 Millionen Euro in eine nachhaltigere Industrie investieren.

In Österreich werden sämtliche Aktivitäten rund um die Mission vom Klima- und Energiefonds im Auftrag des Klimaschutzministeriums koordiniert und gleitet. Darüber hinaus ist auch das Direktorium der Mission „Net-Zero Industries“ im österreichischen Klima- und Energiefonds angesiedelt. Missions-Direktorin ist Elvira Lutter, die auch für die strategische Ausrichtung der Mission zuständig ist.

Leuchtturm-Projekte in Österreich

Bereits jetzt gibt es in Österreich laut dem Klima- und Energiefonds Leuchtturmprojekte, die künftig zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen. Dazu zählt beispielsweise envloTcast. Das Ziel des vom AIT geleiteten Projekt ist die vollständige Dekarbonisierung von energieintensiven Hochtemperaturprozessen wie etwa der Stahlverarbeitung.

H2Pioneer ist hingegen eine Vor-Ort-Lösung für den in Zukunft steigenden Wasserstoffbedarf in der Halbleiterindustrie. Konkret wird eine Demonstrationsanlage bei Infineon in Villach umgesetzt sowie die Wiederverwertbarkeit des in der Halbleiterindustrie eingesetzten Wasserstoffs analysiert.


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