30.10.2018

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

Das Wiener Startup Hero bietet E-Sports-Wetten über die Blockchain an. Nach dem ersten ICO Österreichs vor einem Jahr und einem Beta-Test seit Juni diesen Jahres kann nun jeder mit dem HEROcoin PLAY auf der Plattform Herosphere wetten.
/artikel/hero-esports-wetten-blockchain
Hero startet mit HeroCoin play auf ethereum-mainnet - esports-wetten auf herosphere
(c) derbrutkasten - Haris Dervisevic: Vladimir Garbeshkov und Paul Polterauer von Hero

„Wir haben uns gedacht, wir machen etwas ganz unübliches für einen ICO und bringen tatsächlich ein Produkt“, scherzt Paul Polterauer, Co-Founder und CEO des Wiener Startups Hero. Es war vor etwas mehr als einem Jahr der erste ICO nach österreichischem Recht, den Hero (erfolgreich) über die Bühne brachte. Umgerechnet rund zwei Millionen US-Dollar kamen dabei herein. Verkauft wurde der HEROcoin PLAY, mit dem Ziel ihn später als Wetteinsatz für eSports-Wetten über die Ethereum-Blockchain auf der Plattform Herosphere anzubieten. Genau das wurde nun realisiert.

+++ Wiener Startup berät Malta bei neuer Gambling-Lizenz +++

Intensiver Beta-Test seit Juni

Bereits seit Ende vergangenen Jahres konnte der Coin gehandelt werden. Seit Juni erprobte man Bei Hero nun den angestrebten Usecase am „Ropsten Testnet“, das für Beta-Tests von Ethereum-basierten Anwendungen geschaffen wurde. 300 Test-User wetteten dort noch mit fiktivem Krypto-Geld. „Da waren auch einiger Developer dabei, die aktiv versucht haben, das System zu zerlegen“, erzählt Polterauer. Jetzt sei man zufrieden und startet auf dem Mainnet, wobei der Co-Founder einräumt: „Wir hätten auch noch drei Monate weitertesten können“. Doch innerhalb der vergangenen „extrem intensiven“ Monate hätten die Developer alles gegeben, um rechtzeitig fertig zu werden.

Hero Team
(c) Hero: Das Team

Launch rechtzeitig für eSports-Mega-Event

Rechtzeitig für die League of Legends World Finals, die diesen Sonntag stattfinden. Mit mehr als 30 Millionen erwarteten Zusehern zur Spitzenzeit und einem Preisgeld von mehreren Millionen US-Dollar ist es eines der weltweit wichtigsten eSports-Events. Herosphere-User können auf den Ausgang der World Finals wetten, indem sie ein Fantasy-Team zusammenstellen. Dann werden nach typischen Gaming-Stats wie Kills und Assists Punkte verteilt. Im diesen Sonntag angebotenen Modus bekommen die besseren 50 Prozent der Wettenden den Einsatz doppelt zurück, die anderen gehen leer aus. Für die nahe Zukunft sind eine Reihe von weiteren Wett-Modi, etwa auch nach dem Jackpot-System, geplant.

League of Legends, CS:GO, DotA2 und Overwatch

Und Gelegenheit zu wetten soll es ab jetzt genug geben – obwohl nur eSports-Turniere auf internationaler Ebene abgebildet werden. „Es wird täglich etwas auf der Plattform los sein“, sagt Polterauer. Gewettet werden kann derzeit neben League of Legends auf CS:GO, DotA2 und Overwatch. Die möglichen Einsätze am Sonntag bewegen sich zwischen umgerechnet zehn und 200 Euro. Knapp unter zehn Prozent des gesamten Topfes fließen an Hero.

„Im Endeffekt soll die Blockchain so im Hintergrund laufen, dass man sich nicht mit ihr beschäftigen muss.“

Einfluss auf den Kurs des PLAY?

Eingesetzt werden können nur PLAY-Token – der Umrechnungskurs steht derzeit bei etwa einem Euro zu 100 PLAY. Rund 252 Millionen Token gibt es insgesamt – die Menge kann nicht mehr geändert werden. Der Kurs könnte sich freilich bald ändern. „Kurzfristig erwarten wir einen Einfluss auf den Kurs durch die Nachricht vom Launch auf dem Mainnet. Langfristig erwarten wir eine Kurssteigerung, wenn mehr User den PLAY aktiv nutzen und die Nachfrage dadurch steigt“, erklärt Paul Polterauer. Für die Usability der Plattform sei der Kurs letztlich irrelevant. Man könne die möglichen Wetteinsätze entsprechend anpassen.

Massentauglichkeit noch nicht erreicht

Bei allem habe man die Massentauglichkeit noch nicht erreicht, gibt Polterauer zu. „Im Moment sind unsere User Krypto-Freaks. Der Onboarding-Vorgang ist noch ziemlich aufwändig“. So müsse man etwa erst einmal außerhalb der Plattform PLAY kaufen, um sie auf die Herosphere-Wallet zu laden. „Im Endeffekt soll die Blockchain so im Hintergrund laufen, dass man sich nicht mit ihr beschäftigen muss“, sagt der Hero CEO. Ein Payment-System direkt auf der Plattform sei etwa auf Dauer unabdingbar. „Erst dann kann es wirklich für alle erfolgreich sein“. Dafür gebe es aber auch noch genug Budget aus dem ICO. „Wir waren sehr sparsam“, sagt Polterauer.

Viele Pläne bei Hero

Und auch sonst hat man bei Hero viele Pläne für die kommenden Monate. So sollen etwa bald Streams von twitch, bei denen die für die Wette relevanten Werte mitlaufen, direkt auf der Herosphere-Plattform zu sehen sein. Mittelfristig soll auch auf einzelne Spiele, anstatt nur auf das gesamte Turnier gewettet werden können. Und es soll mehr Interaktionsmöglichkeiten während des Spiels geben.

⇒ Zur Plattform

Archiv: Paul Polterauer und Bernhard Blaha im Video-Interview

Paul Poulsson & Bernhard Blaha, die Co-Founder von Herosphere, dem Issuer von HERO-Coin, im Live Gespräch mit Dejan Jovicevic über den Stand ihres Coins, Österreich als ICO-Land, den aktuellen Status auf dem Krypto Markt, ihre Erfahrungen mit den Exchange Plattformen, ICOs uvm.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 25. Januar 2018

Deine ungelesenen Artikel:
01.07.2026

re:Marc: Nachhaltiger Impact mit nachhaltigem Geschäftsmodell

Bei der Konferenz re:Marc, die dieses Jahr in Budapest stattfand, trafen sich einige der vielversprechendsten Social Entrepreneure aus Mittel- und Osteuropa. Sie zeigten einmal mehr, dass wirtschaftlicher Erfolg und tiefgreifender gesellschaftlicher Impact Hand in Hand gehen können.
/artikel/remarc-nachhaltiger-impact-mit-nachhaltigem-geschaeftsmodell
01.07.2026

re:Marc: Nachhaltiger Impact mit nachhaltigem Geschäftsmodell

Bei der Konferenz re:Marc, die dieses Jahr in Budapest stattfand, trafen sich einige der vielversprechendsten Social Entrepreneure aus Mittel- und Osteuropa. Sie zeigten einmal mehr, dass wirtschaftlicher Erfolg und tiefgreifender gesellschaftlicher Impact Hand in Hand gehen können.
/artikel/remarc-nachhaltiger-impact-mit-nachhaltigem-geschaeftsmodell
Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto

„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Testphase abgeschlossen: Hero-eSports-Wetten starten auf Mainnet