12.12.2019

Gem2Go Kiosk: So sollen Gemeindeämter im 21. Jahrhundert ankommen

In den heimischen Gemeindeämtern spielt Papier noch eine wichtige Rolle - und zwar gesetzlich verpflichtend. Doch mit Oberösterreich und Tirol haben bereits zwei Bundesländer der Digitalen Amtstafel den Weg geebnet. Die Steyrer RIS GmbH steht mit dem Gem2Go Kiosk bereit, die Gemeinden zu versorgen.
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Digitale Amtstafel: Reinhard Haider, Amtsleiter Marktgemeinde Kremsmünster und Michael Kölbl, Geschäftsführer RIS GmbH vor dem Gem2Go Kiosk
Reinhard Haider, Amtsleiter Marktgemeinde Kremsmünster und Michael Kölbl, Geschäftsführer RIS GmbH vor dem Gem2Go Kiosk
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„Er ist das Riesen-Smartphone fürs Gemeindeamt“, sagt Michael Kölbl. Der Geschäftsführer des Unternehmens RIS GmbH mit Sitz in Steyr, Oberösterreich spricht vom Gem2Go Kiosk. Der Touchscreen – die Hardware bezieht man vom Wiener Startup TableConnect – soll der Zettelwirtschaft in den heimischen Gemeindeämtern ein Ende bereiten. Auf der interaktiven „Digitalen Amtstafel“ können Ankündigungen, Kundmachungen, Veranstaltungen und andere wichtige Informationen für die Gemeindebürger ausgespielt werden.

+++ Gem2Go: Die App, die 600 österreichische Gemeinden als Kunden hat +++

Oberösterreich und Tirol ebnen den Weg

Voraussetzung ist, dass das auch erlaubt ist. Denn die Papier-Aushänge in Ämtern sind derzeit noch in den meisten österreichischen Bundesländern verpflichtend. „In Oberösterreich ist die rein digitale Amtstafel seit Anfang 2019 rechtskonform, in Tirol ist sie es nach einem Beschluss mit Anfang 2020. Weitere Bundesländer werden folgen“, ist sich Kölbl sicher.

Video: Das kann der Gem2Go Kiosk

RIS GmbH lauchnt Gem2Go Kiosk

Der Gem2Go Die Gemeinde Info und Service App Kiosk der RIS GmbH dient als Digitale Amtstafel und ist "das Riesen-Smartphone fürs Gemeindeamt". Geschäftsführer Michael Kölbl hat uns mehr darüber erzählt. #sponsored

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 28. November 2019

RIS GmbH: Marktführer in der Gemeinde-Digitalsierung

Mit der RIS GmbH hat er dann die perfekten Voraussetzungen, den neuen Markt flächendeckend zu bedienen. Denn der Gem2Go Kiosk ist bereits das dritte Produkt des Unternehmens, das sich der Digitalisierung der Gemeinden widmet. Bei den ersten zwei hat man in Österreich die Marktführerschaft. Mit dem System RIS Kommunal, einem Service und Content Management System (CMS) speziell für Gemeinde-Websites, hat man mehr als die Hälfte der heimischen Kommunen als Kunden. Weitere rund 650 österreichische Gemeinden sind zahlende Premium-Kunden der App Gem2Go, über die Gemeindebürger mit relevanten Informationen versorgt werden. Sie können darüber auch mit der Gemeinde kommunizieren und sich etwa Push-Benachrichtigungen zu Dingen wie aktuelle Straßensperren, oder Müllabfuhr schicken lassen.

Gem2Go Kiosk: Digitale Amtstafel schließt den Kreis

Mit der digitalen Amtstafel schließt man nun den Kreis, denn die Systeme der RIS GmbH sollen mehr als nur Informationen abbilden. Alle drei Lösungen sind miteinander vernetzt und spielen zusammen. Eingaben müssen nur einmal für die drei Systeme gemacht werden. „Wir haben eine Branchenlösung geschaffen, die wie ein Gemeindebediensteter tickt. Wir bieten nicht das klassische CMS, sondern haben einen Aufbau, der sich an der Struktur der Gemeindeverwaltung orientiert“, erklärt Kölbl.

„Zentraler Ausgangspunkt für E-Government“

Digitalisiert wird also nicht nur die Kommunikation, sondern die gesamte Struktur mit ihren Prozessen. „Die Webseite und Gem2Go sind der zentrale Ausgangspunkt für E-Government für unsere Bürger“, sagt dazu Reinhard Haider, Amtsleiter der Marktgemeinde Kremsmünster. Nachdem man schon bei RIS Kommunal von Beginn an dabei gewesen war, habe man nun auch beim Gem2Go Kiosk zu den Pionieren gehören wollen – Kremsmünster startete die Nutzung der Digitalen Amtstafel als erste von mittlerweile knapp 30 Gemeinden.

Und mit weiteren Bundesländern, die erwartungsgemäß Oberösterreich und Tirol in der Gesetzgebung folgen werden, dürfte es für die RIS GmbH bald Aufträge in sehr vielen Kommunen geben. „Unsere Gemeinden und Städte brennen auf die Digitalisierung, auch wenn es nicht immer leicht ist und viel umgedacht werden muss, so erkennen sie definitiv die Wichtigkeit, vor allem die Wichtigkeit an Innovation“, sagt Kölbl.

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Daniel Cracau Founding Director Outreach & Start-ups der IT:U | (c) brutkasten / Dervisevic
Daniel Cracau ist Founding Director Outreach & Start-ups der IT:U | (c) brutkasten / Dervisevic

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 Aufbrechen erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Eigentlich, erzählt er, hatte er sich eine berufliche Auszeit vorgenommen, als die IT:U Anfang 2025 bei ihm angeklopft habe. Dort habe man einen „Macher, nicht nur einen Verwalter“ für die Schnittstelle zur Wirtschaft gesucht. „Ich habe mich mit einem radikalen Konzept beworben und gleich klargestellt, dass ich meinen eigenen Kopf habe und Unbequemes anspreche.“ Das Konzept wurde angenommen, Cracau trat im Sommer seinen Dienst an. „It’s my project. I love it, und seitdem bin ich all-in“, sagt er heute.

„Ein System, das sich permanent verändern kann“

Der Reiz der IT:U liege darin, dass sie als öffentliche Hochschule komplett neu errichtet werde, ohne verkrustete Legacy-Probleme. Ziel sei es, zu beweisen, dass man eine moderne Universität von Anfang an richtig konzipieren könne. Das bedeute vor allem auch Wandlungsfähigkeit: „Auf die Frage, wie die IT:U in 15 oder 20 Jahren aussehen wird, antworte ich: ‚Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass sie auf jeden Fall nicht so aussieht wie heute.‘ Ich glaube, das ist auch der Kern dieses ganzen Projekts: diese Fähigkeit, sich an die Realität der Welt anzupassen.“ IT-Fakultäten an etablierten Universitäten könnten diese Agilität in der vorhandenen Struktur nicht erreichen. „Und wenn wir jetzt kein System bauen, das sich permanent verändern kann, ist die IT:U in zehn Jahren auch veraltet“, so Cracau.

Dieses Umfeld ziehe auch „Rebels“ an, die Dinge neu denken wollen – sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Studierenden. „Masterstudierende, die sich trauen, in ein Studium einzusteigen, das keine Referenz hat, haben dieses Pionier-Gen“, ist Cracau überzeugt. Und das brauche man auch für Spinoffs. Auch dass Englisch die offizielle Sprache an der IT:U ist, ziehe eine tendenziell gründungsaffine Zielgruppe an: „Die Ausgründungsrate bei internationalen Studierenden ist bis zu fünfmal höher“, so Cracau.

Gelernt wird an der IT:U projektbasiert in Kleingruppen direkt an Technologien wie Robotik und KI. Das Ziel sei die Verschmelzung von technischer Expertise und Future Skills. Dabei müsse man einem Problem erst interdisziplinär auf den Grund gehen, bevor man es lösen könne. Cracau: „Gründerinnen und Gründer suchen sich ihre Probleme, gehen mit offenen Augen durch die Welt und beißen sich dann an etwas fest, das sie wirklich interessiert.“ Dennoch dürfe man sich beim Thema Ausgründungen keinen Illusionen hingeben: „Die Vorstellung, dass man jede beliebige Forschende oder jeden beliebigen Forscher zu Gründerinnen und Gründern ausbilden kann, ist romantisch.“

Und aktuell befinde sich die IT:U auch noch in einer Bringschuld, die einen zentralen Punkt in der öffentlichen Spinoff-Debatte betrifft: „Wir arbeiten noch an unserer IP-Policy. Die wollen wir Schritt für Schritt aufbauen“, sagt Cracau. Das Ziel sei dabei klar: Sie soll „maximal gründungsfreundlich“ werden. Und er spricht auch das zweite Großthema rund um universitäre Ausgründungen an: den Zugang von Universitäten zu Unternehmensanteilen. „Wenn die Universität früh mit einem hohen Anteil – sagen wir: zehn Prozent – und Mitspracherecht reingeht, killt das die Erfolgschancen des Spinoffs“, warnt Cracau. Internationale Vorbilder wie die ETH Zürich und die TU München mit UnternehmerTUM würden zeigen, dass flache Beteiligungsstrukturen besser funktionieren. „Der Mehrwert kommt langfristig über erfolgreiche Alumni zurück, die das Ökosystem unterstützen“, so Cracau.

Kooperationen im Zentrum

Um angehende Gründer:innen ganz konkret zu fördern, setzt die IT:U auf Begleitung ab Tag eins bereits in der „Welcome Week“. Ausgründen sei „nicht nur eine Möglichkeit, sondern es wird proaktiv gefördert“. Neben dem Aufbau einer eigenen finanziellen Anschubförderung soll im nächsten Jahr ein „Startup Partner“ als erster Ansprechpartner an Bord kommen. „Diese Person muss echte Gründungserfahrung mitbringen, um ein authentischer und kompetenter Begleiter zu sein“, betont Cracau. Den entscheidenden Hebel sieht er letztlich in der Praxisnähe: „Der absolut größte Breaking Point ist Go-to-Market. Durch das projektbasierte Arbeiten an realen Industrieaufgaben ist die Basis für den Marktstart von vornherein viel besser.“ Diese Industriekooperation passiert etwa in einem kürzlich eröffneten gemeinsamen Labor mit Infineon Austria.

Als Vision skizziert Cracau ein noch größeres Ziel: „Letztlich soll der Mehrwert der IT:U darin bestehen, nicht nur Graduates hervorzubringen, die direkt in die Wirtschaft gehen, sondern auch als Anker im Ökosystem für eine Gründungswelle zu stehen und diese institutionell zu begleiten.“ Das könne aber nur mit einem breiten Schulterschluss gelingen – nicht nur mit anderen Unis, wie es etwa mit der „Schwester-Uni“ JKU bereits der Fall sei, sondern auch mit Wirtschaft und Industrie: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Denn am Ende ist ganz Österreich nur ein kleines Ökosystem.“

Die Hochlauf- und Entwicklungskurve bleibe jedenfalls steil und anspruchsvoll. Als entscheidender Meilenstein für den weiteren Erfolg der IT:U gilt die anstehende Wahl der Universitätsführung Mitte 2027.

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Gem2Go Kiosk: So sollen Gemeindeämter im 21. Jahrhundert ankommen

„Er ist das Riesen-Smartphone fürs Gemeindeamt“, sagt Michael Kölbl. Der Geschäftsführer des Unternehmens RIS GmbH mit Sitz in Steyr, Oberösterreich spricht vom Gem2Go Kiosk. Auf der interaktiven „Digitalen Amtstafel“ können Ankündigungen, Kundmachungen, Veranstaltungen und andere wichtige Informationen für die Gemeindebürger ausgespielt werden. Der Gem2Go Die Gemeinde Info und Service App Kiosk der RIS GmbH dient als Digitale Amtstafel und ist „das Riesen-Smartphone fürs Gemeindeamt“. Mit der RIS GmbH hat er dann die perfekten Voraussetzungen, den neuen Markt flächendeckend zu bedienen. „Die Webseite und Gem2Go sind der zentrale Ausgangspunkt für E-Government für unsere Bürger“, sagt dazu Reinhard Haider, Amtsleiter der Marktgemeinde Kremsmünster.

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