15.05.2019

FH Wiener Neustadt lädt zum Gründertag mit Pitches und Experten

Am 14. Juni können sich Besucher auf dem Gründertag der FH Wiener Neustadt vor Ort ein Bild von den Startups und Projekten machen, die aus dem Masterstudiengang Entrepreneurship & Applied Management und dem Start Up-Center der FHWN entstehen.
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FH Wiener Neustadt
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Seit drei Jahren gibt es nun den Masterstudienzweig Entrepreneurship & Applied Management der FH Wiener Neustadt, der auf eine Kombination aus Innovation und einer fundierten BWL-Ausbildung setzt. Die Mischung funktioniert offensichtlich, denn im März 2019 wurde der Masterstudienzweig beim österreichweiten FH Ranking des Industriemagazins als bester Master Studienzweig für allgemeine BWL gekürt.

Doch nicht nur die Auszeichnung zeigt das Potenzial des Studienzweigs – sondern auch die zahlreichen Projekte und Startups, die von den Studierenden und Absolventen gegründet wurden – wie die folgenden drei Beispiele zeigen.

1. Marschpat

Das “Digitale Marschbuch” ist ein innovatives Gesamtsystem für digitale Noten, das speziell für die Blasmusik entwickelt wurde. Noten auf digitalen Anzeigegeräten können erstmalig mit neu designten Marschgabeln direkt am Instrument befestigt werden. Das Umblättern erfolgt automatisch, bei Auswahl eines Titels wird dieser auf alle Geräte synchronisiert. Zahlreiche Noten können beim Marschieren digital mitgenommen werden. Verleger und weitere Werbepartner werden auf dem System integriert. Das Team besteht aus Gründer und CEO Patrick Rupprecht Absolvent des Masterstudienzweiges Entrepreneurship & Applied Management, CMO Carina Eigner (Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung FHWN) und CTO Markus Wenzl.

„Durch die Digitalisierung und neue Technologien kann enorm viel Zeit und Aufwand gespart, Belastungen reduziert und die Motivation und Freude für Musik gestärkt werden”, heißt es von den Gründern. Das Startup ist außerdem für den Genius Award in der Kategorie Genial digital von riz up nominiert und wird am 28. Mai an der Preisverleihung teilnehmen.

Marschpat wird von 27.06. bis 30.06. am Festival „Woodstock der Blasmusik“ in Oberösterreich das neue System den 100.000 Blasmusik-begeisterten Besuchern vorstellen und mit einem Stand vertreten sein. Das digitale Marschpat kann schon vorreserviert werden und ist voraussichtlich ab Herbst erhältlich.

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2. Helpsole

Das Helpsole-Team besteht mit CEO Ines Nechi, CSO Philipp Lederle, CFO Thomas-Ferdinand Perktold und COO/CTO Andreas Müllner aus vier Masterstudierenden des Studienganges „Entrepreneurship and Applied Management“ und vereint gesundheitsbezogene, wirtschaftliche und technische Kompetenzen. In Zusammenarbeit mit einem der führenden Parkinson-Spezialisten, Dieter Volc, will Helpsole den therapeutischen Markt revolutionieren: Die Helpsoler werden durch die Vision vereint, ein neuwertiges und alltagstaugliches Produkt für Patientinnen und Patienten mit Morbus Parkinson zu schaffen und deren Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Ungefähr 3.000.000 Parkinson-Patienten weltweit leiden an den Symptomen des Freezings oder Trippelings. Freezing und Trippeling beeinträchtigt die Mobilität der Betroffenen massiv und führt oft zu schwerwiegenden Stürzen. Helpsole ist ein Wearable, das Freezing und Trippling erkennt und dem entgegenwirkt, indem diskrete Reize in Form von Vibration verabreicht werden

Das junge Team hat erst vor kurzem den Sieg bei Pitch2Berkeley geholt und fliegt dieses Jahr im August ins Silicon Valley.

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3. Wanderbrauer

Die EAM Studierenden und Gründer der Wanderbrauer KG – Dieter Vierbach, Michael Novotny, Lukas Spineth, Sebastian Kunc und Tanja Nemetz – ziehen österreichweit von einer Brauerei zur nächsten und brauen dort ihre eigenen Biere mit Unterstützung der lokalen Mitarbeiter.

Kunden können die Etiketten individuell bedrucken lassen, die Whitelabel-Lösung kommt besonders bei B2B-Kunden – also Unternehmen, Vereinen und Clubs – gut an. Derzeit ist das Bier bereits in Wiener Neustadt im Siegl’s Bier Pub, Mary’s Pub und im Jedermann erhältlich.

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Gründertag im Startup-Center der FH Wiener Neustadt

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich selbst vor Ort ein Bild von der Entrepreneurship-Ausbildung und den Startups machen: Am 14. Juni veranstaltet das Start Up-Center der FHWN erstmals einen Gründertag an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Dieser wird auch gleichzeitig Abschlussevent des ersten Batch des Accelerator-Programms im FHWN-Startup-Center sein und unter dem Motto „FHWN StartUp Into the Summer“ stehen.

Das FHWN Start Up-Center lädt an diesem Tag ausgewählte innovative Jungunternehmer und Startups an die FH Wiener Neustadt ein. Interessierten, jungen und innovativen Unternehmen und Startups aus unterschiedlichsten Bereichen – von Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Sport, Sicherheit bis zu innovativen Food-Unternehmen – wird die Möglichkeit geboten, ihre Produkte, Services und Konzepte im Rahmen eines Standes zu präsentieren, beziehungsweise in den Dialog und Austausch mit Studierenden, Mitarbeitern, zukünftigen Kunden, Investoren und weiteren Unterstützern zu treten.

Ebenso werden an diesem Tag Netzwerkpartner aus dem Gründungs- und Startup-Umfeld – unter anderem von tecnet, Accent, ecoplus, RIZ-UP, WKO, i2b, KPS, Social Impact Award, 42law, Minted u.a.m.– vertreten sein, welche Gründungs-Interessierten, Erfindern und Jungunternehmern mit Rat & Tipps und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden an diesem Tag Startup-Entrepreneure aus dem Fachhochschul-Umfeld (FHWN und weitere FHs) ihr Projekt oder Unternehmen vor einer Investoren-Jury vorstellen. In der Jury sind unter anderem Heinrich Prokop von CleverClover, PushVentures, tecnet, und PrimeCrowd vertreten.

Die Veranstaltung ist als offener Austausch und Plattform für alle Innovations- & Gründungsinteressierte konzipiert und lädt Jungunternehmer, Netzwerkpartner und Interessierte zum Mitmachen ein. Nachdem das FHWN Start Up-Center diese Veranstaltung gemeinsam mit der ÖH der FH Wiener Neustadt organisiert, wird die Veranstaltung abends in entspannter Atmosphäre in das ÖH-Sommerfest übergehen. Auch die Studenten-Startups Marschpat und Helpsole werden vor Ort pitchen.

Das Programm des FHWN StartUp Into the Summer- Gründertags:

14:00 Eröffnung der Startup-Ausstellerstände & Thementische

15:00 Experten-Panel

16:00 Pitch-Contest

17:45 Ergebnispräsentation Jury

18:00 Ende der Ausstellerstände & Netzwerken im Zuge des ÖH-Sommerfestes an der FHWN


Anmeldung bei Sebastian Kunc vom Startup-Center der FHWN via [email protected] oder 02622/89 084-651.

Online-Anmeldung für einen Studienplatz: https://onlinebewerbung.fhwn.ac.at/Account/Register?ReturnUrl=%2f

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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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