12.01.2018

Enpulsion: Erster Satellit mit Wr. Neustädter Antrieb im All

Meilenstein für das Wr. Neustädter Startup Enpulsion: Der erste Nanosatellit mit dem an der FOTEC entwickelten Antrieb wurde heute erfolgreich ins Weltall befördert.
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Mit so einer Trägerrakete wurde der Nanosatellit mit Enpulsion-Antrieb ins All befördert (Bild aus dem Juni 2017).
(c) ISRO: Mit so einer Trägerrakete wurde der Nanosatellit mit Enpulsion-Antrieb ins All befördert (Bild aus dem Juni 2017).
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Heute, Freitag 12. Jänner, um 04:48 Uhr (MEZ) war es soweit. Erstmals flog ein Nanosatellit íns Weltall, der mit dem Antrieb des Wiener Neustädter Startups Enpulsion ausgestattet ist – der Brutkasten berichtete bereits mehrmals über das Startup. Konkret brachte eine indische Trägerrakete, ein „Polar Satellite Launch Vehicle“, den Nanosatelliten gemeinsam mit einigen weiteren Satelliten vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre auf Sriharikota aus ins Erdorbit. Wie der Brutkasten von Enpulsion erfuhr, lief der Launch nach Plan. Alle Systeme laufen bislang reibungslos.

+++ Enpulsion: Aerospace Startup aus Österreich bringt echte Disruption +++

„Wichtiger Schritt für weiteres Wachstum“

Der rund 30 cm große Satellit wurde in einem Orbit von 400 km entlassen und wird dort die nächsten Wochen bleiben. Diese Zeit werde man unter anderem für mehrere Tests nutzen, bei denen das Triebwerk die Umlaufbahn des Satelliten deutlich verändern wird, heißt es von Enpulsion. „Es ist für uns alle ein aufregender Tag und ein wichtiger Schritt für unser weiteres Wachstum“, sagt Founder und CEO Alexander Reissner. Enpulsion hat nach eigenen Angaben eine gute Auftragslage. Punkten kann das Startup stark über den Preis. „Unser modularer Ansatz für Triebwerke ist weltweit einzigartig und für alle namhaften Satellitenhersteller eine kostengünstige Lösung einer zentralen Herausforderung beim Bau ihrer Satelliten“, erklärt Reissner. Erst im Dezember hat Enpulsion eine 1,2 Millionen Euro-Finanzierungsrunde verkündet.

Video-Interview mit Enpulsion-Founder Alexander Reissner

Nanosatellit-Launch: „Moment, der unglaublich stolz macht“

Entwickelt wurde die Technologie ursprünglich an der der FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH, dem Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt. Entsprechend zufrieden gibt sich FOTEC-Geschäftsführer Helmut Loibl: „Der Start einer Trägerrakete mit einem Satelliten, der ein von der FOTEC entwickeltes elektrisches Triebwerk verwendet, ist ein Moment, der unglaublich stolz macht. Ich freue mich aber auch über die kommerzielle Verwertung dieser Technologie durch Enpulsion und bin zuversichtlich, dass dies durch die erfolgreiche In-Orbit-Demonstration maßgeblich unterstützt wird“.


⇒ www.enpulsion.com
⇒ www.fotec.at

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vor 12 Stunden

Österreichische Nationalbank verkündet NFT-Forschungsprojekt „Citadel“

Mit "Citadel" hat die Österreichische Nationalbank ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, dass sich NFTs, das Metaverse und die dahinter stehenden Technologien genauer anschaut.
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Die Österreichische Nationalbank verkündet ein neues Forschungsprojekt mit Fokus auf NFTs ©Spitzi-Foto; fotomek / AdobeStock
Die Österreichische Nationalbank verkündet ein neues Forschungsprojekt mit Fokus auf NFTs ©Spitzi-Foto; fotomek / AdobeStock

Die Österreichische Nationalbank (OeNB) reiht sich in die Liste jener österreichischen Banken ein, die sich intensiver mit dem Thema Blockchain beschäftigen. Speziell der Hype um Non-Fungible Token (NFTs) und das Metaverse, habe die OeNB dazu angehalten, ein Forschungsprojekt namens “Citadel” auf die Beine zu stellen. Im Rahmen des Innovationlabs der OeNB sollen mit „Citadel“ Anwendungsbereiche analysiert und simuliert werden. 

Blockchain: Wissensaufbau und Wissenstransfer vorantreiben

„Projektziel war es einerseits neue fachliche Ideen mit neuen Technologien zu erproben und andererseits den Wissensaufbau und den Wissenstransfer in der OeNB aktiv voranzutreiben“, erklärt Harald Fuchs, Koordinator des Projekts. Hierfür seien Expert:innen aus den Bereichen Kunst, Recht, Treasury und Technik im Citadel-Team zusammen gekommen und haben mit ihren jeweiligen fachlichen Hintergründen ihr Wissen über NFTs und das Metaverse erweitert. Sowohl technische als auch rechtliche und kunsthistorische Aspekte wurden hierbei mit einbezogen.

Spannungsfeld zwischen künstlerischem Ausdruck und Anlage

„Wir haben die Smart Contracts auf dem Testnetz selbst erstellt und somit auch die NFTs im eigenen Innovation Lab erstellt. Im Zuge dessen haben wir uns auch dezentrale Speichermedien und deren Vor- und Nachteile genauer angeschaut“, meint Johannes Duong (Treasury Back Office). Als mögliches Einsatzgebiet der NFTs habe man dementsprechend das Metaverse genauer analysiert – genauer gesagt, wurden NFTs versuchsweise in eine Metaverse-Plattform eingebunden.

Kunsthistorikerin und Teammitglied Chiara Galbusera erklärt zudem, dass sich ein Teil der Forschung mit dem Spannungsfeld zwischen künstlerischen Ausdruck und Anlage beschäftigt habe. Ihr Learning: Es gibt sehr viele weitere Möglichkeiten für NFTs als junges, künstlerisches Medium, die es noch auszuschöpfen gilt. Simon Weginger aus dem IT-Development ergänzt dazu, dass mit den entwickelten Prototypen wichtige Erfahrungen für die Bereiche Virtual Payment und E-Identity gesammelt werden konnten.

Die rechtlichen Fragen rund um NFTs

„Juristen haben den Ruf die Party-Crasher im Bereich der Digitalisierung zu sein. Im Fall des Citadel-Projekts sehen wir uns allerdings als die Organisatoren der Party“, meint Armin Ahari aus der Rechtsabteilung. Im Rahmen des Projekts habe er sich mit seinen Kolleg:innen mit den relevanten rechtlichen Fragestellungen auseinander gesetzt, wie bspw. jenen nach den Unterschieden bei diversen NFTs, wie NFTs rechtlich wirksam übertragen werden können, oder wie Geldwäsche mit NFTs verhindert werden kann. Die Umsetzung einer Übertragung von physischen Vermögenswerten durch nicht fungible Token, die als Sicherheiten bei Finanztransaktionen rechtlich verbindlich genutzt werden können, standen also laut OeNB ebenfalls im Fokus des Projekts.

Die Nationalbank betont, dass sie sich auch zukünftig vermehrt mit der Thematik auseinandersetzen wolle und behalte daher weitere Anwendungsmöglichkeiten im Blick.

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(c) ISRO: Mit so einer Trägerrakete wurde der Nanosatellit mit Enpulsion-Antrieb ins All befördert (Bild aus dem Juni 2017).

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