05.08.2022

Cleen Energy schließt Millionen-Deal für PV-Anlagen auf stillgelegten Deponien ab

Die österreichische Cleen Energy AG konnte sich einen Auftrag in Millionenhöhe zum Bau von Photovoltaikkraftwerken in Deutschland sichern. Die Projekte sollen auf stillgelegten Deponien umgesetzt werden.
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(c) Cleen Energy

Stillgelegte Deponien könnten sich künftig als attraktive Freiflächen für die Errichtung von PV-Anlagen eignen und somit einen Beitrag im Kampf gegen die Energiekrise leisten. So spielt beispielsweise eine mögliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bei Deponien kaum eine Rolle.

Ein richtungsweisendes Projekt in diesem Bereich wird nun die österreichische Cleen Energy AG umsetzen – allerdings nicht in Österreich, sondern im Nachbarland Deutschland. Grund dafür sind laut Cleen Energy die behördlichen Genehmigungsverfahren, die sich hierzulande in die Länge ziehen. „In Österreich, im Gegensatz zu Deutschland, müssen wir aktuell leider feststellen, dass sich solche Verfahren ohne nachvollziehbaren Grund sehr lange hinziehen“, so Lukas Scherzenlehner, Vorstand der Cleen Energy AG.

Millionen-Auftrag aus Deutschland

Insgesamt werden drei „Sonnendeponien“, wie sie Cleen Energy bezeichnet, im Landkreis Zwickau im Bundesland Sachsen errichtet. Die Baugenehmigung der ersten Deponie mit rund 2,7 Megawatt Leistung liegt laut dem Unternehmen bereits vor. Der Spatenstich ist im Spätsommer geplant. Das Auftragsvolumen der ersten Bauphase soll sich auf sechs Millionen Euro belaufen. Alle drei Photovoltaikkraftwerke sollen schlussendlich über eine Gesamtkapazität von rund 12 Megawatt verfügen.

Cleen Energy geht Partnerschaft ein

Die Projekte wurden im Rahmen des Joint Venture „ener.venture“ von dem deutschen Unternehmen Energisto und seinem Kooperationspartner re.venture entwickelt. Die Sonnen­kraftwerke bilden den Startschuss einer umfassenderen Zusammenarbeit der Unternehmen, bei der Cleen Energy auch künftig als Errichtungspartner von derartigen Sonnendeponien fungieren wird.

„Energisto hat langjährige Kompetenz und einen beeindruckenden Track-Record erfolgreich abgeschlossener Projekte auf Deponie-Flächen. Sie haben einen langfristig verlässlichen Partner mit Knowhow im Projektbereich gesucht und mit uns gefunden“, so Scherzenlehner über die neue Zusammenarbeit.


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(c) BKA / Valentin Brauneis

Rund 60 kostenlose Bildungsangebote, mehr als 145 Kurse und über 1.200 Stunden digitale Lerninhalte: Das ist der Umfang des ersten Maßnahmenpakets der DKO-Wirtschaftsplattform, das Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll am Dienstag im Bundeskanzleramt präsentiert hat. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft unterzeichnete er den DKO-Pakt für digitale Kompetenzen.

Die Angebote sind für die gesamte österreichische Bevölkerung kostenlos und laut Staatssekretariat zu mehr als 70 Prozent orts- und zeitunabhängig online absolvierbar. Inhaltlich stehen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Programmieren, digitale Grundkompetenzen und Datenkompetenz im Mittelpunkt, ergänzt um Themen wie digitale Barrierefreiheit, Finanzbildung und Nachhaltigkeit. Gebündelt werden die Angebote zentral auf der Plattform digitalaustria.gv.at. 15 Partner haben bereits konkrete Angebote in das erste Paket eingebracht.

„Digitale Kompetenz entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Chancen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so Pröll. Durch den Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft übernehme man „gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Standorts“.

Konzerne als Content-Lieferanten

Auffällig ist die Zusammensetzung der 30 Partner: Neben Ministerien, Sozialpartnern und heimischen Playern wie A1, ÖBB oder Dynatrace prägen vor allem US-Techkonzerne das Angebot, darunter Google, Microsoft, Amazon, Apple, IBM, Oracle, Cisco und Samsung. Viele der eingebrachten Programme wie IBM SkillsBuild oder die Google Zukunftswerkstatt bestanden bereits und werden nun unter dem staatlichen Dach zusammengeführt. Als konkret neues Commitment kündigte Google 2.000 zusätzliche Stipendien für Google Career Certificates über die Plattform The Female Factor an.

Der Pakt selbst verfolgt drei Ziele: die digitalen Basiskompetenzen der Bevölkerung zu heben, mehr Menschen für IT-Berufe zu gewinnen und digitale Kompetenzen anhand gemeinsamer Standards vergleichbar zu machen. Als Orientierung dienen der Nationale Referenzrahmen Digitale Kompetenzen, der europäische Rahmen DigComp und das österreichische KI-Basiscurriculum.

Das Bildungsangebot ist der erste von drei Umsetzungsschritten. Im September soll ein zentraler Infopoint zu IT-Berufswegen folgen, der Informationen zu Ausbildungen mit Praxisangeboten wie Praktika und Schulbesuchen bündelt. Für November sind österreichweite Aktionstage zu KI-Kompetenzen mit Workshops und Open Company Days geplant, bei denen die Bevölkerung Künstliche Intelligenz unmittelbar ausprobieren kann.

„Die DKO-Wirtschaftsplattform ist damit nicht nur ein Bekenntnis, sondern eine gemeinsame Arbeits- und Umsetzungsplattform“, so Pröll abschließend.

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