29.09.2020

Bitpanda sammelt 52 Millionen Dollar in Series A-Runde

Das in Wien ansässige Scale-up Bitpanda holt sich in einer Series A 52 Millionen Dollar Finanzierung, angeführt von Peter Thiels Valar Ventures.
/bitpanda-investment/
Die CEOs Eric Demuth und Paul Klanschek dürfen sich über eine ordentliche Performance des Bitpanda-Tokens freuen
Die CEOs Eric Demuth und Paul Klanschek dürfen sich über eine ordentliche Performance des Bitpanda-Tokens freuen | © Bitpanda
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

  • Die in Wien ansässige digitale Investment-Plattform Bitpanda gibt den Abschluss einer 52 Millionen US-Dollar starken Finanzierungsrunde unter Leitung von Peter Thiels Valar Ventures bekannt.
  • Die hohe Investitionssumme soll die ambitionierten Expansionspläne von Bitpanda weiter vorantreiben.
  • Ziel ist es laut Demuth, eine Investmentplattform für alle in Europa zu sein - also nicht nur weiterhin Stärke im Krypto-Bereich zu zeigen, sondern auch zum Beispiel Aktien-Investoren ins Boot zu holen.
  • Zur Schaffung des weiteren Wachstums sind bei Bitpanda derzeit 70 offene Stellen ausgeschrieben.
  • Erst kürzlich expandierte Bitpanda nach Frankreich, Spanien und in die Türkei. Bis Jahresende sowie im nächsten Jahr sollen weitere europäische Länder erschlossen werden.
  • Im Rahmen der Investition wird Andrew McCormack, Gründungspartner von Valar Ventures, dem Vorstand von Bitpanda beitreten.

Die in Wien ansässige digitale Investment-Plattform Bitpanda gibt den Abschluss einer 52 Millionen US-Dollar starken Finanzierungsrunde unter Leitung von Peter Thiels Valar Ventures bekannt. Damit ist dem in Wien ansässigen Unternehmen die europaweit größte Series A im Jahr 2020 gelungen. Außerdem ist es die größte bekannte Series A der jüngeren österreichischen Startup-Geschichte, gefolgt von Planradar im März 2020 mit 30 Millionen Euro. Auch die in Wien ansässige Speedinvest beteiligt sich am Investment.

„Das Investment von Valar Ventures ist ein starker Vertrauensbeweis in Bitpanda und unsere Unternehmensvision – schließlich kommt es direkt von einem der weltweit bedeutendsten Investoren in aufstrebende Technologieunternehmen“, sagt Eric Demuth, Mitgründer und CEO bei Bitpanda, über das Investment. Über die aktuelle Bewertung kann er nichts verraten, sagt im Gespräch mit dem brutkasten jedoch: „Wir sind zufrieden.“

Das Investment kam mit Unterstützung von Speedinvest zustande, welche für Bitpanda die Brücke zu Valar Ventures legten, wie Demuth sagt. Die ersten Gespräche fanden im März statt, bis zu Finalisierung des Deals dauerte es also etwa ein halbes Jahr.

Wie Bitpanda das Investment nutzen wird

Die hohe Investitionssumme soll die ambitionierten Expansionspläne von Bitpanda weiter vorantreiben. Derzeit hat Bitpanda über 1,3 Millionen Nutzer und ist somit laut Eigenangabe die „führende Plattform für den Handel mit digitalen Vermögenswerten und Edelmetalle“ Europas. Ziel ist es laut Demuth, eine Investmentplattform für alle in Europa zu sein – also nicht nur weiterhin Stärke im Krypto-Bereich zu zeigen, sondern auch zum Beispiel Aktien-Investoren ins Boot zu holen.

„Unsere Produkte sollen User befähigen, Verantwortung für die eigene finanzielle Zukunft zu übernehmen, wobei es uns gleichzeitig ein großes Anliegen ist, Finanzwissen und -bildung zu fördern. Erklärtes Ziel ist es, die europaweit führende Investment- und Trading-Plattform zu werden – und damit nicht nur erste Anlaufstelle für jene Menschen, die bereits mit dem Thema vertraut sind, sondern für wirklich alle“, sagt Demuth: „Genau hierbei hilft uns das Investment. Und natürlich auch dabei, die weltweit besten Talente zu rekrutieren und sie im Bitpanda Team willkommen zu heißen.“

Neue Mitarbeiter, neue Märkte

Denn zur Schaffung des weiteren Wachstums sind bei Bitpanda derzeit 70 offene Stellen ausgeschrieben. Demnach soll das Bitpanda Team bis Ende des aktuellen Jahres auf 300 Mitarbeiter aufgestockt und danach stetig vergrößert werden.

Auch eine geographische Expansion ist geplant. Erst kürzlich expandierte Bitpanda nach Frankreich, Spanien und in die Türkei. Bis Jahresende sowie im nächsten Jahr sollen weitere europäische Länder erschlossen werden. Im Fokus sind dabei Südeuropa und Osteuropa, wie Demuth im Gespräch mit dem brutkasten sagt. „Mit einem Investment kauft man sich auch Zeit. Also Zeit, um an mehreren Ländern und Produkten gleichzeitig zu arbeiten und zum Beispiel Lizenzen für die einzelnen Märkte zu beantragen,“ sagt Demuth.

Zudem kündigt das Unternehmen die Einführung weiterer Produkte an. Darunter auch „eine völlig neue und innovative Art des Aktienhandels“ und „ein Produkt, das es in dieser Form im Krypto-Investing noch nicht gab.“ So weit, so kryptisch – zumindest zum letztgenannten Produkt sollen aber bereits in Kürze weitere Details bekannt gegeben werden.

Andrew McCormack im Bitpanda-Beirat

Im Rahmen der Investition wird Andrew McCormack, Gründungspartner von Valar Ventures, dem Beirat von Bitpanda beitreten. McCormack hat bereits beträchtliche Erfahrung mit aufstrebenden Jungunternehmen: So trat er PayPal noch während dessen Anfangszeit bei, auch unterstützte er Peter Thiel bei den Verhandlungen zum Verkauf an eBay im Jahr 2002. Daneben hat Valar bereits Investitionen in mehrere europäische FinTechs begleitet, die in der Folge zu sogenannten Unicorns wurden – zum Beispiel Transferwise und N26.

„Das Interesse am Investieren hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, durch die gegenwärtige Pandemie wurde dies noch zusätzlich verstärkt, nicht zuletzt, da die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen“, sagt McCormack: „Wir finden, dass Bitpanda bestens positioniert ist, passende Produkte
liefert, welche gewiss in ganz Europa Anklang finden und so weiterhin loyale User anziehen werden. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass alle Menschen fairen Zugang zu den Finanzmärkten erhalten und in ihre finanzielle Zukunft investieren, während wir Europas nächstes FinTech-Unicorn aufbauen.“

Bitpanda-Gründer am Freitag im Livestream

Am Freitag, 2.10., um 13 Uhr werden wir mit den Bitpanda-Gründern Eric Demuth und Paul Klanschek in einem Livestream über das Investment und weitere Themen sprechen. Der Livestream wird auf derbrutkasten.com und über die Social Media Kanäle des brutkasten übertragen.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist zu 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

Deine ungelesenen Artikel:
24.06.2022

Bitpanda trennt sich von mehr als 200 Mitarbeiter:innen

Im Lichte von Krypto-Winter und VC-Krise kündigte das Wiener Unicorn Bitpanda heute Kündigungen an mehreren Standorten an, um weiterhin auf Erfolgskurs zu bleiben.
/bitpanda-kuendigungen/
bitpanda
(c) bitpanda

Bitpanda hat laut Unternehmensangaben aktuell mehr als 1.000 Mitarbeiter:innen in zehn Standorten in der EU. Wie heute zunächst intern verkündet wurde, wird man nun aber auf einen Personalstand von etwa 730 Arbeitnehmer:innen reduzieren. Das Wiener Scaleup, das 2021 als erstes heimisches Unternehmen den Unicorn-Status nach gängiger Definition erreichte, führt in einem umfassenden Brief an die Belegschaft, der auch öffentlich gemacht wurde, die Gründe für den Schritt an. Die Gründer Eric Demuth und Paul Klanschek stellen dazu gegenüber dem brutkasten klar: „Wir sind weiterhin eine gesunde Firma und planen daher jetzt für eine mögliche Rezession in der Welt vor. Es geht immer darum, ‚ahead of the curve’ zu sein. Daher machen wir jetzt eine einmalige größere Restrukturierung, um damit für die nächsten Jahre gerüstet zu sein, egal wie sich die Marktlage in der Welt entwickelt“.

„Wir hätten uns gewünscht, dass unsere Kommunikation persönlich verlaufen wäre“

Das oben erwähnte Schreiben erging heute an die gesamte Belegschaft via Slack und E-Mail. „Wir hätten uns gewünscht, dass unsere Kommunikation darüber persönlich und ohne offene Fragen verlaufen wäre. Die strengen rechtlichen Anforderungen im Kontext der verschiedenen lokalen Gerichtsbarkeiten bringen hier erhebliche Einschränkungen mit sich“, heißt es zu dieser Vorgehensweise im Brief. Und weiter unten: „Es handelt sich um Kollegen, die wir schätzen, die uns am Herzen liegen und die großartige Arbeit leisten“. Man habe die „schwierige, aber notwendige“ Entscheidung getroffen, um sicherzustellen, dass man solide kapitalisiert sei, um „den Sturm zu überstehen und finanziell gesund aus ihm herauszukommen, egal wie lange es dauert, bis sich die Märkte erholen“.

Bitpanda will sich weiterhin selbst finanzieren können

Konkret heißt es zur aktuellen wirtschaftlichen Lage unter anderem: „In den letzten Monaten hat sich die Marktstimmung dramatisch verändert, angeheizt durch geopolitische Spannungen, steigende Inflation und die Sorge vor einer bevorstehenden Rezession. An den Finanzmärkten herrscht derzeit große Unsicherheit, und obwohl wir wissen, dass die Branche zyklisch ist, weiß niemand, wann sich die Marktstimmung ändern wird“. Man habe schon früher Krypto-Winter erlebt und sei immer gestärkt daraus hervorgegangen, weil man sich darauf konzentriert habe, ein finanziell gesundes Unternehmen zu sein, einen konservativen Ansatz zu verfolgen und stets darauf bedacht war, sich selbst zu finanzieren. „Das ist auch jetzt der Fall, und das bedeutet, dass das Kostenmanagement von entscheidender Bedeutung ist. Wir müssen unsere Arbeitsweise grundlegend ändern und uns auf das Wesentliche konzentrieren“, heißt es weiter.

Mehrere Unterstützungen für Bitpanda-Mitarbeiter:innen

Den nun gekündigten Mitarbeiter:innen wird im Schreiben von Bitpanda eine Reihe von Unterstützungen angeboten, etwa über ein „Talent Connect Hub“, das bei der Jobsuche helfen soll, oder über die direkte Verbindung mit HR-Agent:innen. Auch wird nötigenfalls der Kontakt zu geschulten Psycholog:innen hergestellt und es wird ein 24/7 „Employee Assistance Program“ eingerichtet, bei dem sich die Betroffenen Hilfe in einer ganzen Bandbreite von Themen holen können. Auch jenen Mitarbeiter:innen, die nicht direkt von den Kündigungen betroffen sind, bietet das Unternehmen eine Reihe von Unterstützungen an, um mit der Situation und damit verbundenen Unsicherheiten besser umgehen zu können.

Internationale VC-Krise führte bereits zu vielen Fällen von Massenkündigungen

All diese Maßnahmen seien eng mit den Investor:innen abgestimmt und auch anhand derer Erfahrungen gemeinsam beschlossen worden, sagen Demuth und Klanschek gegenüber dem brutkasten. Bereits seit einigen Wochen führt eine Krise im internationalen Venture Capital-Bereich zu ähnlichen Entwicklungen bei sehr vielen Scaleups weltweit. Weil künftige Finanzierungsrunden aktuell unsicher sind, müssen viele Wachstumsunternehmen nun schnell Profitabilität erreichen, was zuletzt zu zahlreichen Fällen von Massenkündigungen führte. Der brutkasten befragte dazu erst kürzlich einige der heimischen Scaleups. Von Bitpanda hieß es da noch: „Downsizing ist der letzte Ausweg, und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um diesen Schritt zu vermeiden“.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

Die CEOs Eric Demuth und Paul Klanschek dürfen sich über eine ordentliche Performance des Bitpanda-Tokens freuen
Die CEOs Eric Demuth und Paul Klanschek dürfen sich über eine ordentliche Performance des Bitpanda-Tokens freuen | © Bitpanda

Bitpanda sammelt 52 Millionen Dollar in Series A-Runde

Das in Wien ansässige Scale-up Bitpanda holt sich in einer Series A 52 Millionen Dollar Finanzierung, angeführt von Peter Thiels Valar Ventures.

Summary Modus

Bitpanda sammelt 52 Millionen Dollar in Series A-Runde

  • Die in Wien ansässige digitale Investment-Plattform Bitpanda gibt den Abschluss einer 52 Millionen US-Dollar starken Finanzierungsrunde unter Leitung von Peter Thiels Valar Ventures bekannt.
  • Die hohe Investitionssumme soll die ambitionierten Expansionspläne von Bitpanda weiter vorantreiben.
  • Ziel ist es laut Demuth, eine Investmentplattform für alle in Europa zu sein – also nicht nur weiterhin Stärke im Krypto-Bereich zu zeigen, sondern auch zum Beispiel Aktien-Investoren ins Boot zu holen.
  • Zur Schaffung des weiteren Wachstums sind bei Bitpanda derzeit 70 offene Stellen ausgeschrieben.
  • Erst kürzlich expandierte Bitpanda nach Frankreich, Spanien und in die Türkei. Bis Jahresende sowie im nächsten Jahr sollen weitere europäische Länder erschlossen werden.
  • Im Rahmen der Investition wird Andrew McCormack, Gründungspartner von Valar Ventures, dem Vorstand von Bitpanda beitreten.

Es gibt neue Nachrichten

Auch interessant