30.10.2018

SXSW: Die Welt in zehn Jahren verstehen

Die Außenwirtschaft Austria lädt im Rahmen einer "Zukunftsreise" zur South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas im März kommenden Jahres. Zusätzlich zur Konferenz erwartet TeilnehmerInnen ein dichtes Rahmenprogramm.
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Zukunftsreise zur SXSW
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Die großen Player der Digitalisierung aus den USA und China arbeiten fokussiert daran, Arbeit, Bildung, Medizin, Mobilität, Kommunikation, Industrie, Handel, Wirtschaft, Gesellschaft und selbst die physische Welt radikal neu zu gestalten. Für klassische Unternehmen aller Branchen stellt diese Revolution eine enorme Geschäftschance und andererseits ein immanentes Investitionsrisiko dar: Man muss verstehen, wie unsere Welt in zehn Jahren aussehen wird, um schon heute die Weichen dafür zu stellen. Genau darum geht es bei der South by Southwest, kurz SXSW in Austin Texas. Sie ist die größte und wichtigste Kreativ-, Digital-, Technologie- und Zukunftskonferenz der Welt.

+++ Der bestmögliche Termin: Philipp Baldauf von Butleroy im Interview +++

Austausch mit über 500 Startups bei der SXSW

Die Außenwirtschaft Austria und Andreas Hladky, digitaler Vordenker und Geschäftsführer der Wiener Beratungsagentur „point of origin“, laden unter dem Motto „Digital Impact: Investitionen in die digitale Zukunft“ vom 9. bis 13. März 2019 zu einer „Zukunftsreise“ zur SXSW. Im Verlauf der Reise will man einen Überblick über die wichtigsten Trends und Leitlinien digitaler Transformation bieten, den Austausch mit über 500 Startups und innovativen Unternehmen ermöglichen und durch eine Auswahl von 600 Detailvorträgen zu allen Branchen und Aspekten des digitalen Lebens führen.

Das bekommen TeilnehmerInnen

Die Veranstaltung erfolgt im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international. Für WKÖ-Mitglieder kostet die Teilnahme 400 Euro (exkl. Flug, Unterkunft und SXSW-Ticket). Geboten werden ua. tägliches „Orientation Breakfast“ und weitere gemeinsame Aktivitäten inklusive Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern und Socializing mit externen Gästen, individuelle Unterstützung bei der Organisation von Business-Meetings und Präsentationen, ein ganzseitiges Porträt inklusive Logoabdruck im Teilnehmerkatalog, der im Zuge der SXSW zur Verfügung gestellt wird und PR- und Marketingaktivitäten im In- und Ausland vor und während der Veranstaltung.

⇒ Mehr Informationen zur Zukunftsreise

⇒ Zur Anmeldung

Video-Interviews vom Exporttag 2018 der Außenwirtschaft Austria:

Live vom Exporttag 2018 der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA nach der Award-Verleihung Born Global Champion und Innovator der Wirtschaftskammer, mit dem Innovationschef der Außenwirtschaft Michael Scherz, Rafael Rasinger, Head of Startups / New Corporates sowie den Gewinnern: Heinrich Schmid-Schmidsfelden, CIO von Kapsch TrafficCom, Petra Dobrocka – byrd, Guenther Strenn – JobRocker, Karl Edlbauer – hokify, Philipp Sonnleitner – Mikme, ready2order, Andreas Gutzelnig – Storyclash, Easelink uvm!

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 21. Juni 2018

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Majourny
© Majourny - Severin Bergsmann und Fabian Pischinger.

Es begann mit einer App, die KI zur automatischen Routenerstellung nutzte. Basierend auf ihren Interessen bekamen Nutzer:innen Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aktivitäten in der ausgewählten Stadt. Die Routen konnten dann in einem Feed geteilt werden, um Vertrauen zu schaffen und die App von rein algorithmischen Planern zu unterscheiden. Das Ziel der beiden Gründer Fabian Pischinger und Severin Bergsmann war es, als B2C-Reiseplaner Endkund:innen zu erreichen. Doch dann sprach man mit den Hotels.

Majourny-Founder: „Haben nicht im Office überlegt“

„Je mehr wir mit Hotels gesprochen haben, desto klarer wurde: Die Gäste sind längst digital, die Betriebe dahinter oft noch nicht. Dort geht jeden Tag enorm viel Zeit für Telefonate, Zettel und Nachfragen verloren“, sagt Pischinger. Also pivotierte man und versteht sich jetzt als B2B-Plattform für Hotels. Das Wissen über die Erwartungen digitaler Gäste nahm das Team mit. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen.“

Seit Ende 2025 entsteht die Software direkt im Hotelalltag, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof im Bezirk Freistadt. Als dritter Pilotbetrieb kamen die ARVE Chalets auf der Turracher Höhe dazu.

„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, ergänzt Pischinger. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein FFG-Kleinprojekt, das Projektvolumen beläuft sich auf 150.000 €. Das Ziel des Projektes ist es, Hotels autonomer zu gestalten und Abläufe mittels KI-Agenten zu vereinfachen.

Daten automatisch ins System

Majourny wird an das bestehende Property-Management-System (PMS) des Hotels angebunden. Anreisen, Zimmernummern und Aufenthaltsdaten fließen somit automatisch ins System, eine zusätzliche Insellösung entstehe nicht. Der TeamHub bündelt Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche. Eine KI-Wissensdatenbank soll auch neuen oder saisonalen Mitarbeiter:innen Antworten zum Haus liefern, und über einen digitalen Concierge erreichen Gäste das Hotel rund um die Uhr.

Zielgruppe sind der Aussendung zufolge Boutiquehotels, inhabergeführte Hotels und Chalets, also Betriebe, in denen wenige Menschen viele Rollen übernehmen und für eine eigene IT-Abteilung kein Platz ist.

Mit Version 1.0 startete im September auch der Vertrieb. Langfristig sollen KI-Agenten einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen. Die Verantwortung bleibe dabei beim Menschen: Entscheidungen über Preise, Kulanz oder Beschwerden treffe weiterhin das Hotel. „Die KI soll niemanden ersetzen“, so die Founder. „Sie soll die Arbeit übernehmen, die keiner gerne macht, damit wieder mehr Zeit für die Gäste bleibt.“

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