15.12.2025
FUSSBALL

zone14: Wiener KI-Fußball-Startup kooperiert mit „Austria Wien“-Akademie

Eine Kooperation von zone14 mit der sportwissenschaftlichen Abteilung des FK Austria besteht bereits seit 2024. Jetzt ist die Akademie des Wiener Fußballvereins zusätzlich als zahlender Kunde dazu gekommen.
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zone14, Fußball-Analyse
(c) zone14 - Lukas Grömer, Simon Schmiderer und Tobias Gahleitner (v.l.n.r.) von zone14.

Das auf KI-Video- und -Spielanalyse spezialisierte Startup zone14 wurde vor kurzem Technologiepartner des Bayerischen Fußball-Verbands und kooperiert seit Oktober 2024 mit dem SK Rapid Wien. Doch weil Ying ohne das Yang nicht vollständig ist, vermeldet das Wiener Unternehmen rund um Simon Schmiderer, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer nun die Zusammenarbeit mit der Akademie der Wiener Austria.

zone14: Nächste Schritte im Fokus

Korrekterweise muss man sagen, dass es mit den Violetten bereits seit 2024 Berührungspunkte gibt, man aber erst jetzt die Nachwuchsstätte als zahlenden Kunden zählen darf.

„Bei uns war es schon länger geplant im Nachwuchs etwas zu machen“, erklärt Schmiderer. „Für uns ist es ein großer Schritt, den nächsten Bundesligaverein mit seiner Akademie zu gewinnen. Mittelfristig möchten wir auch mit den Kampfmannschaften verstärkt zusammenarbeiten.“

„Neue Trainer-Generation“

Allgemein bemerkt der Founder, dass sich im österreichischen Fußball viel tut. Die Zeiten, in denen sogenannte Laptoptrainer von der „alten Riege“ (Anm.: ehemalige und langjährige Trainer) belächelt werden, scheinen sich dem Ende zuzuneigen, wenn man Schmiderer zuhört.

„In Österreich schiebt eine neue Trainer-Generation nach, die auf technologische Möglichkeiten nicht mehr verzichten will. Sie sind ambitioniert und diejenigen, die in Vereinen vorantreiben, dass solche Lösungen angeschafft werden“, sagt er.

1,7 Millionen Minuten

Zone14 hat mittlerweile nach eigenen Angaben die Marke von 15.000 Aufzeichnungen geknackt – „mit derzeit 1,7 Millionen aufgezeichneten Minuten in unserem Datensatz“, wie Schmiderer präzisiert. Zudem habe man die „Churn-Rate“ (Absprungquote von Kunden) von 11,4 Prozent jährlich auf 6,25 Prozent gesenkt. „Daran merkt man, dass unser Produkt immer besser wird und technische Themen einen immer größeren Anteil in der Fußball-Szene einnehmen.“

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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