07.11.2025
EXPANSION

zone14: Wiener Startup wird Technologiepartner des Bayerischen Fußball-Verbands

Das Wiener Sporttech-Startup zone14 schließt eine Kooperation mit dem Bayerischen Fußball-Verband ab und erweitert damit seine Präsenz im deutschen Amateurfußballmarkt. Rund 4.500 bayerische Vereine erhalten künftig Zugang zu zone14s KI-gestützter Videoanalyse.
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(c) zone14

Das Wiener Sporttechnologie-Startup zone14 setzt einen weiteren Schritt in seiner internationalen Expansion und wird offizieller Technologiepartner des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Der BFV ist mit über 1,6 Millionen Mitgliedern der größte Landesverband des Deutschen Fußball-Bundes und damit ein strategisch bedeutender Partner im wichtigsten Fußballmarkt Europas.

Was zone14 bietet

Durch die Kooperation erhalten die rund 4.500 bayerischen Vereine exklusiven Zugang zu zone14s All-in-One-Analyseplattform. Herzstück der Lösung ist die „Set-and-Forget“-Kamera: eine fest installierte, KI-gesteuerte 4K-Kamera, die Spiele und Trainings vollautomatisch aufzeichnet und damit den personellen Aufwand im Amateur- und Breitenfußball deutlich reduziert. Ergänzend bietet zone14 eine intuitive Analyse-Plattform (REPLAY), ein Tool zur Leistungsdatenerhebung ohne GPS-Westen (STATS) sowie eine Livestreaming-Funktion ohne Paywall.

Die Live-Analyse von zone14 | (c) zone14

„Diese Partnerschaft mit dem BFV ist nicht nur ein riesiger Erfolg für uns, sondern auch eine enorme Bestätigung für unsere Technologie made in Austria“, sagt Simon Schmiderer, Co-Gründer und Geschäftsführer von zone14. „Unsere Mission war es von Anfang an, die Werkzeuge der Profis durch smarte Automatisierung für alle im Fußball zugänglich zu machen. Mit über 200 installierten Systemen in ganz Europa haben wir bewiesen, dass unser Ansatz funktioniert. Der Vertrag mit Deutschlands größtem Verband ist der nächste logische Meilenstein auf unserem internationalen Weg.“

Fokus auf Forschung und Entwicklung

zone14 möchte weiterhin stark in Forschung und Entwicklung am Standort Wien investieren. Aktuell arbeitet das Unternehmen an KI-gestützten Methoden zur automatischen Erfassung von Spielereignissen – etwa Pässen, Zweikämpfen oder Torschüssen. Dazu sagt Schmiderer: „Die Daten werden nicht nur auf Team-, sondern bis auf Spielerbasis erhoben. Unsere KI soll zukünftig automatisch erkennen, wie viele Pässe ein Spieler gespielt hat, wie viele seiner Zweikämpfe er gewonnen hat oder aus welcher Position er wie viele Torschüsse abgegeben hat. In den Profi-Ligen geschieht die Erfassung solcher Event-Daten so gut wie immer noch per Hand.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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