01.08.2022

Zizoo: Achtstelliges Investment für Boots-Startup aus Wien

Zizoo holt sich einen nicht näher bezifferten Betrag und gibt zeitgleich die Eröffnung von neuen Büros in Athen und Miami bekannt.
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Zizoo Gründerin und CEO Anna Banicevic
Zizoo Gründerin und CEO Anna Banicevic | (c) Zizoo

Die (nach eigenen Angaben) weltweit führende Bootsvermietungsplattform wurde in Wien gegründet: Zizoo. Der Firmensitz ist nach wie vor hier, seinen operativen Sitz hat das 2015 von Anna Banicevic (CEO), Sinan Masovic (CFO) und Ivan Miletic (CTO) gestartete Unternehmen allerdings schon seit einiger Zeit in Berlin. Nun gab das Startup eine weitere Finanzierungsrunde bekannt. Zuletzt hatte es 2018 ein Investment kommuniziert – damals über 6,5 Millionen Euro.

Zizoo holte bislang insgesamt 30 Mio. Dollar Kapital

Über die Höhe der aktuellen Runde werden keine Angaben gemacht, allerdings heißt es von Zizoo, mit dem Investment erhöhe sich die Gesamtsumme seit der Gründung auf mehr als 30 Millionen US-Dollar. Berechnet auf Basis der bislang bekannten Runden dürfte die nun verkündete Kapitalspritze im achtstelligen Bereich liegen. Neben bestehenden Investoren seien „zwei große US-Investmentfonds“ beteiligt, heißt es in einer Aussendung. Mit dem Kapital wolle man einen Boom im Bootsvermietungsmarkt nutzen, der dieses Jahr weltweit ein Volumen von 17 Milliarden US-Dollar erreichen werde.

Neue Standorte eröffnet, Übernahmen geplant

Teil der Expansionsstrategie ist die Eröffnung neuer Standorte in Athen und Miami. Außerdem wolle man das Kapital für die „Konsolidierung der wichtigsten Märkte“ nutzen und die „Bilanz für potenzielle M&A-Möglichkeiten attraktiv machen“ – es sind also Übernahmen geplant. Zuletzt verzeichnete Zizoo einen Umsatzanstieg von mehr als 150 Prozent. Dieses Jahr erwartet man 100 Prozent Wachstum. Das Unternehmen bietet insgesamt mehr 44.000 Boote von Partnern an – „von Lang- und Kurzzeitmieten auf einem Segelboot mit Besatzung oder einem Katamaran bis hin zu Yachten und Speedbooten“. Derzeit kommt man auf 200.000 registrierte Kund:innen weltweit.

„Bootsvermietungsmarkt in den letzten Jahren explodiert“

CEO Anna Banicevic kommentiert: „Der Bootsvermietungsmarkt ist in den letzten Jahren explodiert, da die Anzahl der produzierten Boote enorm gestiegen ist und auch ein jüngeres Publikum Bootstouren als neue Reiseform entdeckt hat. Diese Investition wird uns dabei helfen, weitere Märkte zu erschließen und unsere Community auf der Plattform zu vergrößern – so wird Zizoo zum wichtigsten Gateway und zur zentralen Technologie für Bootsvermietungen“.

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Loxone
© Loxone - Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH.

Das oberösterreichische Tech-Unternehmen Loxone sah sich am Wochenende einer Cyberattacke gegenüber. Am Sonntag, dem 18. Oktober wurde der Angriff auf interne Unternehmenssysteme festgestellt und eigenen Angaben zufolge schnell reagiert und Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Loxone: „Systeme uneingeschränkt verwendbar“

„Wir haben umfassende Untersuchungen vorgenommen: Kundeninstallationen und die für deren Betrieb relevanten Online-Dienste sind nicht betroffen. Nutzerinnen und Nutzer der Loxone-Technologie können ihre Systeme weiterhin uneingeschränkt verwenden“, heißt es laut Aussendung.

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor von Loxone sei das Cloud-free-Prinzip: Die Miniserver, die zentralen Steuerungseinheiten der Gebäudeautomation, arbeiten lokal und eigenständig im jeweiligen Gebäude. Für ihren Betrieb benötigen sie weder eine Verbindung zu Servern von Loxone noch zum Internet. In der aktuellen Situation habe sich das als großer Vorteil erwiesen, denn ein Angriff auf Unternehmenssysteme von Loxone erreicht die Steuerung in den Gebäuden nicht, heißt es.

Aufklärung des Vorfalls im Gange

„Allein in Österreich werden laut Bundeskriminalamt durchschnittlich mehr als 1.200 Fälle pro Woche angezeigt. Unser Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit endet nicht bei unseren Produkten. Er zeigt sich gerade in Momenten wie diesen, in denen unser gesamtes Team verantwortungsvoll, konsequent und transparent mit einer fordernden Situation umgeht“, hält Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH, fest.

Mittels interner IT-Spezialisten sowie externer Cybersecurity-Experten und IT-Forensiker arbeitet Loxone an der vollständigen Aufklärung des Vorfalls und der Absicherung der Systeme. Die betroffenen Systeme wurden umgehend isoliert und die zuständigen Behörden informiert. Personen, deren Daten nachweislich betroffen sind, werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben direkt verständigt.

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