Nach achtstelligem Investment 2022: Berlin-Tochter von Wiener Scaleup Zizoo insolvent
Zuletzt machte das Yacht-Vermittlungs-Scaleup Zizoo bereits mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung Schlagzeilen.
Lange Zeit sah es nach einer typischen Scaleup-Erfolgsgeschichte aus: 2015 in Wien gestartet bezeichnete sich Zizoo schon seit Jahren als weltweit führende Bootsvermietungsplattform. Mit insgesamt 30 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiertem Kapital – zuletzt gab es 2022 eine achtstellige Finanzierungsrunde – unterstrich das Scaleup diesen Anspruch.
Jährlich würden Milliardenbeträge über die Plattform laufen, hieß es anlässlich des letzten großen Investments. Dazu wurden große Expansionspläne kommuniziert. Doch wie es nun aussieht, lief es bei Zizoo zumindest zuletzt finanziell nicht so gut, wie behauptet.
Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Zizoo-Chefin
Aktualisierung (November 2025)
Anna Banicevic hat gegenüber brutkasten mitteilen lassen, dass gegen sie keine straf- oder zivilrechtlichen Verfahren eingeleitet wurden. Das Insolvenzverfahren von Zizoo wurde abgeschlossen, und Frau Banicevic wurde nicht persönlich haftbar gemacht.
Seinen formellen Sitz hat Zizoo nach wie vor in Wien. Operativ arbeitet das Scaleup aber schon seit Jahren von Berlin aus. Dort gerieten das Unternehmen und Gründerin und CEO Anna Banicevic kürzlich auch ins Visier der Justiz. So ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen die Geschäftsführerin wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung. Der konkrete Vorwurf auf Basis der Aussagen zahlreicher Kund:innen: Das Unternehmen habe seit mehr als sechs Monaten Nutzer:innen, die bereits die Anzahlung geleistet hatten, nicht an Charterflotten weitergleitet. Sprich: Diese bekamen keine Leistung für ihr Geld. In Österreich wurde Zizoo zudem von zumindest einem Kunden privat geklagt.
Insolvenzverfahren über Berlin-Tochter eröffnet
Es liegt also der Verdacht nahe, dass das Scaleup zahlungsunfähig ist. Entsprechend eröffnete das Amtsgericht Charlottenburg vergangene Woche ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen die Zizooboats GmbH in Berlin, wie zuerst das Magazin yacht.de berichtete. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter soll nun das Vermögen sichern und kann dazu unter anderem auch Bankguthaben einziehen. Über die österreichische Muttergesellschaft von Zizoo wurde bislang kein Insolvenzverfahren eröffnet, das ist jedoch angesichts der Umstände absehbar. Laut Kurier gibt es bereits einen entsprechenden Antrag.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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