06.10.2020

Ist jetzt der beste Zeitpunkt für Startup-Investments?

Die Coronakrise führte zum stärksten Einbruch der Wirtschaft seit dem zweiten Weltkrieg. Ist genau deswegen nun der beste Zeitpunkt, Geld in Wachstumsunternehmen zu stecken?
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Early Stage-Investments Europa 2018 - AVCO Annual Conference 2020 - vc-investments
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Inzwischen ist es offiziell: Die Coronakrise bescherte Österreich laut Statistik Austria den größten Wirtschaftseinbruch seit dem zweiten Weltkrieg. Und im Rest der Welt sieht die Situation ähnlich aus – mitunter sogar noch deutlich schlimmer. Noch stärker als bei anderen Wirtschaftskrisen zeigte sich jedoch schon im Covid-19-Lockdown eine Spaltung der Wirtschaftswelt: Während einige Branchen und Geschäftsfelder in eine tiefe Krise gezogen wurde, die Jahre lange Folgen haben wird, erfuhren andere einen enormen Push, der dank nachhaltiger Änderungen im Konsumverhalten nicht kurzfristig bleiben dürfte.

Das nötige Kapital wird entscheiden

Es sind – das wurde an dieser Stelle schon vielfach dargelegt – vor allem Unternehmen, die in der Digitalisierung alltäglicher (Geschäfts-)Prozesse tätig sind, für die die Krise zum Sprungbrett wurde. Gleichzeitig werden auch jene Player aus den geschwächten Branchen, die sich nun als widerstandsfähig und innovativ erweisen, letztlich gestärkt aus der Krise hervorgehen – auch wenn noch ungewiss ist, wie lange das Tal ist, das von ihnen überwunden werden muss.

In beiden Fällen gilt: Das nötige Kapital wird entscheidend sein, um im richtigen Moment liquide zu sein und das Wachstum finanzieren zu können. Doch wie sieht es eigentlich mit der Investitionsbereitschaft in der Venture Capital- und Private Equity-Landschaft aus – insbesondere bei potenziellen neuen Playern? Ist jetzt tatsächlich der richtige Zeitpunkt, um zu investieren?

Antworten bei der AVCO Annual Conference

Diese Fragen stehen im Zentrum des Panels „Is now the best time to invest? Which investment strategies?“ bei der AVCO Annual Conference am Donnerstag (8. Oktober 2020). Unter der Moderation von Uli Grabenwarter, stellvertretendem Direktor Equity Investments beim European Investment Fund (EIF) diskutieren Mark Cachia, Portfolio Manager und Gründer bei ScytaleVentures, Ralph Guenther, Partner und Head of DACH and CEE Markets bei Pantheon Ventures, Leszek Muzyczyszyn, Senior Partner bei InnovaCapital und Ines Streimelweger, Investment Managerin bei Creandum.

Es ist eines von mehreren Panels auf der kostenlos zugänglichen Main Stage der heuer virtuell stattfindenden AVCO Annual Conference, die unter dem Überthema „Managing the Crisis – The Role of Private Capital in Financing Innovation and Growth“ steht. Ebenfalls diskutiert wird dort etwa auch die Frage „How can the Private Capital Industry meet the Challenges of Corona, Digitalisation and Sustainability?“. Die hier bereits angesprochene zweite große Krise – die Klimakrise – ist Thema noch weiterer Programmpunkte. So wird etwa Klimaschutz- und Innovationsministerin Leonore Gewessler in ihrer Keynote zu Beginn der Konferenz darauf eingehen. Und eine der sechs hochkarätig besetzten Breakout-Sessions am Nachmittag (für diese ist ein bezahltes Ticket erforderlich) widmet sich dem Thema „ESG and Responsible Investing“ – weitere Details zu den Inhalten hier.

Weiter diskutiert werden können diese und noch viele weitere Themen rund um den VC- und PE-Bereich in Zentraleuropa auch abseits der (virtuellen) Bühnen. Bei der AVCO Annual Conference werden alle Möglichkeiten, die man von physischen Konferenzen gewohnt ist, in die virtuelle Welt umgesetzt. Und noch mehr: Die Konferenz-Plattform ist bereits zugänglich und es kann bereits vorab mit anderen Teilnehmern genetzwerkt werden. Beim Event wird man dann von der virtuellen Eingangshalle aus nicht nur zu Main Stage, Breakout Sessions und Networking Area kommen, sondern sich in der Exhibition Hall auch digitale Messestände ansehen können.

brutkasten-Leser können sich mit dem Promo Code „AVCO-Brutkasten“ im Ticket-Shop ein von 149 Euro (regulärer Preis) auf 99 Euro reduziertes Ticket für die Breakout Sessions sichern.

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Wyoming E-Auto-Verbot E-Auto-Förderung , Ladepunkt, Charging, E-Mobility
© Unsplash

„Elektromobilität ist in Österreich angekommen“. So lautet eine aktuelle Meldung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI). Demnach waren im Juli 2026 erstmals mehr als 300.000 rein batterieelektrische Pkw (BEV) auf Österreichs Straßen unterwegs. Konkret lag der hochgerechnete Bestand Ende Juli bei 304.328 E-Pkw. Gleichzeitig setze sich der dynamische Hochlauf bei den Neuzulassungen fort: Im Juli waren 27,39 Prozent aller neu zugelassenen Pkw rein elektrisch, insgesamt wurden im Juli 7.073 E-Pkw neu zugelassen.

E-Autos: Drei Jahre später

„300.000 E-Pkw auf Österreichs Straßen sind ein starkes Signal: Die Elektromobilität ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Besonders erfreulich ist, dass wir gleichzeitig bei den Neuzulassungen einen Rekord sehen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein E-Auto, weil das Angebot größer wird, die Technologie ausgereifter ist und die Ladeinfrastruktur kontinuierlich wächst. Diesen Weg werden wir mit eMOVE Austria (Anm.: Dachmarke des Bundes für emissionsfreie Mobilität) weitergehen“, kommentiert Mobilitätsminister Peter Hanke.

Blickt man etwas mehr als drei Jahre zurück, sah die Lage noch anders aus: Damals zeigte eine Deloitte-Umfrage unter rund 1.000 Österreicher:innen ein zurückhaltendes Stimmungsbild: Nur neun Prozent der Befragten planten der im Jänner 2023 erschienenen Befragung nach, sich als nächstes Auto ein E-Fahrzeug anzuschaffen. Verbrennungsmotoren blieben damals für die Mehrheit weiterhin die erste Wahl, während Plug-in-Hybride an Zuspruch gewannen.

Allerdings: Eine heuer veröffentlichte Deloitte-Studie stützt teilweise die Erkenntnisse des BMIMI: Der österreichische E-Automarkt komme laut aktueller Untersuchung spürbar in Bewegung, auch wenn Verbrenner bei Konsument:innen weiterhin beliebt bleiben.

Von Jänner bis November 2025 wurden – wie in der Untersuchung angeführt – laut Statistik Austria 158.000 Elektro- oder Hybridautos neu zugelassen, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Kaufentscheidung zugunsten eines E-Autos sprechen aus Sicht der rund 1.000 befragten Österreicher:innen vor allem geringere Treibstoffkosten (45 Prozent) und Umweltaspekte (37 Prozent), während Zweifel an der Reichweite (50 Prozent) und hohe Anschaffungskosten (40 Prozent) weiterhin als größte Hürden gelten.

Bei der Frage nach dem nächsten Autokauf hat sich der Wert gegenüber der Erhebung von vor drei Jahren hingegen kaum verändert: Rund zehn Prozent der Befragten würden sich für ein reines E-Auto entscheiden, weitere zehn Prozent für einen Plug-in-Hybrid und 15 Prozent für einen klassischen Hybrid als Einstieg.

Ladeinfrastruktur weiterhin Thema

Als zweiten zentralen Faktor identifiziert die aktuelle Deloitte-Studie die Ladeinfrastruktur: 38 Prozent nennen lange Ladezeiten als Hemmnis, und obwohl sich beim Netzausbau zuletzt viel getan habe, bleibt vor allem außerhalb Wiens Aufholbedarf. Auch bei privaten Lademöglichkeiten zeigt sich eine Lücke: Zwar würde die Mehrheit (63 Prozent) ihr E-Auto am liebsten zuhause laden, doch etwa ein Drittel (30 Prozent) verfügt gar nicht über eine eigene Ladestation.

Deloitte-Partner Matthias Kunsch bringt es so auf den Punkt: „Beim Thema Laden besteht erheblicher Handlungsbedarf. Investitionen in das Schnellladenetz sind – gerade außerhalb von Wien – dringend notwendig. Grundsätzlich ist es aber erfreulich, dass der E-Auto-Markt hierzulande endlich in Fahrt kommt. Doch Fakt ist auch: Erst durch ein effizient ausgebautes, flächendeckendes Ladenetz und vor allem leistbare Fahrzeuge wird sich die Elektromobilität wirklich bei der Masse durchsetzen.“

40.000 Ladepunkte als Sommerziel

In diesem Sinne spricht das BMIMI von einer „zunehmenden Dynamik“ bei diesem Thema: „Die Marke von 100.000 batterieelektrischen Pkw wurde in Österreich im September 2022 erreicht. Für die nächsten 100.000 Fahrzeuge waren anschließend 27 Monate notwendig. Für den Sprung von 200.000 auf 300.000 E-Pkw brauchte es hingegen nur noch rund 19 Monate. Damit beschleunigt sich der Hochlauf der Elektromobilität deutlich. In einzelnen Bundesländern liegt der Anteil der E-Pkw an den Neuzulassungen mittlerweile sogar bei über 30 Prozent“, liest man in der Aussendung.

Parallel zur steigenden Zahl an E-Fahrzeugen würde auch die öffentliche Ladeinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut. Im Juli wurden 676 neue öffentliche Ladepunkte errichtet, seit Jahresbeginn 2026 damit insgesamt 3.817. Damit verfügt Österreich derzeit über rund 39.500 öffentliche Ladepunkte, die Marke von 40.000 soll noch im Sommer erreicht werden, so der Plan.

„Der Hochlauf der E-Mobilität funktioniert dort besonders gut, wo Fahrzeugangebot und Infrastruktur zusammenspielen. Deshalb setzen wir mit eMOVE Austria gezielt auf den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur“, erklärt Hanke. „Unser Ziel ist klar: E-Mobilität soll für die Menschen einfach, alltagstauglich und verlässlich sein – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder am Land leben.“

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AI Summaries

Ist jetzt der beste Zeitpunkt für Startup-Investments?

  • Inzwischen ist es offiziell: Die Coronakrise bescherte Österreich laut Statistik Austria den größten Wirtschaftseinbruch seit dem zweiten Weltkrieg.
  • Noch stärker als bei anderen Wirtschaftskrisen zeigte sich jedoch schon im Covid-19-Lockdown eine Spaltung der Wirtschaftswelt: Während einige Branchen und Geschäftsfelder in eine tiefe Krise gezogen wurde, die Jahre lange Folgen haben wird, erfuhren andere einen enormen Push, der dank nachhaltiger Änderungen im Konsumverhalten nicht kurzfristig bleiben dürfte.
  • Das Thema steht im Zentrum des Panels „Is now the best time to invest? Which investment strategies?“ bei der AVCO Annual Conference am Donnerstag (8. Oktober 2020).
  • Es ist eines von mehreren Panels auf der kostenlos zugänglichen Main Stage der heuer virtuell stattfindenden AVCO Annual Conference, die unter dem Überthema „Managing the Crisis – The Role of Private Capital in Financing Innovation and Growth“ steht.
  • Weiter diskutiert werden können die Themen rund um den VC- und PE-Bereich in Zentraleuropa auch abseits der Bühnen.
  • Bei der AVCO Annual Conference werden alle Möglichkeiten, die man von physischen Konferenzen gewohnt ist, in die virtuelle Welt umgesetzt.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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Ist jetzt der beste Zeitpunkt für Startup-Investments?

  • Inzwischen ist es offiziell: Die Coronakrise bescherte Österreich laut Statistik Austria den größten Wirtschaftseinbruch seit dem zweiten Weltkrieg.
  • Noch stärker als bei anderen Wirtschaftskrisen zeigte sich jedoch schon im Covid-19-Lockdown eine Spaltung der Wirtschaftswelt: Während einige Branchen und Geschäftsfelder in eine tiefe Krise gezogen wurde, die Jahre lange Folgen haben wird, erfuhren andere einen enormen Push, der dank nachhaltiger Änderungen im Konsumverhalten nicht kurzfristig bleiben dürfte.
  • Das Thema steht im Zentrum des Panels „Is now the best time to invest? Which investment strategies?“ bei der AVCO Annual Conference am Donnerstag (8. Oktober 2020).
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  • Noch stärker als bei anderen Wirtschaftskrisen zeigte sich jedoch schon im Covid-19-Lockdown eine Spaltung der Wirtschaftswelt: Während einige Branchen und Geschäftsfelder in eine tiefe Krise gezogen wurde, die Jahre lange Folgen haben wird, erfuhren andere einen enormen Push, der dank nachhaltiger Änderungen im Konsumverhalten nicht kurzfristig bleiben dürfte.
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  • Noch stärker als bei anderen Wirtschaftskrisen zeigte sich jedoch schon im Covid-19-Lockdown eine Spaltung der Wirtschaftswelt: Während einige Branchen und Geschäftsfelder in eine tiefe Krise gezogen wurde, die Jahre lange Folgen haben wird, erfuhren andere einen enormen Push, der dank nachhaltiger Änderungen im Konsumverhalten nicht kurzfristig bleiben dürfte.
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  • Das Thema steht im Zentrum des Panels „Is now the best time to invest? Which investment strategies?“ bei der AVCO Annual Conference am Donnerstag (8. Oktober 2020).
  • Es ist eines von mehreren Panels auf der kostenlos zugänglichen Main Stage der heuer virtuell stattfindenden AVCO Annual Conference, die unter dem Überthema „Managing the Crisis – The Role of Private Capital in Financing Innovation and Growth“ steht.
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