15.05.2023

Zach Kirkhorn: Dieser unauffällige Manager lenkt Tesla operativ

Laut einem Wall Street Journal-Bericht lenkt der relativ unbekannte Tesla-CFO Zach Kirkhorn die Geschicke des E-Auto-Riesen und bringt die Pläne des aufbrausend CEO Elon Musk auf den Boden.
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Tesla-CFO Zach Kirkhorn lenkt laut WSJ die Geschicke des Unternehmens | Vordergrund (c) Zach Krikhorn, Hintergrund (c) Tesla Fans Schweiz via Unsplash
Tesla-CFO Zach Kirkhorn lenkt laut WSJ die Geschicke des Unternehmens | Vordergrund (c) Zach Krikhorn, Hintergrund (c) Tesla Fans Schweiz via Unsplash

Tesla, SpaceX, The Boring Company, Neuralink und zuletzt vor allem Twitter – nicht wenige Menschen fragen sich wohl, wie Elon Musk es schafft, so viele – teils sehr große – Unternehmen zu führen. Ein Bericht des Wall Street Journal (WSJ) liefert nun einen Hinweis darauf, wie das gehen kann: mit unauffälligen Pragmatikern, die die Dinge für ihren exzentrischen Chef auf den Boden bringen. Laut Bericht ist das bei Tesla CFO Zach Kirkhorn. Er sei es, der den E-Autoriesen „am Laufen hält“, heißt es dort.

Seit zehn Jahren bei Tesla, seit vier Jahren CFO

Kirkhorn übernahm vor etwa vier Jahren den CFO-Posten. Davor war er bereits seit 2010 in unterschiedlichen Positionen in der Tesla-Finanzabteilung tätig. Er hat also einen großen Teil der Entwicklung des Unternehmens mitgemacht. Als Zach Kirkhorn ins C-Level-Management aufstieg, war Tesla noch chronisch defizitär. Seitdem wurde der E-Auto-Riese hochprofitabel und vervielfachte seinen Börsenwert (was Elon Musk zwischenzeitlich zum reichsten Menschen der Welt machte) – aktuell ist Tesla etwa zehn mal so viel Wert, wie bei Kirkhorns Antritt. Das WSJ konstatiert: „Er half dem Unternehmen, in 15 aufeinanderfolgenden Quartalen profitabel zu sein und dabei eine Kriegskasse von 22 Milliarden US-Dollar aufzubauen“.

Zach Kirkhorn als Vermittler für Elon Musks „scheinbar unerfüllbare Forderungen“

Und wie macht Kirkhorn das? Der Schlüssel liegt wohl in seiner zurückhaltenden, diplomatischen und pragmatischen Art, legt der WSJ-Bericht nahe. „Er nimmt Elon nicht das Rampenlicht weg“, wird ein Ex-Tesla-Manager zitiert. Der CFO hat mit seinem auf privat gestellten Twitter-Profil nur 63 Follower:innen. Er sei aber unvergleichbar gut darin, zwischen Elon Musk und anderen Verantwortungsträgern zu vermitteln, heißt es im Bericht. Zach Kirkhorn verstehe es, die „scheinbar unerfüllbaren Forderungen“ seines Chefs in machbare kleine Schritte umzusetzen.

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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