10.12.2015

YouTube: Das sind die beliebtesten Videos des Jahres

Late-Night-Shows sind beliebt wie nie. Allerdings nicht im TV, sondern im Internet.
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(c) youtube - Die Google Tochter hat ein neues Feature.

„Wir wissen jetzt, wie sehr ihr Late-Night-Fernsehen liebt“, heißt es in einem Google-Blogbeitrag. Gemeint ist allerdings keine Renaissance des TV-Konsums Jugendlicher, sondern YouTube-Clips, die Fernsehinhalte zeigen. Was TV-Anstalten gemeinhin eher ärgert, hat sich auf der Videoplattform zum neuen Renner gemausert. Die Zeit, in der Videos von Late-Night-Shows auf YouTube angesehen wurden, hat sch 2015 verdoppelt. Dementsprechend sind heuer auch drei der Top-10-Videos aus Fernsehshows.

Rewind-Video zum 10. Geburtstag

Weil heuer auch der 10. Geburtstag der Videoplattform ist, hat sich Youtube etwas Besonderes einfallen lassen. Im Zuge einer Party mit 150 YouTubern entstand ein Rewind-Video mit einigen Stars.

Das beliebteste Video des Jahres ist wieder ein Musikvideo und zwar die Kinder-Dance-Crew von Heaven King, die zu Silentos „Watch Me“ abgeht – laut Google einer der Dance-Trend des Jahres.

Die Top-10-Videos:

  1. Silento- Watch Me (Whip/Nae Nae) #WatchMeDanceOnvon Tianne King
  2. Clash of Clans: Revenge (Official Super Bowl TV Commercial) von Clash of Clans
  3. Crazy Plastic Ball PRANK!! von RomanAtwood
  4. Love Has No Labels | Diversity & Inclusion | Ad Councilvon Ad Council
  5. Lip Sync Battle with Will Ferrell, Kevin Hart and Jimmy Fallon von The Tonight Show Starring Jimmy Fallon
  6. Justin Bieber Carpool Karaoke von The Late Late Show with James Corden
  7. 6ft Man in 6ft Giant Water Balloon – 4K – The Slow Mo Guys von The Slow Mo Guys
  8. Golden boy Calum Scott hits the right note | Audition Week 1 | Britain’s Got Talent 2015 von Britain’s Got Talent
  9. Dover Police DashCam Confessional (Shake it Off) vonDover Police
  10. Mean Tweets – President Obama Edition von Jimmy Kimmel Live
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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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