17.11.2021

YourStyle: Wiener Startup nutzt KI, um Outfits auf Social Media zu tracken

Ein Kleidungsstück zu finden, dass man online irgendwo sieht, kann zur Mammutaufgabe werden. YourStyle möchte dabei Abhilfe schaffen.
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(c) YourStyle - Das YourStyle-Team als Netzsucher.

Iraklis Kordomatis, Mathias Linkerhand und Florian Dall kommen aus dem Consulting-Bereich und haben im Mai des heutigen Jahres ihre Jobs verlassen, um sich ihrem Startup Vollzeit zu widmen. YourStyle nutzt Künstliche Intelligenz, um aus Posts heraus die jeweiligen Produkte zu finden und zu verlinken. Ihr Outfit-Crawler greift dabei auf über eineinhalb Millionen Artikeln aus Partnershops zu und schlägt Usern lokale Shops vor, in denen man das gewünschte Kleidungsstück erhält.

YourStyle als Einnahmequelle für „Content Creators“

Neben den Kooperationspartnern haben die Gründer auch Influencer-Plattformen in ihre Argusaugen gefasst. „Aktuell haben wir nur Instagram integriert, wollen aber bald noch weitere wie etwa TikTok anschließen. Alternativ können Influencer auch ein eigenes YourStyle-Konto erstellen“, erklärt Dall. „Wir schließen ständig neue Partnershops an, um unser Produktuniversum zu vergrößern.“

Abseits des Tracking-Services für User bietet das Startup auch Fashion-Bloggern eine zusätzliche Einnahmequelle. Jedes Mal, wenn aus einem Post heraus etwas gekauft wird, bekommt der Ersteller eine Provision, so das Modell: „Damit werden auch ‚Content Creators‘ fair und transparent entlohnt, brauchen keine Mindestgröße und auch keine eigenen Werbeverträge“, führt Dall aus.

Nächster Schritt: USA

Die Idee für ihr „gebootstrapptes“ Startup haben die drei Gründer schon längere Zeit in sich getragen, verfügen aber jetzt über die nötige KI für ihr Vorhaben. Die mittlerweile auch derart ausgereift sei, dass man bereits den nächsten Schritt andenken könne. Dall dazu: „Aktuell rekrutieren wir Influencer im DACH-Raum und sondieren auch in Spanien und Großbritannien. Ab Jänner möchten wir in den USA starten. Und befinden uns dafür auf Investorensuche.“

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
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Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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